Aber die Dresdner siegen im zweiten Sachsen-Duell gegen die Füchse mit 5:4 erst nach Penaltyschießen.
Endlich: Die Dresdner Eishockey-Fans bekamen gestern Abend einen ihrer sehnlichsten Wünsche erfüllt: Nach dem 5:4 (1:0, 2:3, 1:1/0:0)-Sieg nach Penaltyschießen über die Lausitzer Füchse stehen die Eislöwen in der Zweitbundesliga-Tabelle wieder vor dem alten Rivalen aus Weißwasser. „Auch wenn wir glücklich gewannen – solche Siege gehen runter wie Öl“, jubelte Eislöwen-Stürmer Daniel Weiß und offenbarte zusätzliche Motivationen: „Weißwasser ist für mich eine Art Hass-Gegner.“ Der 19-Jährige hatte vor 4050 Zuschauern mit seinem Penalty die Entscheidung erzwungen, nachdem Füchse-Routinier Carsten Gosdeck mit seinem zweiten Penalty gescheitert war. Mit dem knappen Sieg haben die Dresdner auch das zweite der prestigeträchtigen Sachsen-Derbys der Saison für sich entschieden. Die erste Begegnung Mitte Oktober endete 5:3.
Mit dem Ausgang des spannenden Puck-Krimis konnten sowohl beide Fan-Lager als auch beide Trainer leben. Die Dresdner Fans bejubelten die zwei Punkte wie einen echten Sieg, die Lausitzer Anhänger fühlten sich mit dem einen Punkt wie die Sieger der Herzen. Weil eben „Rohres Reste-Rampe“, wie Füchse-Sprecher Andreas Friebel die stark ersatzgeschwächte Mannschaft von Trainer Dirk Rohrbach bezeichnete, mit leidenschaftlichem Spiel zu einem hochklassigen Sachsen-Derby beitrug. „Hut ab vor dieser famosen Energie-Leistung meiner Mannschaft“, sagte Rohrbach. „Ich konnte nur noch 15 Feldspieler, darunter noch drei angeschlagene, einsetzen.“ So blieben Stützen wie Sven Valenti, der an Schulterproblemen laboriert, Ervin Masek, der mit einer schweren Grippe im Bett liegt, und Thomas Götz (Fußbruch) in Weißwasser.
„Beide Mannschaften haben den Zuschauern ein ungemein spannendes und rassiges Derby geboten“, sagte Thomas Popiesch. Dass seine Cracks nach den scheinbar sicheren Führungen (2:0, 3;1) doch noch in Bedrängnis kamen, überraschte den Eislöwen-Trainer nicht. „Wir sind noch nicht in der Lage, einen Gegner über 60 Minuten zu dominieren“, sagte der‹ 44-Jährige.
Denn schon nach einer halben Stunde hatte es nach einem ungefährdeten Eislöwen-Erfolg ausgesehen. Der Ex-Lausitzer Patrick Strauch hatte nach 35 Minuten zum zwischenzeitlichen 3:1 getroffen. Doch mit dem Zwei-Tore-Vorsprung wiegten sich die Dresdner in trügerischer Sicherheit. Herausragend, wie die Füchse danach alle kämpferischen Tugenden mobilisierten und mit schnellem Konterspiel den Rückstand noch bis zur Drittelpause aufholten.
Auch die berühmte zweite Luft der Dresdner im letzten Drittel schien die Gäste nicht zu beeindrucken. „Da haben wir gut gestanden und die Scheibe schnell aus der Gefahrenzone bekommen“, lobte Rohrbach. Glück hatten die Füchse allerdings, als Eislöwe Patrick Jarrett mit Penalty (59.) scheiterte.
Zum Sieg der Dresdner gratulierte auch Claus-Dieter Wollitz, Trainer von Fußball-Zweitligist Energie Cottbus, seinem alten Kumpel Steffen Ziesche. Der Energie-Trainer lag mit seinem Tipp auf einen unentschiedenen Ausgang nach der regulären Spielzeit richtig und irrte sich nur beim Ergebnis: „2:2 und danach gewinnt der Glücklichere im Penaltyschießen.“ Wollitz und Eislöwen-Manager Ziesche sind seit über zehn Jahren befreundet. „Wir kennen uns aus der gemeinsamen Krefelder Zeit. Ich spielte damals beim früheren Zweitligisten KFC Uerdingen, Steffen wurde mit Kreffeld Meister“, erzählte Wollitz.
