(Weißwasser/sz) Die EVR Tower Stars haben am Freitagabend in der 2. Eishockey-Bundesliga ihr Auswärtsspiel bei den Lausitzer Füchsen mit 0:1 verloren. Trotz phasenweise drückender Überlegenheit gelang den Ravensburgern kein Treffer – der kanadische Neuzugang Jonathan Boutin im Tor der Füchse hielt mit glänzenden Reaktionen den Sieg der Sachsen fest.
Jonathan Boutin? „Der Name ist mir schon einmal untergekommen“, hatte Tower-Stars-Trainer Peter Draisaitl vor der Partie im Gespräch mit der SZ gesagt. Damit wusste Draisaitl schon mehr als die meisten anderen, denn der Kanadier ist in Deutschland noch ziemlich unbekannt. Das dürfte sich schnell ändern. Zum zweiten Mal hintereinander blieb Boutin ohne Gegentor, brachte die gesamte Mannschaft der Tower Stars zur Verzweiflung und bescherte seinem neuen Team einen glücklichen 1:0-Sieg.
Wegen der Ausfälle von Kyle Helms und Markus Busch hatte Draisaitl seine Reihen umbauen müssen und nahm wie erwartet Ash Goldie zu Shane Endicott und Ben Thomson in den ersten Sturm. Rückkehrer Stefan Vogt bildete mit Tobias Samendinger und dem doch einsatzfähigen Andreas Kruck den dritten Sturm, in der Defensive rückte Florian Ullmann für Markus Busch ins Team.
Die Veränderungen verunsicherten die Tower Stars aber keineswegs, die Ravensburger hatten einen bärenstarken Start. Bereits nach einer Minute hätte es 2:0 für die Gäste heißen können, aber Goldie und Endicott scheiterten. Nach 90 Sekunden traf Stefan Vogt dann den Pfosten – die Ravensburger Führung schien nur eine Frage der Zeit. Dann musste Peter Boon auf die Strafbank und die Sachsen nutzte ihre allererste Chance in Überzahl: Carsten Gosdeck ließ Christian Rohde mit einem Schuss von der blauen Linie keine Chance. Der EVR wirkte etwas geschockt und Weißwasser konnte das Spiel nun ausgeglichener gestalten. Bis zur ersten Sirene neutralisierten sich die beiden Teams aber weitgehend.
Auch in Abschnitt zwei setzten die Tower Stars die ersten Akzente. Goldie in Überzahl und Endicott hatten den Ausgleich auf dem Schläger, aber Boutin hatte wirklich einen guten Tag erwischt. Der Kanadier gab der teilweise schwimmenden Füchse-Defensive Stabilität. Allerdings verpassten es die Ravensburger auch, aus ihrer Überlegenheit gute Tormöglichkeiten zu produzieren. Paradoxerweise wären dann beinahe die Lausitzer davon gezogen. Mitte des zweiten Drittels musste Rohde bei zwei Kontern von Ervin Masek und Christopher Straube in höchster Not klären.
Rohdes Gegenüber Boutin avancierte im Schlussdrittel zum Matchwinner. Nichts konnte den Kanadier aus der Ruhe bringen, obwohl es ihm sein Team nicht gerade leicht machte. Kurz vor dem Ende wurde Füchse-Stürmer Götz mit Spieldauer-Disziplinarstrafe (Hoher Stock) vom Eis geschickt – fünf Minuten Überzahl für Ravensburg. Aber selbst mit Sechs gegen Vier in der Schlussphase gelang dem EVR kein Tor mehr, trotz guter Gelegenheiten.
Von Tim Herre
Quelle: www.szon.de
1 | SGDynamo | 12.12.2009 @ 14:53
Wo ist denn dem Draisaitl nun unser J. B. untergekommen?
2 | atzegruenkohl | 12.12.2009 @ 16:04
würde mich auch interessieren
» Die News ist älter als 14 Tage. Die Kommentarfunktion wurde deshalb deaktiviert.
Jonathan Boutin? „Der Name ist mir schon einmal untergekommen“, hatte Tower-Stars-Trainer Peter Draisaitl vor der Partie im Gespräch mit der SZ gesagt. Damit wusste Draisaitl schon mehr als die meisten anderen, denn der Kanadier ist in Deutschland noch ziemlich unbekannt. Das dürfte sich schnell ändern. Zum zweiten Mal hintereinander blieb Boutin ohne Gegentor, brachte die gesamte Mannschaft der Tower Stars zur Verzweiflung und bescherte seinem neuen Team einen glücklichen 1:0-Sieg.
Wegen der Ausfälle von Kyle Helms und Markus Busch hatte Draisaitl seine Reihen umbauen müssen und nahm wie erwartet Ash Goldie zu Shane Endicott und Ben Thomson in den ersten Sturm. Rückkehrer Stefan Vogt bildete mit Tobias Samendinger und dem doch einsatzfähigen Andreas Kruck den dritten Sturm, in der Defensive rückte Florian Ullmann für Markus Busch ins Team.
Die Veränderungen verunsicherten die Tower Stars aber keineswegs, die Ravensburger hatten einen bärenstarken Start. Bereits nach einer Minute hätte es 2:0 für die Gäste heißen können, aber Goldie und Endicott scheiterten. Nach 90 Sekunden traf Stefan Vogt dann den Pfosten – die Ravensburger Führung schien nur eine Frage der Zeit. Dann musste Peter Boon auf die Strafbank und die Sachsen nutzte ihre allererste Chance in Überzahl: Carsten Gosdeck ließ Christian Rohde mit einem Schuss von der blauen Linie keine Chance. Der EVR wirkte etwas geschockt und Weißwasser konnte das Spiel nun ausgeglichener gestalten. Bis zur ersten Sirene neutralisierten sich die beiden Teams aber weitgehend.
Auch in Abschnitt zwei setzten die Tower Stars die ersten Akzente. Goldie in Überzahl und Endicott hatten den Ausgleich auf dem Schläger, aber Boutin hatte wirklich einen guten Tag erwischt. Der Kanadier gab der teilweise schwimmenden Füchse-Defensive Stabilität. Allerdings verpassten es die Ravensburger auch, aus ihrer Überlegenheit gute Tormöglichkeiten zu produzieren. Paradoxerweise wären dann beinahe die Lausitzer davon gezogen. Mitte des zweiten Drittels musste Rohde bei zwei Kontern von Ervin Masek und Christopher Straube in höchster Not klären.
Rohdes Gegenüber Boutin avancierte im Schlussdrittel zum Matchwinner. Nichts konnte den Kanadier aus der Ruhe bringen, obwohl es ihm sein Team nicht gerade leicht machte. Kurz vor dem Ende wurde Füchse-Stürmer Götz mit Spieldauer-Disziplinarstrafe (Hoher Stock) vom Eis geschickt – fünf Minuten Überzahl für Ravensburg. Aber selbst mit Sechs gegen Vier in der Schlussphase gelang dem EVR kein Tor mehr, trotz guter Gelegenheiten.
Von Tim Herre
Quelle: www.szon.de