Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Starkes Mitteldrittel entscheidet das Spiel
14.11.2009 | 15:55 Uhr von
Nach der Länderspielpause zeigten sich die Füchse tatendurstig und schickten die weitgereisten Bayern mit einem klaren 5:2 nach Hause.
Es bekommt den Füchsen nicht immer, wenn sie aus ihrem gewohnten Spiele-Rhythmus gerissen werden. Schon allzuoft brauchten die Lausitzer danach mehrere Spiele, um wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden.
Nicht so nach dieser fast zweiwöchigen Länderspielpause. Nachdem die Weißwasseraner am 1. November in Bremerhaven mit 3:0 gewonnen hatten, schickten sie an diesem Freitagabend den SC Riessersee mit der selben Tordifferenz nach Hause. Mit dem Unterschied, dass die Füchse ihrem Rivalen diesmal zwei Gegentore gestatteten.

Ausgeglichener Start

Die Oberbayern aus Garmisch-Partenkirchen waren seit den frühen Morgenstunden unterwegs. Die lange Anreise schien Tatendurst geweckt zu haben – jedenfalls übernahm Riessersee gleich zu Beginn die Regie im Spiel. Ryan MacDonald im Tor der Gastgeber konnte den ersten Angriff der Bayern jedoch abwehren. Danach übernahmen mehr und mehr die Hausherren das Heft des Handelns. Während der ersten zehn Spielminuten wogte das Geschehen hin und her. Mal konnte MacDonald sein Können beweisen, mal Mark McArthur im gegnerischen Kasten.

In der zwölften Spielminute spielten die Füchse in Unterzahl und hofften, diese gut zu überstehen. In dieser Situation gelang ihnen ein sehenswerter Konter, den Marvin Tepper mit dem Führungstreffer für die Gastgeber abschloss.

Die Halle brodelte, die Fans feuerten die Weißwasseraner an. Die wollten auch nachlegen, doch als sich die Abwehr der Hausherren nach einer Auswechslung noch sortierte, schlugen die Gäste zu: Ausgleich in der 14. Minute. Mit einem gerechten 1:1 ging es zum ersten Mal in die Kabinen.

Entfesselte Füchse

Im zweiten Drittel stürmten die Hausherren dann wie entfesselt. In der 27. Minute nutzten die Füchse eine unübersichtliche Situation vor dem Gästetor und netzten zum Entzücken der heimischen Fans zur erneuten Führung ein.

Danach rollte ein Angriff nach dem anderen auf das Tor der Mannschaft aus der Stadt der Olympischen Winterspiele 1936 zu. Allerdings erwiesen sich die Lausitzer vor dem gegnerischen Kasten oft als zu harmlos. Zumal erlaubten sie sich – wie allerdings auch die Gäste – viele Stockfehler und sahen sich wiederholt von Hauptschiedsrichter Sven Fischer aus Hamburg ungerecht behandelt. Sei’s drum – in der 39. Spielminute verhängte der Unparteiische einen Penalty gegen Riessersee. Ervin Masek verwandelte eiskalt.

Jetzt wollten Mannschaft und Fans mehr. Nach dem 4:2 am 4. Oktober gegen Crimmitschau winkte endlich mal wieder ein Heimsieg. Entsprechend druckvoll spielten die Gastgeber weiter und kamen noch vor der zweiten Drittelpause zum 4:1. Allerdings wusssten alle in der Halle, dass die klare Führung kein Ruhekissen sein durfte – nur ein, zwei schnelle Tore der Oberbayern im letzten Drittel, und alles wäre wieder offen gewesen.



Der Torhüter der Gäste kann dem Puck nur noch hinterher schauen – soeben hat Ervin Masek einen Penalty zum umjubelten 3:1 für die Lausitzer Füchse verwandelt. Foto: Peter Aswendt


Viel Jubel im Fuchsbau

Doch es kam anders – ganz im Sinne der meisten unter den 1376 Zuschauern. Keine fünf Minuten nach dem Start in die letzte Spielperiode nutzten die Gastgeber eine Überzahlsituation zum zwischenzeitlichen 5:1. Das zweite Tor der Gäste etwa zwölf Minuten vor Schluss erwies sich am Ende nur noch als Ergebniskosmetik zu Gunsten des SC Riessersee.

Statt einen „Hänger“ nach der Länderspielpause legten die Füchse einen klaren Sieg hin. Die Fans dankten für die Gala mit lautstarken Sprechchören und forderten auch nach der Ehrenrunde die Mannschaft noch einmal aufs Eis. Die Mannen von Trainer Dirk Rohrbach ließen sich denn auch nicht lange bitten.

Von Tilo Berger

Quelle: Sächsische Zeitung vom 14.11.2009
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