Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Füchse beißen in Überzahl zu
14.12.2009 | 07:49 Uhr von
Bietigheimer Siegesserie in der Zweiten Eishockey-Bundesliga reißt - 1:2 gegen Weißwasser
Eine überraschende 1:2 (0:1, 1:0, 0:1)-Heimpleite kassierte gestern Abend der Eishockey-Zweitligist Bietigheim Steelers gegen die Lausitzer Füchse. Die Gäste aus Weißwasser schlugen zweimal im Powerplay zu.
Verkehrte Eishockey-Welt im Ellental: "Auswärtssieg, Auswärtssieg", skandierten die mitgereisten Weißwasser-Fans und zelebrierten nach dem Überraschungscoup gemeinsam mit ihren Lieblingen auf dem Eis La Ola. Auch Dirk Rohrbach ging der Sieg bei den Steelers runter wie Öl. "Es ist ein sensationelles Gefühl, aus Bietigheim die drei Punkte mitzunehmen. Wir haben auf unsere Chancen gewartet und diese eiskalt ausgenutzt", erklärte der Gästecoach nach dem dritten Erfolg der Lausitzer in Folge.

Für den amtierenden Zweitliga-Meister war es dagegen die erste Niederlage nach zuletzt sechs Siegen hintereinander. "Kämpferisch kann ich meiner Mannschaft gar keinen Vorwurf machen. In dieser Liga gibt es eben keine Selbstläufer mehr", bilanzierte Steelers-Coach Christian Brittig.

Mit dem Rückenwind vom 3:2-Sieg in Schwenningen am Freitagabend legten die Bietigheimer ein furioses Anfangsdrittel hin. Doch trotz einiger Chancen und einem klaren Plus an Torschüssen brachten Justin Kelly und Co. den Puck nicht am Füchse-Torwart Jonathan Boutin vorbei. Sehr schmeichelhaft war darum die Führung der Lausitzer nach dem ersten Durchgang. Gleich das erste Powerplay von Weißwasser führte in der siebten Minute zum Erfolg: Nach einer Kombination über Ervin Masek und Sven Valenti vollstreckte Christopher Straube zum 0:1. Nur zehn Sekunden hätten die Bietigheimer länger ausharren müssen, dann wäre Maximilian Seyller von der Strafbank aufs Eis zurückgekehrt.

Es folgten wütende Angriffe der Steelers, doch wirklich zwingend waren sie bei ihren Offensivbemühungen nicht. Die beste Chance zum Ausgleich hatte Doug Andress. Der Kanadier scheiterte aber am glänzend aufgelegten Boutin.

Ausgeglichener war der zweite Spielabschnitt. Die Füchse wagten sich mit dem Vorsprung im Rücken nun wesentlich ins Bietigheimer Drittel. Dennoch machte der Gastgeber das einzige Tor in diesem Durchgang. Eine schöne Einzelleistung von Kelly war der Ausgangspunkt für den verdienten Ausgleich in der 29. Minute. Der Topscorer der Zweiten Bundesliga scheiterte zwar zunächst mit seinem Solo, blieb jedoch in Scheibenbesitz und bediente mustergültig Pascal Schoofs, der mit einem kernigen Schlagschuss zum 1:1 traf - sein zweiter Saisontreffer. Auf der Gegenseite hatten die Steelers Glück, dass der Schweizer Schiedsrichter Arm wenig später Valentis Tor nicht anerkannte. Er hatte zuvor bei einem Füchse-Akteur einen zu hohen Stock ausgemacht und gab den Treffer darum nicht - eine Entscheidung, die bei den Gästen aus Weißwasser für wütende Proteste sorgte. Bis zur Drittelpause hätten die Bietigheimer eigentlich in Führung liegen müssen, doch Boutin im Gehäuse der Lausitzer hatte offenbar andere Pläne und vereitelte Chancen von Kasper Degn (34.) sowie Andress, der den Füchse-Schlussmann innerhalb von 60 Sekunden gleich zweimal prüfte (35.).

Eine weitere Überzahlsituation bescherte dem Playoff-Halbfinal-Gegner der Vorsaison in der 48. Minute die 2:1-Führung. Bietigheims Torwart Sinisa Martinovic wehrte einen Schuss des starken Carsten Gosdeck noch ab, doch Danny Albrecht stand goldrichtig und staubte ab. Mit Vehemenz drückten die Steelers nun auf den erneuten Ausgleich. In der letzten Minute - Brittig hatte Martinovic vom Eis genommen und einen sechsten Feldspieler gebracht - brannte es vor dem Füchse-Tor lichterloh. Mit viel Glück schaukelten die Gäste den Sieg über die Zeit.
Redaktion: ANDREAS EBERLE

Quelle: Bietigheimer Zeitung
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1 | krutov | 14.12.2009 @ 08:37
Zitat: "Sehr schmeichelhaft war darum die Führung der Lausitzer nach dem ersten Durchgang." Der Schreibering muß wohl bei einem anderen Spiel gewesen sein.
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