Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Ein Punkt mit Sahnehäubchen
19.11.2009 | 08:20 Uhr von
Am Ende des dramatischen Derbys gingen beide Teams als Sieger vom Eis. Die favorisierten Eislöwen Dresden gewannen zwar mit 5:4 nach Penaltyschießen, aber die Lausitzer Füchse nahmen trotz kleinen Kaders einen verdienten Auswärtspunkt mit. Angesichts der personellen Unterlegenheit war es ein Punkt mit Sahnehäubchen.
„Ich ziehe den Hut vor meiner Mannschaft. Sie hat ab dem zweiten Drittel toll dagegengehalten und sich diesen Punkt verdient“, jubelte Trainer Dirk Rohrbach. Die mitgereisten Fans sahen es ähnlich und feierten die Mannschaft um Kapitän Sebastian Klenner wie nach einem Sieg.

Dabei schien dieser Mittwoch aus Weißwasseraner Sicht nicht für Sahnehäubchen zu taugen. Rohrbach verbuchte es bereits als Erfolgserlebnis, dass am Mittag zumindest all jene Spieler am Mannschaftsbus zur Abfahrt erschienen, die beim Abschlusstraining ihren Einsatz avisiert hatten. Verletzungen über Nacht hat es schließlich auch schon gegeben. Doch auch so blieb wegen diverser Blessuren reichlich Platz im Mannschaftsbus. Während die Gastgeber dank der vielen Förderlizenz-Spieler von den Eisbären Berlin einen proppenvollen Kader in das Derby schicken konnten, standen auf der Weißwasseraner Seite nur noch 17 Akteure auf dem Spielberichtsbogen. Um überhaupt drei Reihen beisammen zu haben, also die Mindeststärke im Eishockey, half Christian Rösler vom Regionalligisten Jonsdorf aus. Doch auch der Youngster war nach einer Grippe nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Er hatte am Abend vor dem Spiel seine erste Trainingseinheit absolviert.

Angesichts der personellen Unterlegenheit war es ein weiteres Erfolgserlebnis, dass die Füchse nur mit einem 0:1-Rückstand das erste Drittel überstanden. Die 4050 Zuschauer sahen in der Startphase zwar überwiegend Einbahnstraßen-Eishockey. Aber die Eis löwen schafften es mit bemerkenswerter Konstanz, den Puck entweder am Tor vorbei oder aber Füchse-Keeper Ryan MacDonald berühmt zu schießen. Als nach der Hälfte der Partie dann allerdings der zweite Treffer für Dresden fiel, glaubten viele Zuschauer an eine Vorentscheidung. Doch die Füchse kamen im zweiten Drittel zurück. Jakub Wiecki (32.) verkürzte zunächst auf 1:2, später trafen dann Carsten Gosdeck (35.) und Danny Albrecht (38.) zum 3:3-Ausgleich.

Plötzlich schien trotz der Personalknappheit mehr drin zu sein als nur ein kleines Erfolgserlebnis. Spätestens jetzt war es aus Füchse-Sicht ein Spiel, in dem du normalerweise keine Chance hast – das aber trotzdem eine unglaubliche Eigendynamik bekommt. „Wir haben den Faden verloren“, bilanzierte Dresdens Trainer Thomas Popiesch. Statt kräftemäßig einzubrechen, gingen die Füchse durch Chris Straube (54.) sogar in Führung und lieferten dem Favoriten einen offenen Schlagabtausch. Dresden rettete sich mit dem 4:4 in die Verlängerung. Den einen Punkt mit Sahnehäubchen durften die Füchse trotzdem mit auf die Heimreise nehmen. Platz dafür war im Bus schließlich genug.
(Aus Dresden berichtet Frank Noack)

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 19.November 2009
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