Wer die aktuelle Stimmung bei den Lausitzer Füchsen verstehen will, der sollte sich mal schnell an die eigene Schulzeit erinnern. Genauer gesagt an den letzten Schultag vor den Herbstferien.
Die Zensur, die es an diesem Tag für die Mathematik-Klassen arbeit gab, war bei realistischer Betrachtungsweise zwar eine unter vielen. Im Misserfolgsfall konnte sie einem aber schon die gute Laune in den Ferien gewaltig verderben. Vor allem dann, wenn die Mathematik -Noten zuvor auch nicht viel besser ausgefallen sind. So gesehen war der 3:0-Auswärtssieg der Füchse am Sonntag bei den Fishtown Pinguins Bremerhaven wie eine glatte Eins. Ausgerechnet am letzten Spieltag vor der obligatorischen zweiwöchigen Länderspielpause der 2. Bundesliga fand die Mannschaft nach fünf Niederlagen in Folge wieder in die Erfolgsspur zurück. „Psychologisch war dieser Sieg enorm wichtig. Wir gehen jetzt mit einem guten Gefühl in die Pause“, sagt Coach Dirk Rohrbach erleichtert.
Erhobener Zeigefinger
Rohrbach ist quasi der Klassenlehrer der Füchse. Und in dieser Funktion hat er zuletzt mehrfach warnend den Zeigefinger gehoben. Frei nach dem Motto: Jungs, so kann es nicht weitergehen! Nach der Heimpleite am Freitag gegen den ESV Kaufbeuren (3:6) hatte Rohrbach beklagt, dass die taktische Disziplin auf dem Eis nachgelassen habe. Mit den schwindenden Kräften des kleinen Kaders stieg in den vergangenen Wochen vor allem die Fehlerquote bei der Defensivarbeit dramatisch an. Für die Länderspielpause schien schlechte Stimmung vorprogrammiert zu sein.
Stattdessen ist die Laune im Fuchsbau seit Sonntagabend wieder bestens. Denn an der Nordseeküste gelang den Füchsen nicht nur der psychologisch so wichtige Sieg und damit das Ende der quälenden Niederlagenserie – zum ersten Mal in dieser Saison spielte die Mannschaft auch zu Null, was im Eishockey nach wie vor ein ganz besonderes Qualitätsmerkmal darstellt. „Das war mit Abstand die beste Defensiv-Leistung, die wir bisher abgeliefert haben, weil jeder einzelne sich an die taktischen Vorgaben gehalten hat“, betont Stürmer Danny Albrecht.
Konzept umgesetzt
Die Art und Weise dieses Auswärtssieges könnte zu einem Schlüsselerlebnis für das Team werden. Denn die 60 Minuten von Bremerhaven wirkten wie ein taktischer Selbstversuch, der ein höchst gelungenes Ende fand. Zum ersten Mal setzten die Spieler wieder konsequent jenes Konzept um, das ihr Trainer für diese Saison ausgetüftelt hat. Rohrbach beschreibt dieses Konzept am liebsten mit „brutale Defensive“. Weil der Kader sehr klein ist, sieht der Coach in der Abwehrarbeit den Schlüssel zum Erfolg. Eigene Tore zu schießen, ist trotzdem natürlich nicht verboten. In den ersten Saison partien ging dieses Konzept auf. Danach schien sich so mancher Spieler jedoch lieber als Individualist im Hurra-Eishockey versuchen zu wollen. „Das ist nicht unser Stil. Wir können nur gemeinsam als Mannschaft erfolgreich sein“, stellt Rohrbach klar.
Der Auswärtserfolg in Bremerhaven dank guter Abwehrarbeit bestätigte diese These eindrucksvoll. Er brachte den Lausitzer Füchsen neben drei Punkten auch die Gewissheit: Die gute Stimmung in der Länderspielpause ist gerettet. ( Frank Noack)
Die Zensur, die es an diesem Tag für die Mathematik-Klassen arbeit gab, war bei realistischer Betrachtungsweise zwar eine unter vielen. Im Misserfolgsfall konnte sie einem aber schon die gute Laune in den Ferien gewaltig verderben. Vor allem dann, wenn die Mathematik -Noten zuvor auch nicht viel besser ausgefallen sind. So gesehen war der 3:0-Auswärtssieg der Füchse am Sonntag bei den Fishtown Pinguins Bremerhaven wie eine glatte Eins. Ausgerechnet am letzten Spieltag vor der obligatorischen zweiwöchigen Länderspielpause der 2. Bundesliga fand die Mannschaft nach fünf Niederlagen in Folge wieder in die Erfolgsspur zurück. „Psychologisch war dieser Sieg enorm wichtig. Wir gehen jetzt mit einem guten Gefühl in die Pause“, sagt Coach Dirk Rohrbach erleichtert.
Erhobener Zeigefinger
Rohrbach ist quasi der Klassenlehrer der Füchse. Und in dieser Funktion hat er zuletzt mehrfach warnend den Zeigefinger gehoben. Frei nach dem Motto: Jungs, so kann es nicht weitergehen! Nach der Heimpleite am Freitag gegen den ESV Kaufbeuren (3:6) hatte Rohrbach beklagt, dass die taktische Disziplin auf dem Eis nachgelassen habe. Mit den schwindenden Kräften des kleinen Kaders stieg in den vergangenen Wochen vor allem die Fehlerquote bei der Defensivarbeit dramatisch an. Für die Länderspielpause schien schlechte Stimmung vorprogrammiert zu sein.
Stattdessen ist die Laune im Fuchsbau seit Sonntagabend wieder bestens. Denn an der Nordseeküste gelang den Füchsen nicht nur der psychologisch so wichtige Sieg und damit das Ende der quälenden Niederlagenserie – zum ersten Mal in dieser Saison spielte die Mannschaft auch zu Null, was im Eishockey nach wie vor ein ganz besonderes Qualitätsmerkmal darstellt. „Das war mit Abstand die beste Defensiv-Leistung, die wir bisher abgeliefert haben, weil jeder einzelne sich an die taktischen Vorgaben gehalten hat“, betont Stürmer Danny Albrecht.
Konzept umgesetzt
Die Art und Weise dieses Auswärtssieges könnte zu einem Schlüsselerlebnis für das Team werden. Denn die 60 Minuten von Bremerhaven wirkten wie ein taktischer Selbstversuch, der ein höchst gelungenes Ende fand. Zum ersten Mal setzten die Spieler wieder konsequent jenes Konzept um, das ihr Trainer für diese Saison ausgetüftelt hat. Rohrbach beschreibt dieses Konzept am liebsten mit „brutale Defensive“. Weil der Kader sehr klein ist, sieht der Coach in der Abwehrarbeit den Schlüssel zum Erfolg. Eigene Tore zu schießen, ist trotzdem natürlich nicht verboten. In den ersten Saison partien ging dieses Konzept auf. Danach schien sich so mancher Spieler jedoch lieber als Individualist im Hurra-Eishockey versuchen zu wollen. „Das ist nicht unser Stil. Wir können nur gemeinsam als Mannschaft erfolgreich sein“, stellt Rohrbach klar.
Der Auswärtserfolg in Bremerhaven dank guter Abwehrarbeit bestätigte diese These eindrucksvoll. Er brachte den Lausitzer Füchsen neben drei Punkten auch die Gewissheit: Die gute Stimmung in der Länderspielpause ist gerettet.
( Frank Noack)
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 03.November 2009