...hoch drei
Die Lausitzer Füchse haben am Samstag ihre bemerkenswerte Sigesserie gegen die Bietigheim Steelers fortgesetzt. Das 3:2 nach Verlängerung war der dritte Erfolg im dritten Saisonduell mit dem amtierenden Zweitliga-Meister. Aus den Ursachen für diese Serie machten beide Trainer ein Geheimnis – sie hatten gute Gründe dafür.
Bietigheims Meistertrainer Christian Brittig ist normalerweise ein durchaus eloquenter Vertreter seiner Zunft. Am Samstagabend nahm er sich jedoch das Recht, die Antwort auf eine sehr interessante Frage zu verweigern. Warum sein an sich hochfavorisiertes Team neuerdings in schöner Regelmäßigkeit gegen die Füchse den Kürzeren zieht? „Das weiß ich nicht“, murmelte Brittig kurz angebunden und beschäftigte sich lieber mit dem Handy. Sein Weißwasseraner Kollege Dirk Rohrbach quittierte die Frage mit einem Lächeln, wollte sich aber auch nicht näher äußern. „Das verrate ich nicht“, sagte Rohrbach. Schließlich gibt es in dieser Saison mindestens noch ein weiteres Duell gegen die Steelers, in dem die Füchse natürlich zum vierten Mal als Sieger vom Eis gehen wollen.
Kampfgeist: Die Füchse Danny Albrecht (r.) und Marcel Linke gehen energisch in diesen Dreikampf. Fotos: Aswendt
Linkes Siegtreffer
Doch schon jetzt ist ihre Serie aller Ehren wert. Denn drei Siege gegen den Meister gelingen nur wenigen Teams im Verlaufe einer Saison. Dabei sah es am Samstag zunächst überhaupt nicht nach einem weiteren Erfolg für Weißwasser aus. Die Gäste lagen nach dem ersten Drittel mit 2:0 in Führung und hatten die Partie im Griff. Doch vor 2596 Zuschauern drehten die Füchse in den weinroten Weihnachstrikots ab dem zweiten Drittel so richtig auf. Marvin Tepper (1:2/31.) und Mike Sullivan (52.) sorgten mit ihren Treffern für den Ausgleich und erzwangen damit die Verlängerung. Marcel Linke (62.) erzielte den umjubelten Siegtreffer und bescherte den Füchsen am zweiten Weihnachtsfeiertag erneut einen Erfolg gegen den Meister. „Ab dem zweiten Drittel haben wir brutal gutes Eishockey gespielt und den Gegner unter Druck gesetzt“, lobte Rohrbach.
Und dennoch bleibt es irgendwie ein Geheimnis, warum die Füchse ausgerechnet gegen den amtierenden Meister immer zu großer Form auflaufen. Vielleicht liegt es an der technisch geprägten Bietigheimer Spielweise, die dem Kontrahenten durchaus auch eigene Räume für den Spielaufbau lässt. Vielleicht lag es am Samstag auch am Überraschungs-Effekt, für den Füchse-Trainer Rohrbach mit seinen personellen Änderungen gesorgt hatte. Denn er baute die drei Sturmreihen um, um auf diese Weise mehr Ausgeglichenheit zu erreichen. Rohrbach scheute sich auch nicht davor, die Topreihe auseinander zu nehmen, die bislang über die Hälfte aller Füchse-Treffer erzielt hat.
Jubel: Marcel Linke (r.) feiert mit den Fans das entscheidende Tor, Bietigheims Keeper Sinisa Martinovic ist geschlagen.
Montag in München
In jedem Fall war es ein Sieg der großen Motivation. Schließlich standen sich beide Teams im letztjährigen Halbfinale gegenüber. Bietigheim ließ den Füchsen damals in vier Spielen keine Chance. „Diese Playoffs haben uns sehr motiviert. Offenbar tun wir uns gegen die Topteams ohnehin etwas leichter als gegen schwächere Kontrahenten“, erklärte Kapitän Sebastian Klenner. So gesehen besteht durchaus Hoffnung, dass die Füchse auch am heutigen Montag wieder zu einem achtbaren Ergebnis kommen. Ab 20 Uhr gastieren sie beim Tabellenführer EHC München.