Den guten Eindruck ihrer Mannschaft trübten lediglich einige wenige Unbelehrbare aus dem Lausitzer Fan-Block. Sie entzündeten nach 53 Minuten ein bengalisches Feuer auf den Rängen, so dass Schiedsrichter Heiko Dahle (Berlin) die Partie für einige Minuten unterbrechen musste. (Von Berthold Neumann)
„Weißwasser ist für mich eine Art Hass-Gegner.“ Weiß der Stift überhaupt was der da erzählt, oder musste der das sagen?
2 | Senator | 19.11.2009 @ 08:35
"Alter Rivale"? Hä! Habe ich was verpasst!
3 | Wolverine | 19.11.2009 @ 08:39
Das nen sich nen Eishockeyprofi solch aussagen in der Presse macht.. Ist starker Toback!
4 | Dustin | 19.11.2009 @ 08:40
Soweit ich das weiß, liegen doch die Füchse immernoch vor den Eislöwen, oder?
5 | alexis | 19.11.2009 @ 08:49
"jubelte Eislöwen-Stürmer Daniel Weiß" Ich hau mich wech... obwohl er nach dieser Aussage bewiesen hat, dass er (noch) nicht erwachsen ist und definitiv nach Dresden gehört *kopfschüttel*
6 | Arni | 19.11.2009 @ 08:51
Was hat der Weiß denn mit WSW am Hut, das wir sein Hassgegner sind? Der hat doch nich mehr alle Frösche auf dem Teich!
7 | Senator | 19.11.2009 @ 09:12
@4: je nach Betrachtung. Wäre die Saison nun zu Ende, stünden die vor uns (direkter Vergleich zählt, da liegen wir noch hinten). Ist aber auch völlig Rille, von mir aus können die jedes Spiel gewinnen, Pleite gehen oder aufgrund langer Tradition in die CHL gehoben werden.
8 | manfred | 19.11.2009 @ 09:18
@4 stimmt! punktgleich, aber mit einem beseren torverhältnis. zu dem geistigen dünnschiss von Weiß fällt mir ein alter spruch meiner oma ein. die sagte immer, "leere töpfe klappern laut".
9 | elFranzo | 19.11.2009 @ 09:37
Was ist an der Aussage falsch? Weiss spielte im Nachwuchs für Berlin (auch wenn er da nicht geboren wurde) und die spielen bekanntlich auch mal gegen WSW. Schon da herrscht eine gewisse Rivalität und Siege gegen die anderen sind etwas besonderes. Ausserdem sagt er nicht, dass wir sein "Hass-Gegner" schlechthin sind, sondern nur eine "Art". Würd die Aussage nicht auf die Goldwaage legen. Für Weiss ist DD nur eine Durchgangsstation, denn der hat sicher höhere Ansprüche
10 | Giana Sisters | 19.11.2009 @ 10:08
Ichh würde mir wünschen, daß ein Spieler des Hass-Gegners den Herrn Weiss beim nächsten Derby liebevoll in der Ecke zusammenfährt, damit er mal bisschen klar im Kopf wird. Aussagen wie diese sorgen für richtig gut Stimmung. Würde jetzt gern mal hören, was der Kämpfer für den Eishockeyweltfrieden Eddy08 zu dieser Weiss-Aussage zu sagen hat.
11 | patriot | 19.11.2009 @ 10:59
Der ganze Artikel ist sauber recharchiert und in allerbester "Bild-Qualität". Soetwas nennt sich Zeitung? Sorry, aber so eine gequirlte S******, mir bluten die Augen. Riesengroßen Respekt an den Schreiber.
12 | Taubentreter | 19.11.2009 @ 12:07
Who the F*ck is "Daniel Weiß"....???? Noch nie gehört den Namen...
Wenn der öfter solche Kommentare abgibt, wird er wohl schnell in der Bedeutungslosigkeit verschwunden sein, weil er für nen guten Verein (höherklassig) nicht tragbar sein wird.
