Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Füchse demütigen Dresden
07.12.2009 | 08:52 Uhr von
Kleiner Kader, große Leistung: Mit nur 14 Feldspielern haben die Lausitzer Füchse den sächsischen Rivalen Eislöwen Dresden am Sonntagabend regelrecht gedemütigt und einen historischen 5:0-Erfolg in der 2. Bundesliga gefeiert.
Die Feierlichkeiten im Fuchsbau schienen auch lange nach Spielschluss gar keine Ende zu nehmen. Kapitän Sebastian Klenner beorderte sein Team auf dem Eis von einer Hallenecke zur anderen, um gemeinsam mit den Fans diesen Triumph zu feiern. Auch Siege gegen Dresden bringen zwar nur drei Punkte, werden traditionell aber ganz besonders ausgelassen gefeiert. Noch dazu, wenn es der höchste Erfolg überhaupt ist, den Weißwasser gegen den Erzrivalen aus der Landeshauptstadt bisher in der 2. Liga errungen hat. „Das war eine Lehrstunde für mannschaftliche Geschlossenheit“, jubelte Klenner. Ein Lob, dem sich Füchse-Trainer Dirk Rohrbach vorbehaltlos anschloss. „Ein Riesenkompliment an meine Mannschaft. Wir haben über die gesamten 60 Minuten unser Konzept durchgezogen“, sagte Rohrbach.

Sein Dresdner Kollege Thomas Popiesch musste diese Niederlage beim Blick auf den Spielberichtsbogen auch als eine persönliche Demütigung empfinden. Denn Popiesch, der in den vergangenen beiden Jahren im Fuchsbau hinter der Bande gestanden hatte, konnte dank der Förderlizenz-Spieler von den Eisbären Berlin auf vier komplette Sturmreihen zurückgreifen. Rohrbach dagegen musste wieder mal improvisieren. Wegen der Sperren von Topscorer Carsten Gosdeck und Robert Bartlick nach ihren Spieldauer-Disziplinarstrafen beim 1:5 am Freitag in Schwenningen war der Füchse-Kader auf 14 Feldspieler geschrumpft, zumal auch Bastian Steingroß (Knöchelverletzung) nicht auflaufen konnte.



Ervin Masek dreht jubelnd ab. Dresdens Torwart Kellen Briggs liegt am Boden - ein Bild mit Symbolcharakter. Foto: Aswendt


Trotz dieser personellen Unterlegenheit bestimmten die Gastgeber vor 2120 Zuschauern von der ersten Minute an das Geschehen. Zwei frühe Tore durch Robin Sochan (6. Minute) und Ervin Masek (8.) gaben zusätzliche Sicherheit. Die zaghafte Aufholjagd der Gäste im zweiten Drittel wurde durch die Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Kapitän Stefan Mann gestoppt. In der fünfminütigen Überzahl traf Danny Albrecht zum 3:0 (27.) und erhöhte später auf 4:0 (35.). Ervin Masek sorgte für den Schlusspunkt zum 5:0 (47.). „Weißwasser hat sich in einen Rausch gespielt. Wir haben kein Mittel gefunden, um ins Spiel zu kommen“, bilanzierte Popiesch.

Danny Albrecht, Sie haben mit zwei Toren Ihren Teil zum 5:0-Sieg der Füchse beigetragen. Sind Sie überrascht über die Höhe des Erfolges?
Nein, weil wir konzen triert waren und in der Abwehr sehr gut gestanden haben. Wir haben heute viel Mut und Stolz gezeigt. Nur so war es möglich, die personelle Überlegenheit der Eislöwen wettzumachen.

Ist eine solche Leistung mit lediglich 14 Feldspielern nur in einem Derby möglich?
Vielleicht. In jedem Fall setzt solch ein Spiel natürlich besondere Emotionen frei, das ist klar. Aber diese Leistung sollte Ansporn für uns sein, immer so konzentriert und kompakt aufzutreten. Dann werden wir noch viele Punkte holen.

Wie wichtig war der gute Einstand des neuen Torhüters Jonathan Boutin?
Sehr wichtig, er war ein toller Rückhalt. Genau wie vorher Ryan MacDonald. Und auch unsere Ersatzmänner Martin Niemz und Rostislav Kosarek haben einen guten Job gemacht. Ach ja, können wir das Interview jetzt bitte beenden?

Warum?
Ganz ehrlich: Ich bin echt kaputt und weiß schon gar nicht mehr, was ich sagen soll.



Zweifacher Jubel: Danny Albrecht traf zum 3:0 und 4:0 für die Füchse. Foto: Aswendt


(Von Frank Noack)

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 07.Dezember 2009
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