Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Eishallenbau ist schon zwei Monate im Verzug
22.12.2009 | 10:17 Uhr von
Mit dem Bau der neuen Eishalle ist Weißwasser in Zeitverzug – weil ein Büro ein Prüfverfahren zur Vergabe eingeleitet hat.
Das sei eine unschöne Sache, was die Arbeitsgemeinschaft Eissporthalle Weißwasser Pohl, Knippers, Helbig da mit Weißwasser mache. Das sagte gestern das Büro Deyle aus Stuttgart der SZ – ein Konkurrent des Gewinnerbüros asp, die den Planungsauftrag für die Eishalle Weißwasser im Oktober einstimmig vom Stadtrat erhalten haben. „Es ist zwar sehr schade, dass wir den Planungsauftrag nicht erhielten“, sagt Uwe Walter, Geschäftsführer des Planungsbüros Deyle aus Stuttgart. Aber eine Nachprüfung des Vergabeverfahrens – „so etwas machen wir nicht“, so Walter.

Ganz anders das andere Verliererbüro Knippers, Helbig und Pohl. Sie wollen sich nicht geschlagen geben – damit, das asp aus Stuttgart den Zuschlag erhielt. Kurz nach der Bekanntgabe des Gewinners ordneten sie eine Nachprüfung des Vergabeverfahrens an. „Schade um die zwei Monate, die wir dadurch schon verloren haben“, sagt der Weißwasseraner Finanzbürgermeister Ronald Krause.

Verwaltung damit beschäftigt

Nicht nur das: „Auch die vielen Stunden und Tage, die unsere Verwaltungsmitarbeiter schon wegen der Nachprüfung aufwenden mussten“, so Krause weiter, „sind ärgerlich“. Das hätte nicht sein müssen. Bauamtsleiter Thomas Böse von der Stadtverwaltung sagt, dass eine solche Nachprüfung zwar ungut sei, aber bei so großen Vergabesummen durchaus nichts Ungewöhnliches. Schlimmer wäre es gewesen, wenn das Büro geklagt hätte. So ein Prozedere gab es in Dresden. Der Bau des Dresdner Eisstadion verzögerte sich dadurch stark.

Am 5. Januar muss Thomas Böse nach Leipzig zur Anhörung vor die Vergabekammer. Auch das Büro asp wird vor Ort sein – so haben es Knippers, Helbig und Pohl gefordert. Zu den Gründen des Büros konnte oder wollte gestern niemand Auskunft geben. Es könnte sein, dass das Büro das Gefühl hat, asp hätte mehr Informationen besessen als die anderen Planungsbüros. Denn asp waren die einzigen, die im Bewerbergespräch gleich mit einem Modell in Weißwasser aufwarteten. Dass das Modell aber für eine andere Stadt angefertigt wurde, das haben die Kläger wohl erst im Nachhinein erfahren. „Sie fühlen sich eben benachteiligt“, sagt Krause. Der will sich mit weiteren Äußerungen vor der Anhörung aber zurückhalten. „Schließlich wissen wir nicht, ob die Akte am 5. Januar entgültig beiseite gelegt wird“, so Krause. Denn das Büro klagt nicht zum ersten Mal. Es habe schon einen Einspruch gegen das Nachprüfverfahren gegeben. Anfang Dezember hatte man sich mit dem Büro zusammengesetzt und verständigt. Damit wollten sich die Stuttgarter aber nicht zufrieden geben. Deswegen nun der zweite Termin Anfang Januar. Das Büro Knippers, Helbig, Pohl war gestern zu einer Stellungnahme in der Angelegenheit nicht zu erreichen.



Nicht nur die Füchse und Vereine hoffen auf die neue Eishalle in Weißwasser. Vor allem die Fans des rasanten Sports freut die Rieseninvestition – die verzögert sich nun. Offen ist bislang, wie lange. Foto: SZ-Archiv


Vergabedruck nicht umsonst

Im Septemberstadtrat wollte Ratsmann Andreas Friebel das Vergabeverfahren noch beschleunigen. Drängte auf schnelle Begutachtung der Bauwerke vor Ort durch die Stadtverwaltung Weißwasser. Nun – ungewollt und ungeplant – entsteht die Verzögerung, bis es wirklich los geht, doch noch. Friebel dazu: „Es ist trotzdem gut, dass wir die Vergabe noch im Oktober hinbekommen haben. Das Büro hätte wahrscheinlich so oder so Einspruch erhoben. Nun haben wir durch die schnelle Vergabe die zwei Monate Vorlauf“. Friebel hätte sonst einen Baubeginn in 2010 als utopisch gehalten. „Ich hätte aber sehr gerne gesehen, dass alles glatt läuft und habe nicht mit dem Einspruch gerechnet“, so Friebel.

Von Sandra Tietz

Quelle: Sächsische Zeitung vom 22.Dezember 2009
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