Wie Ryan MacDonald mit der großen Verantwortung...
18.11.2009 | 11:54 Uhr von
...im Tor der Lausitzer Füchse umgeht
Auch heute im Sachsenderby wird er wieder unter Dauerbeschuss sein: Wenn die Lausitzer Füchse ab 16.30 Uhr bei den Eislöwen Dresden antreten, hängt viel von der Leistung des Torhüters Ryan MacDonald ab. Aber wie geht der Kanadier eigentlich mit dieser Verantwortung um?
In der Vergangenheit haben sie sich in der Weißwasseraner Mannschaftskabine manchmal gefragt, ob Ryan MacDonald eigentlich noch da ist. Der Torhüter ist kein Mann der lauten Worte.
Eher ein stiller Star, dessen wichtigstes Mittel der Kommunikation die Leistung auf dem Eis ist. Inzwischen, so sagt Trainer Dirk Rohrbach mit einer gewissen Erleichterung, sei der introvertierte Keeper ein Stück lockerer geworden. „Er redet mehr, geht aus sich heraus und macht auch mal einen Scherz in der Kabine.“
Dass sie sich im Fuchsbau fast schon rührend um den Gemütszustand ihres Torhüters kümmern, ist folgerichtig. Denn angesichts der Personalnot (siehe „Zum Thema“) wächst und wächst die Verantwortung auf den Schultern des kleinen Kanadiers. „In unserer Situation ist der Torhüter brutal wichtig. Man kann sagen, Ryan ist unsere Lebensversicherung“, betont Rohrbach.
Diese Lebensversicherung hat großen Anteil daran, dass die Füchse trotz des kleinen Kaders bislang 23 Punkte aus 18 Partien geholt haben und in der Tabelle der 2. Bundesliga auf Platz neun liegen. Zumal sie ohne ersthafte Alternative ist. Weil Ersatzmann Rostislav Kosarek noch die Ruhe und Erfahrung fehlen, gibt es kaum Verschnaufpausen für MacDonald.
"Ich mache einfach nur meinen Job: den Puck festhalten", beschreibt Ryan MacDonald seine Aufgabe im Tor. Foto: Aswendt
Um den erst 25 Jahre alten Keeper zu schonen, stellt ihm Rohrbach schon mal frei, auf die eine oder andere Eiseinheit in der Trainingswoche zu verzichten. MacDonald selbst versucht, mit der Verantwortung so gelassen wie möglich umzugehen. „Ich mache einfach nur meinen Job. Und der sieht so aus, dass ich den Puck festhalten muss. Den Rest müssen die anderen erledigen“, sieht es der Kanadier sehr pragmatisch. Denn Tore schießen kann selbst eine Lebensversicherung nunmal nicht.
Zum Umgang mit der großen Verantwortung gehört für MacDonald auch, in jedem Spiel Spaß am schwierigen Job zu haben. Vor allem dann, wenn es wie heute zum Sachsenderby nach Dresden geht. „Das sind ganz besondere Spiele. Die Fans auf beiden Seiten werden ihr Team lautstark unterstützen. Und auch auf dem Eis wird es heiß zur Sache gehen“, prophezeit der Keeper.
Kurzum: Es ist eines jener Spiele, in denen eine gute Lebensversicherung noch ein bisschen wichtiger ist als sonst.
Auch Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz schaut sich das Derby an – als Gast der Eislöwen. Grund ist seine Freundschaft mit Manager Steffen Ziesche. „Wir kennen uns seit seiner Zeit in Krefeld. 2003 habe ich den Meistertitel der Pinguine bejubelt“, erklärt der „absolute Eishockey-Fan“.
Wollitz spielte damals für den KFC Uerdingen. Durch die Freundschaft zu Ziesche lernte er auch Dresdens Trainer Thomas Popiesch näher kennen. Angesichts der Sympathien für die Löwen sagt der FCE-Coach diplomatisch: „Ich hoffe, dass auch die Füchse ihre Saison ziele erreichen.“ Eig. Ber./noc Eishockey spielen an einem Wochentag am Nachmittag – das Derby startet heute zu ungewöhnlicher Zeit um 16.30 Uhr. Die Partie sollte ursprünglich am 24. Januar stattfinden. An diesem Tag steht die Eishalle in Dresden aber nicht zur Verfügung. Da in Sachsen wegen des Buß- und Bettages heute frei ist, geht es schon am Nachmittag los.
