Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Füchse verlieren 5:1 und zwei Spieler
05.12.2009 | 09:36 Uhr von
Torwart Boutin erlebt ein durchwachsenes Debüt. Gosdeck und Bartlick sind für das Derby gegen Dresden gesperrt.
In Schwenningen stand ein junger Kanadier unter besonderer Beobachtung. Der 24-jährige Jonathan Boutin, als Ersatz für den verletzten Torwart Ryan MacDonald blitzverpflichtet, hatte erst am Donnerstag zum ersten Mal sächsisches Eis betreten. Nach einer Einheit mit den neuen Kollegen und viel zu wenig Schlaf wurde er gestern beim Tabellenführer Schwenningen gleich richtig geprüft – auf sein Können als Keeper und auf sein Durchhaltevermögen nach den Strapazen der letzten Tage.

Abwarten im ersten Drittel

Sein Vorderleute versuchten, es ihm so einfach wie möglich zu machen, die Füchse agierten abwartend und versuchten, Strafen zu vermeiden. Immerhin trafen sie auf die derzeit beste Überzahlmannschaft der Liga. Erst nach neun Minuten flog die Scheibe das erste Mal gefährlich auf das Gästetor, aber kein Problem für Boutin. Auch zwei Minuten später packte er sicher zu, als Zeller die bis dahin beste Chance für die Wild Wings hatte. Das gab zusätzliche Sicherheit, der Neuzugang machte zu Beginn ein unaufgeregte Partie in einem ebensolchen Spiel.

Das änderte sich im zweiten Drittel. Beide Mannschaften riskierten mehr, Tepper und Straube hatten erste gute Gelegenheiten für die Lausitzer, die mit der geforderten Disziplin zu Werke gingen und erst nach 26 Minuten durch Straube ihre dritte Strafzeit kassierten. Diese Chance ließen sich die Tabellenführer nicht entgehen, gegen Hackers abgefälschten Schuss war Boutin machtlos. Drei Minuten später tauchte Zeller vor ihm auf und traf aus spitzem Winkel zum 2:0. Die Wild Wings hatten das Tempo verschärft, das Spiel im Griff und führten verdient. Zwar lag die Scheibe zwischenzeitlich auch im Schwenninger Kasten, aber der souveräne Schiedsrichter Marcus Brill (Zweibrücken) entschied auf Schlittschuhtor. Die Füchse reklamierten kaum und hatten ihrerseits Glück bei einer guten Gelegenheit für die Württemberger, als Just nach einem Alleingang verzog (35.).

Kurz vor der Pause machte Thomas Götz das Spiel noch einmal spannend. Auf Vorlage von Masek spielte er Silverthorn aus und traf mit der Rückhand ins leere Tor.

Das Schlussdrittel begann eigentlich viel versprechend mit einer Bankstrafe gegen die Wild Wings, die sich zu vehement über das gemächliche Tempo beschwert hatten, mit dem die Füchse auf das Eis zurückkamen. Dann aber kam die schwarze Sekunde für Jonathan Boutin, der hinter dem eigenen Tor den Puck an Zeller verlor – 3:1. Wieder hatte dieser Florian Zeller getroffen, der den Füchse-Goalie schon beim 2:0 nicht gut hatte aussehen lassen.

Im Angriff ohne Überraschung

Die Füchse mussten jetzt viel riskieren, hatten aber im Angriff weiterhin zu wenig Ideen. Einen der Schwenninger Gegenangriffe schloss Hofbauer zum 4:1 ab, damit war das Spiel gelaufen – dachte wohl auch Gosdeck, der sich mit einem Angriff an der Bande auf den Kopf von Kathan eine Spieldauerstrafe einhandelte und damit auch für das Derby morgen gegen die Dresdner Eislöwen gesperrt ist. Und auch Bartlick wurde nach einem üblen Foul früher duschen geschickt und wird den Füchsen morgen fehlen. Das Überzahlspiel nach Gosdecks Foul nutzte Lehoux für Schwenningen zum 5:1-Endstand nach einem ernüchternden Schlussdrittel, in dem auch Goalie Boutin nicht an die an ihn gestellten Erwartungen heranreichte. Das Spiel gegen Dresden wird für ihn und die Füchse ohne zwei Stammspieler zur Bewährungsprobe.
(Von Marcel Pochanke)

Quelle: Sächsische Zeitung vom 05.Dezember.2009
998 mal gelesen
 
1 | luckyluke | 05.12.2009 @ 11:20
Da scheint ein herr pochanke mehr gesehen zu haben wie die leute aus dem forum.
2 | SEFI | 05.12.2009 @ 13:03
Jo. Brill und souverän passt schonmal überhaupt nicht und das 5:1 war kein ÜZ-Tor.
3 | Polly | 05.12.2009 @ 13:32
genau und der ede mit seinem üblen foul...
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