Mit Jonathan Boutin kehrt die Zuversicht bei den Lausitzer Füchsen zurück.
So locker wie gestern genossen die Eishockey-Profis der Lausitzer Füchse seit Langem keinen freien Tag. Nicht nur wegen der freundlichen Leute, die den Cracks in Weißwasser nach dem bemerkenswerten 5:0-Erfolg über die Dresdner Eislöwen auf die Schulter klopften. In den Fuchsbau kehrte nach dem Sachsen-Derby der zweiten Bundesliga wieder Zuversicht zurück. Dafür steht Jonathan Boutin. Der als Ersatz für den verletzten Stammtorhüter Ryan Mac Donald kurzfristig geholte Kanadier spielte sich sofort in die Herzen der Fans und wurde zum besten Spieler des Derbys gewählt. Reflexreich, eminent fleißig, unbezwingbar – mit seinem glanzvollen Heim-Debüt hoffen die Lausitzer, wieder den notwendigen Rückhalt im Gehäuse zu haben. „Bedingt durch unseren kleinen Kader, muss unser Goalie mehr als vielleicht anderswo Fehler und Unkonzentriertheiten ausbügeln“, erklärte Füchse-Trainer Dirk Rohrbach.
Boutin, der aus der französischsprachigen Provinz Quebec Kanadas stammt, beflügelte die bedingungslose Unterstützung der Lausitzer Fans. „Das ist zwar im Vergleich zu kanadischen Verhältnissen eine kleine Halle“, sagte der 24-Jährige mit Blick auf die über 2000 Anhänger im Fuchsbau, „aber die Stimmung und die Atmosphäre war toller als in einer Halle mit 15000 Zuschauern in Quebec.“
Neuer Füchse-Rückhalt: der Kanadier Jonathan Boutin. Foto: Th. Eisenhuth
Der Schlussmann hatte mit mehr Beschäftigung gerechnet. „Bisher fällt mir am deutschen Eishockey auf, dass weitaus mehr Pässe vor dem eigentlichen Torschuss gespielt werden. In den nordamerikanischen Ligen fliegt dir dagegen der Puck nur so um die Ohren“, sagte Boutin, der fast 100 Spiele in der AHL, der zweiten amerikanischen Eishockey-Liga nach der NHL, absolviert hat. Vor dem Derby praktizierte Boutin eine höchst ungewöhnliche Spielvorbereitung. „Ich habe elf Stunden am Stück durchgeschlafen und fühlte mich sofort fit“, sagte er und erklärte die Bettruhe mit dem „Jetlag nach 20-stündigem Flug von Montreal nach Dresden.“ Mit einem solch ausgeschlafenen Torwart werden sie im Fuchsbau in Weißwasser noch viel Freude haben. (SZ/bn)
„Bisher fällt mir am deutschen Eishockey auf, dass weitaus mehr Pässe vor dem eigentlichen Torschuss gespielt werden. In den nordamerikanischen Ligen fliegt dir dagegen der Puck nur so um die Ohren“
Jonathan, dass war nicht der Maßstab. Wir haben gegen das berüchtigte Kringeldreher-Eishockey von Popiesch gespielt ;-)
2 | Lisafuchs | 09.12.2009 @ 14:52
gegen Schwenningen sollte er doch eig. genug Pucks auf's Tor bekommen haben!
3 | Maik+Eve | 09.12.2009 @ 17:32
Wenn er so hält darf er gern vor jedem Spiel soviel schlafen :-)
4 | zimmermad | 09.12.2009 @ 20:31
ich stelle fest das viele spieler aus nordamerika über die stimmung im fuchsbau begeistert sind. hab das die letzten jahre öfter gelesen... find ich gut!
5 | thingslikehockey | 09.12.2009 @ 21:06
Richtig Stimmung ist eh nur in Europa, speziell in Deutschland, der Schweiz und einigen wenigen anderen Ländern. Selbst in Tschechien oder im Norden ist auch nur vereinzelnt etwas Stimmung. In Russland oder Nordamerika (leider auch hier bei mir in HH) sitzen die Leute in Lounges und trinken Duckstein aus Tonkrügen und lassen sich halt entertainen..
6 | Rocco Roletti | 09.12.2009 @ 23:10
Naja selbst bei nem Spiel von Rot-Weoß Bad Muskau is mehr Stimmung als bei so manchem NHL Spiel.
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So locker wie gestern genossen die Eishockey-Profis der Lausitzer Füchse seit Langem keinen freien Tag. Nicht nur wegen der freundlichen Leute, die den Cracks in Weißwasser nach dem bemerkenswerten 5:0-Erfolg über die Dresdner Eislöwen auf die Schulter klopften. In den Fuchsbau kehrte nach dem Sachsen-Derby der zweiten Bundesliga wieder Zuversicht zurück.
Dafür steht Jonathan Boutin. Der als Ersatz für den verletzten Stammtorhüter Ryan Mac Donald kurzfristig geholte Kanadier spielte sich sofort in die Herzen der Fans und wurde zum besten Spieler des Derbys gewählt. Reflexreich, eminent fleißig, unbezwingbar – mit seinem glanzvollen Heim-Debüt hoffen die Lausitzer, wieder den notwendigen Rückhalt im Gehäuse zu haben. „Bedingt durch unseren kleinen Kader, muss unser Goalie mehr als vielleicht anderswo Fehler und Unkonzentriertheiten ausbügeln“, erklärte Füchse-Trainer Dirk Rohrbach.
Boutin, der aus der französischsprachigen Provinz Quebec Kanadas stammt, beflügelte die bedingungslose Unterstützung der Lausitzer Fans. „Das ist zwar im Vergleich zu kanadischen Verhältnissen eine kleine Halle“, sagte der 24-Jährige mit Blick auf die über 2000 Anhänger im Fuchsbau, „aber die Stimmung und die Atmosphäre war toller als in einer Halle mit 15000 Zuschauern in Quebec.“
Der Schlussmann hatte mit mehr Beschäftigung gerechnet. „Bisher fällt mir am deutschen Eishockey auf, dass weitaus mehr Pässe vor dem eigentlichen Torschuss gespielt werden. In den nordamerikanischen Ligen fliegt dir dagegen der Puck nur so um die Ohren“, sagte Boutin, der fast 100 Spiele in der AHL, der zweiten amerikanischen Eishockey-Liga nach der NHL, absolviert hat. Vor dem Derby praktizierte Boutin eine höchst ungewöhnliche Spielvorbereitung. „Ich habe elf Stunden am Stück durchgeschlafen und fühlte mich sofort fit“, sagte er und erklärte die Bettruhe mit dem „Jetlag nach 20-stündigem Flug von Montreal nach Dresden.“ Mit einem solch ausgeschlafenen Torwart werden sie im Fuchsbau in Weißwasser noch viel Freude haben.
(SZ/bn)
Quelle: Sächsische Zeitung vom 8.Dezember 2009