Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Tower Stars müssen auf Helms und Busch verzichten
10.12.2009 | 22:25 Uhr von
(Ravensburg/sz) – Verletzungssorgen bei den EVR Tower Stars: Kyle Helms wird den ern am Wochenende gegen die Lausitzer Füchse und die Landshut Cannibals wegen einer Schulterblessur fehlen. Zudem fehlt Markus Busch krankheitsbedingt, ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Andreas Kruck. Stefan Vogt kehrt dagegen ins Team zurück.
Die Tower Stars müssen vor den beiden Spielen in der Lausitz heute Abend und gegen Landshut am Sonntag zu Hause einige Hiobsbotschaften verkraften. Mit Kyle Helms fällt der bisher erfolgreichste Stürmer der Ravensburger aus. Der Kanadier erzielte bisher elf Treffer selbst und bereitete 18 weitere vor. „Er hat eine leichte Blessur an der Schulter aus dem Spiel gegen Hannover“, sagte Tower-Stars-Trainer Peter Draisaitl im Gespräch mit der SZ: Alex Jäger, sportlicher Leiter der Tower Stars, konnte gestern noch keine Prognose abgeben, wann Helms dem Team wieder zur Verfügung stehen wird. „Dieses Wochenende fällt er definitiv aus, für das kommende ist es noch unsicher.“

Markus Busch fällt ebenfalls aus. Der Verteidiger hat nach einem grippalen Infekt wohl zu früh mit dem Training begonnen, für ihn rückt Florian Ullmann ins Team. Unklar ist, ob Andreas Kruck heute Abend in Weißwasser mitspielen kann. Der Stürmer hat eine muskuläre Verletzung an der Schulter, über sein Mitwirken wird kurzfristig entschieden. „Es sieht aber danach aus, dass er spielen kann“, wagte Draisaitl ein wenig Optimismus. Bei Chris Blight haben sich indessen alle Hoffnungen zerschlagen, dass er vor Weihnachten wieder zum Einsatz kommen kann. „Die Handverletzung ist hartnäckiger und langwieriger als wir dachten“, sagte Jäger.

Eishockeyspieler sind aber zäh und geben auch bei schwersten Verletzungen nicht die Hoffnung auf, bald wieder aufs Eis zurückzukehren. Das machte gestern Abend beim Tower-Stars-Fanstammtisch ein anderer Langzeitverletzter deutlich: „Im Moment bin ja selbst mehr Fan als Spieler“, sagte Jeremy Adduono den rund 60 Anhängern in der Mercedes-Benz-Niederlassung, „aber ich will bald wieder mit dem Training anfangen und dann seht ihr mich hoffentlich auf dem Eis wieder.“ Der Kanadier erntete dafür den kräftigsten Applaus in einer insgesamt zahmen Fragerunde. Teilweise waren es weniger die Spieler, die sich Kritik anhören mussten, sondern die Fans: Kapitän Lukas Slavetinsky, Keeper Christian Rohde und Raphael Kapzan nahmen die Ränge in die Pflicht, „etwas mehr Gas zu geben“ und sich so manche Unmutsäußerung zu ersparen.

Nur kurz Thema war Stefan Vogt und sein Faustschlag gegen Schwenningen: „Das ist genügend ausgeschlachtet worden“, sagte Draisaitl in der Runde. Die Sechs-Spiele-Sperre des 22-Jährigen ist mittlerweile abgesessen und der Ravensburger kann sich am Wochenende Hoffnungen auf einen Einsatz an vorderster Front machen: „Vielleicht werfe ich ihn gleich in die erste Reihe“, sagte Draisaitl am Vormittag der SZ. Als Ersatz für den verletzten Kyle Helms komme aber auch Ash Goldie in Frage, Vogt würde dann in die dritte Reihe mit Tobias Samendinger und Kruck rücken, die zweite Reihe würden Peter Boon, Christopher Oravec und Artjom Kostyrev bilden.

In einer ähnlichen Formation hat Draisaitl auch das Schlussdrittel bei der 3:7-Niederlage gegen München am vergangenen Sonntag spielen lassen. „Als Trainer musst du immer mindestens einen Plan B im Kopf haben“, erklärte Draisaitl, gegen München habe aber auch das nichts mehr geholfen: „Die waren uns in den Zweikämpfen überlegen und wir haben ihnen ein bisschen viel Platz gelassen. Das haben sie im Stile einer Klassemannschaft ausgenutzt.“

Nach der Video-Analyse des München-Spiels geht Draisaitls Blick aber wieder nach vorne – und nach unten. Obwohl der Ravensburger Coach nach eigener Aussage nie gerne auf Tabellen schaut, will er den derzeitigen vierten Platz verteidigen. Da werden die beiden Spiele gegen den Fünften aus Landshut – am kommenden Sonntag zuhause und am zweiten Weihnachtstag in Landshut – besonders wichtig. „Von den Top-Vier will ich auf keinen Fall weg und nach hinten können wir uns jetzt Luft schaffen“, sagte Draisaitl.

Heute Abend in Weißwasser muss die Tower-Stars-Defensive vor allem die Paradereihe der Lausitzer Füchse ausschalten. Marvin Tepper, Danny Albrecht und Carsten Gosdeck zählen allesamt zu den eifrigsten Punktesammlern der Liga. „Die Füchse sind heimstark und sie haben ein paar Jungs, die dir sehr weh tun können“, warnte der Coach. Das mussten in der Vorwoche im Sachsenderby auch die Eislöwen erfahren, die mit 5:0 abgefertigt wurden. Draisaitls Kommentar: „Die haben Dresden zerstört.“

Von unserem Redakteur Timm Herre

quelle: www.szon.de
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1 | Blacki_back | 11.12.2009 @ 05:38
Das mussten in der Vorwoche im Sachsenderby auch die Eislöwen erfahren, die mit 5:0 abgefertigt wurden. Draisaitls Kommentar: „Die haben Dresden zerstört.“ Schön das so zu lesen :-). Hatte nix dagegen wenn den Tower Stars das selbe blüht !
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