Auf die Füchse wartet damit ein hartes Programm. Bereits am Freitag spielen sie wieder zu Hause gegen Freiburg. „Dafür haben wir im Januar eine Verschnaufpause“, sieht es Coach Dirk Rohrbach mit gemischten Gefühlen.
Auch heute im Sachsenderby wird er wieder unter Dauerbeschuss sein: Wenn die Lausitzer Füchse ab 16.30 Uhr bei den Eislöwen Dresden antreten, hängt viel von der Leistung des Torhüters Ryan MacDonald ab. Aber wie geht der Kanadier eigentlich mit dieser Verantwortung um?
In der Vergangenheit haben sie sich in der Weißwasseraner Mannschaftskabine manchmal gefragt, ob Ryan MacDonald eigentlich noch da ist. Der Torhüter ist kein Mann der lauten Worte.
Eher ein stiller Star, dessen wichtigstes Mittel der Kommunikation die Leistung auf dem Eis ist. Inzwischen, so sagt Trainer Dirk Rohrbach mit einer gewissen Erleichterung, sei der introvertierte Keeper ein Stück lockerer geworden. „Er redet mehr, geht aus sich heraus und macht auch mal einen Scherz in der Kabine.“
Dass sie sich im Fuchsbau fast schon rührend um den Gemütszustand ihres Torhüters kümmern, ist folgerichtig. Denn angesichts der Personalnot (siehe „Zum Thema“) wächst und wächst die Verantwortung auf den Schultern des kleinen Kanadiers. „In unserer Situation ist der Torhüter brutal wichtig. Man kann sagen, Ryan ist unsere Lebensversicherung“, betont Rohrbach.
Diese Lebensversicherung hat großen Anteil daran, dass die Füchse trotz des kleinen Kaders bislang 23 Punkte aus 18 Partien geholt haben und in der Tabelle der 2. Bundesliga auf Platz neun liegen. Zumal sie ohne ersthafte Alternative ist. Weil Ersatzmann Rostislav Kosarek noch die Ruhe und Erfahrung fehlen, gibt es kaum Verschnaufpausen für MacDonald.
Um den erst 25 Jahre alten Keeper zu schonen, stellt ihm Rohrbach schon mal frei, auf die eine oder andere Eiseinheit in der Trainingswoche zu verzichten. MacDonald selbst versucht, mit der Verantwortung so gelassen wie möglich umzugehen. „Ich mache einfach nur meinen Job. Und der sieht so aus, dass ich den Puck festhalten muss. Den Rest müssen die anderen erledigen“, sieht es der Kanadier sehr pragmatisch. Denn Tore schießen kann selbst eine Lebensversicherung nunmal nicht.
Zum Umgang mit der großen Verantwortung gehört für MacDonald auch, in jedem Spiel Spaß am schwierigen Job zu haben. Vor allem dann, wenn es wie heute zum Sachsenderby nach Dresden geht. „Das sind ganz besondere Spiele. Die Fans auf beiden Seiten werden ihr Team lautstark unterstützen. Und auch auf dem Eis wird es heiß zur Sache gehen“, prophezeit der Keeper.
Kurzum: Es ist eines jener Spiele, in denen eine gute Lebensversicherung noch ein bisschen wichtiger ist als sonst.
Auch Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz schaut sich das Derby an – als Gast der Eislöwen. Grund ist seine Freundschaft mit Manager Steffen Ziesche. „Wir kennen uns seit seiner Zeit in Krefeld. 2003 habe ich den Meistertitel der Pinguine bejubelt“, erklärt der „absolute Eishockey-Fan“.
Wollitz spielte damals für den KFC Uerdingen. Durch die Freundschaft zu Ziesche lernte er auch Dresdens Trainer Thomas Popiesch näher kennen. Angesichts der Sympathien für die Löwen sagt der FCE-Coach diplomatisch: „Ich hoffe, dass auch die Füchse ihre Saison ziele erreichen.“ Eig. Ber./noc Eishockey spielen an einem Wochentag am Nachmittag – das Derby startet heute zu ungewöhnlicher Zeit um 16.30 Uhr. Die Partie sollte ursprünglich am 24. Januar stattfinden. An diesem Tag steht die Eishalle in Dresden aber nicht zur Verfügung. Da in Sachsen wegen des Buß- und Bettages heute frei ist, geht es schon am Nachmittag los.
Auf die Füchse wartet damit ein hartes Programm. Bereits am Freitag spielen sie wieder zu Hause gegen Freiburg. „Dafür haben wir im Januar eine Verschnaufpause“, sieht es Coach Dirk Rohrbach mit gemischten Gefühlen.
Von Frank Noack
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 18.November 2009