Penalty hat auch immer was mit ordentlich Glück zu tun. Diesmal hatten wir halt Pech! Shit happens...TT!
13 | lutschers | 19.11.2009 @ 12:45
Daniel Weiß spielt hauptsächlich für die Eisbären Berlin, er hat gestern das 2. Spiel für uns gemacht. Daher ist seine Aussage im Hinblick auf die Rivalität zwischen den Eisbären und Füchsen nachvollziehbar. Und bekannt sollte er auch sein, sein Bruder ist aktueller Nationalspieler.
14 | Senator | 19.11.2009 @ 12:54
Sollten wir jemals so eine Truppe im Bau haben: 5-6 Kontis, paar Bayern + 2 Reihen Fölis, dann sieht mich keiner mehr im Stadion.
15 | alridge1 | 19.11.2009 @ 13:48
Weil sein Bruder Nationalspieler ist, sollte man ihn kennen? Ist ja auch egal. Unsere Jungs haben einen unerwarteten Punkt mit einer Klasse Leistung geholt und genau das zählt!!!
16 | Eddy08 | 19.11.2009 @ 15:14
@10 ich find es nicht besonders glücklich was er da geäußert hat, sollte man sicher lassen, oder sich halt nur denken, aber warum regt ihr euch denn darüber auf, im Forum hier wie da werden doch solche Kommentare geradewegs provoziert. Und warum sagt eigentlich niemand was zu denen, die sich denken ein paar Feuerwerke in der Halle können nicht schaden.Es ist ein hart erkämpfter Punkt, und ich hoffe die Kraft ist morgen wieder da zum Sieg gegen die Wölfe.
17 | Giana Sisters | 19.11.2009 @ 15:28
Zu den dummen Zündlern steht doch einiges im Forum geschrieben.
18 | Stefan-ESW | 19.11.2009 @ 18:08
Wenn selbst ein Spieler,solche Äußerungen von sich gibt,dann brauch man sich über die Feindschaft der Fans nicht aufregen......
@13, was ist daran nachvollziehbar??? Der mit seinen 19Jahren hat doch garkein Bezug mehr zu den Spielen gegen Weißwasser...selbst Anfang/Mitte der 90er wo man in einer Liga gespielt hat..hat er es noch garnicht mitbekommen.Sone Aussage in der Öffentlichkeit ist eines "Profis" unwürdig.
19 | Opi | 19.11.2009 @ 19:08
Egal, ob er es als eine Art Hassgegner bezeichnet oder nicht, solch eine Aussage sollte man sich als Profisportler verkneifen. Ich kann nur den Kopf schütteln. Aber es gibt ja noch ein "Rückspiel" im Fuchsbau, da wird es die passende Antwort geben.
20 | SCHWEDE | 19.11.2009 @ 20:03
Hab ich auch heut in der "MoPo" gelesen. Aber keine Angst, der wird nie in einem Atemzug mit Gretzky, Belliveau oder Wickenheiser genannt werden. "WEIß ich genau"! Also schnell den "NoName Artisten" vergessen.
Sollte nicht schwer sein!
21 | SCHWEDE | 19.11.2009 @ 20:15
Tja, so legt sich jeder die Antipathien zurecht.
Würde selbiger Spieler bei "Traktor Hanoi" spielen, würde er mit Sicherheit "Barfuss Jerusalem" nicht leiden können.
Nur um mal den Stellenwert der Aussage dieses Herren
zu bewerten.
22 | Foxy1 | 19.11.2009 @ 22:53
Dein Wort in Gottes Ohr- Opi - aber Leute wer regt sich denn da über Aussagen, von Kindern, auf die die eigentlich noch Abdrücke von den Windeln am A.... haben . Last doch den Kleinen sonst hat er doch Niemanden
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Endlich: Die Dresdner Eishockey-Fans bekamen gestern Abend einen ihrer sehnlichsten Wünsche erfüllt: Nach dem 5:4 (1:0, 2:3, 1:1/0:0)-Sieg nach Penaltyschießen über die Lausitzer Füchse stehen die Eislöwen in der Zweitbundesliga-Tabelle wieder vor dem alten Rivalen aus Weißwasser. „Auch wenn wir glücklich gewannen – solche Siege gehen runter wie Öl“, jubelte Eislöwen-Stürmer Daniel Weiß und offenbarte zusätzliche Motivationen: „Weißwasser ist für mich eine Art Hass-Gegner.“ Der 19-Jährige hatte vor 4050 Zuschauern mit seinem Penalty die Entscheidung erzwungen, nachdem Füchse-Routinier Carsten Gosdeck mit seinem zweiten Penalty gescheitert war. Mit dem knappen Sieg haben die Dresdner auch das zweite der prestigeträchtigen Sachsen-Derbys der Saison für sich entschieden. Die erste Begegnung Mitte Oktober endete 5:3.