Die Lausitzer Füchse haben am Samstag ihre bemerkenswerte Sigesserie gegen die Bietigheim Steelers fortgesetzt. Das 3:2 nach Verlängerung war der dritte Erfolg im dritten Saisonduell mit dem amtierenden Zweitliga-Meister. Aus den Ursachen für diese Serie machten beide Trainer ein Geheimnis – sie hatten gute Gründe dafür.
Bietigheims Meistertrainer Christian Brittig ist normalerweise ein durchaus eloquenter Vertreter seiner Zunft. Am Samstagabend nahm er sich jedoch das Recht, die Antwort auf eine sehr interessante Frage zu verweigern. Warum sein an sich hochfavorisiertes Team neuerdings in schöner Regelmäßigkeit gegen die Füchse den Kürzeren zieht? „Das weiß ich nicht“, murmelte Brittig kurz angebunden und beschäftigte sich lieber mit dem Handy. Sein Weißwasseraner Kollege Dirk Rohrbach quittierte die Frage mit einem Lächeln, wollte sich aber auch nicht näher äußern. „Das verrate ich nicht“, sagte Rohrbach. Schließlich gibt es in dieser Saison mindestens noch ein weiteres Duell gegen die Steelers, in dem die Füchse natürlich zum vierten Mal als Sieger vom Eis gehen wollen.
Linkes Siegtreffer
Doch schon jetzt ist ihre Serie aller Ehren wert. Denn drei Siege gegen den Meister gelingen nur wenigen Teams im Verlaufe einer Saison. Dabei sah es am Samstag zunächst überhaupt nicht nach einem weiteren Erfolg für Weißwasser aus. Die Gäste lagen nach dem ersten Drittel mit 2:0 in Führung und hatten die Partie im Griff. Doch vor 2596 Zuschauern drehten die Füchse in den weinroten Weihnachstrikots ab dem zweiten Drittel so richtig auf. Marvin Tepper (1:2/31.) und Mike Sullivan (52.) sorgten mit ihren Treffern für den Ausgleich und erzwangen damit die Verlängerung. Marcel Linke (62.) erzielte den umjubelten Siegtreffer und bescherte den Füchsen am zweiten Weihnachtsfeiertag erneut einen Erfolg gegen den Meister. „Ab dem zweiten Drittel haben wir brutal gutes Eishockey gespielt und den Gegner unter Druck gesetzt“, lobte Rohrbach.
Und dennoch bleibt es irgendwie ein Geheimnis, warum die Füchse ausgerechnet gegen den amtierenden Meister immer zu großer Form auflaufen. Vielleicht liegt es an der technisch geprägten Bietigheimer Spielweise, die dem Kontrahenten durchaus auch eigene Räume für den Spielaufbau lässt. Vielleicht lag es am Samstag auch am Überraschungs-Effekt, für den Füchse-Trainer Rohrbach mit seinen personellen Änderungen gesorgt hatte. Denn er baute die drei Sturmreihen um, um auf diese Weise mehr Ausgeglichenheit zu erreichen. Rohrbach scheute sich auch nicht davor, die Topreihe auseinander zu nehmen, die bislang über die Hälfte aller Füchse-Treffer erzielt hat.
Montag in München
In jedem Fall war es ein Sieg der großen Motivation. Schließlich standen sich beide Teams im letztjährigen Halbfinale gegenüber. Bietigheim ließ den Füchsen damals in vier Spielen keine Chance. „Diese Playoffs haben uns sehr motiviert. Offenbar tun wir uns gegen die Topteams ohnehin etwas leichter als gegen schwächere Kontrahenten“, erklärte Kapitän Sebastian Klenner. So gesehen besteht durchaus Hoffnung, dass die Füchse auch am heutigen Montag wieder zu einem achtbaren Ergebnis kommen. Ab 20 Uhr gastieren sie beim Tabellenführer EHC München.
Von Frank Noack
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 28.Dezember 2009