Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Boitin hält den Füchse-Sieg fest
12.12.2009 | 14:00 Uhr von
Der kanadische Torwart hält sein Tor zum zweiten Mal in Folge sauber. Carsten Gosdeck erzielt des Goldene Tor in der dritten Minute.
In der ersten Partie nach dem tollen Auftritt der Füchse im Sachsenderby gegen die Dresdner Eislöwen waren die Erwartungen der Fans natürlich hoch. Würden die Füchse eine solche Leistung wiederholen können. Die Voraussetzungen dafür waren nicht schlecht. Die am vergangenen Sonntag gesperrten Gosdeck und Bartlick kehrten ins Team zurück, nur Bastian Steingroß fehlte weiter verletzt.

Auf der anderen Seite stand mit dem Tabellenvierten Ravensburg ein stärkerer Gegner als es die formschwachen Dresdener waren, obwohl den Gästen zumindest ein ganz wichtiger Spieler fehlte: Mit Kyle Helms fiel der bisher erfolgreichste Stürmer der Ravensburger mit einer Schulterblessur aus. Der Kanadier hatte bisher elf Treffer selbst erzielt und 18 weitere vorbereitet. Das Spiel begann dann so, wie das Sachsenderby am Sonntag geendet hatte – mit Jubel der Füchse-Fans. Die Ravensburger waren nach zwei Minuten in Unterzahl geraten.

Gosdecks Hammer trifft

Die Füchse spielten Carsten Gosdeck an der blauen Linie frei, der in fast schon gewohnter Manier hammerhart abzog und in die linke untere Ecke traf. Dem Gästetorwart Christian Rohde war dabei die Sicht verdeckt. Die Füchse spielten nach dem frühe Führungstreffer gut weiter nach vorn, hatten durch Sullivan eine weitere Chance, doch nach und nach wurden die Ravensburger stärker. Füchse-Goalie Jonathan Boutin erwies sich aber wieder als sicherer Rückhalt. Dann schwächten sich die Gäste selbst, mussten in der 14. Minute zu zweit auf die Strafbank. Die Füchse schafften es aber nicht, in der gut 100sekündigen doppelten Überzahl richtig gefährliche Situationen zu kreieren. Auch eine weitere Überzahl konnten die Füchse nicht nutzen und gerieten kurz vor Schluss des Auftaktdrittels selbst in doppelte Unterzahl.



Das entscheidende Tor gestern Abend: Der Ravesburger Torwart Christian Rohde kann dem Gosdeck-Geschoss nur noch hinterherschauen.Foto: Gunnar Schulze


Diese kritische Phase zu Beginn des Mitteldrittels überstanden die Füchse schadlos. Danach wurde es ein offener Schlagabtausch, bei dem beide Mannschaften aber auf ihre Abwehrarbeit bedacht waren. Einige Chancen kamen dabei auf beiden Seiten zustande. Auf Weißwasseraner Seite hatte Sullivan zweimal den zweiten Treffer auf dem Schläger (23., 29.), scheiterte aber jeweils an Rohde. Ähnlich erging es auch Valenti (31.) und kurz vor der zweiten Drittelsirene Albrecht, der in der einzigen Überzahlsituation des Spielabschnittes ebenso an Rohde scheiterte. Auf der Gegenseite hinterließ Boutin weiterhin einen bärenstarken Eindruck, war von den Ravensburgern einfach nicht zu bezwingen.

Götz muss ganz vom Eis

Vor dem Schlussdrittel war zu erwarten, dass die Ravensburger jetzt mehr riskieren, noch mehr Druck ausüben würden, um den Rückstand aufzuholen. Das versuchten die Gäste auch. Boutin hatte im Füchse-Tor einiges zu tun. Auf der anderen Seite blieben die Füchse mit einigen Kontern gefährlich. Masak scheiterte nur knapp mit einem Solo, dann spielte der Weißwasseraner Stürmer-Routinier die Scheibe von hinter dem Tor auf Sullivan, aber Rohde konnte retten. Die Füchse hatten ein wenig Glück, als ein Puck den Außenpfosten des Tores traf. Ansonsten hielt der kanadische Neuzugang, was zu halten war. Mit zunehmender Spielzeit wurde es für die Füchse mehr und mehr eine Abwehrschlacht, erst recht, als Thomas Götz nach 55.14 Minuten mit einer Fünf-plus-Spieldauerstrafe vom Eis musste. In seinen hohen Stock war Samendinger gelaufen und hatte sich dabei verletzt – unglücklich und bitter für Götz, aber so sind nun mal die Regeln. Die Füchse mussten also noch fast fünf Minuten in Unterzahl überstehen, kämpften aber aufopferungsvoll, warfen sich in jeden Schuss und konnten sich auf den starken Rückhalt Boutin verlassen. Den Ravensburgern fiel einfach nichts ein, sie erspielten sich kaum eine klare Torchance. Auch nicht, als Gästetrainer Peter Draisaitl 80 Sekunden vor Schluss eine Auszeit und den Goalie vom Eis nahm. Die Füchse überstanden auch die doppelte Unterzahl und trafen durch Sullivan das verwaiste Tor – ganz knapp nach der Schlusssirene. Aber das ging schon im Jubel unter.

Von Gunnar Schulze und Frank Thümmler

Quelle: Sächsische Zeitung vom 12.Dezember 2009
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