Mit dem Ausgang des spannenden Puck-Krimis konnten sowohl beide Fan-Lager als auch beide Trainer leben. Die Dresdner Fans bejubelten die zwei Punkte wie einen echten Sieg, die Lausitzer Anhänger fühlten sich mit dem einen Punkt wie die Sieger der Herzen. Weil eben „Rohres Reste-Rampe“, wie Füchse-Sprecher Andreas Friebel die stark ersatzgeschwächte Mannschaft von Trainer Dirk Rohrbach bezeichnete, mit leidenschaftlichem Spiel zu einem hochklassigen Sachsen-Derby beitrug. „Hut ab vor dieser famosen Energie-Leistung meiner Mannschaft“, sagte Rohrbach. „Ich konnte nur noch 15 Feldspieler, darunter noch drei angeschlagene, einsetzen.“ So blieben Stützen wie Sven Valenti, der an Schulterproblemen laboriert, Ervin Masek, der mit einer schweren Grippe im Bett liegt, und Thomas Götz (Fußbruch) in Weißwasser.
„Beide Mannschaften haben den Zuschauern ein ungemein spannendes und rassiges Derby geboten“, sagte Thomas Popiesch. Dass seine Cracks nach den scheinbar sicheren Führungen (2:0, 3;1) doch noch in Bedrängnis kamen, überraschte den Eislöwen-Trainer nicht. „Wir sind noch nicht in der Lage, einen Gegner über 60 Minuten zu dominieren“, sagte der‹ 44-Jährige.
Denn schon nach einer halben Stunde hatte es nach einem ungefährdeten Eislöwen-Erfolg ausgesehen. Der Ex-Lausitzer Patrick Strauch hatte nach 35 Minuten zum zwischenzeitlichen 3:1 getroffen. Doch mit dem Zwei-Tore-Vorsprung wiegten sich die Dresdner in trügerischer Sicherheit. Herausragend, wie die Füchse danach alle kämpferischen Tugenden mobilisierten und mit schnellem Konterspiel den Rückstand noch bis zur Drittelpause aufholten.
Auch die berühmte zweite Luft der Dresdner im letzten Drittel schien die Gäste nicht zu beeindrucken. „Da haben wir gut gestanden und die Scheibe schnell aus der Gefahrenzone bekommen“, lobte Rohrbach. Glück hatten die Füchse allerdings, als Eislöwe Patrick Jarrett mit Penalty (59.) scheiterte.
Zum Sieg der Dresdner gratulierte auch Claus-Dieter Wollitz, Trainer von Fußball-Zweitligist Energie Cottbus, seinem alten Kumpel Steffen Ziesche. Der Energie-Trainer lag mit seinem Tipp auf einen unentschiedenen Ausgang nach der regulären Spielzeit richtig und irrte sich nur beim Ergebnis: „2:2 und danach gewinnt der Glücklichere im Penaltyschießen.“ Wollitz und Eislöwen-Manager Ziesche sind seit über zehn Jahren befreundet. „Wir kennen uns aus der gemeinsamen Krefelder Zeit. Ich spielte damals beim früheren Zweitligisten KFC Uerdingen, Steffen wurde mit Kreffeld Meister“, erzählte Wollitz.
Den guten Eindruck ihrer Mannschaft trübten lediglich einige wenige Unbelehrbare aus dem Lausitzer Fan-Block. Sie entzündeten nach 53 Minuten ein bengalisches Feuer auf den Rängen, so dass Schiedsrichter Heiko Dahle (Berlin) die Partie für einige Minuten unterbrechen musste.
(Von Berthold Neumann)
Quelle: Sächsische Zeitung vom 19.11.2009