Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Füchse beißen die Steelers erneut
28.12.2009 | 11:03 Uhr von
Bietigheim verliert in Weißwasser mit 2:3
Die Bietigheim Steelers haben in der laufenden Saison der Zweiten Eishockey-Bundesliga auch das dritte Spiel gegen die Lausitzer Füchse verloren. Beim 2:3 nach Verlängerung holten sie aber einen Punkt.
Die Patzer des Führungsduos am zweiten Weihnachtsfeiertag konnten die Steelers nur bedingt nutzen. Sie haben beim 2:3 (2:0, 0:1, 0:1) nach Verlängerung in Weißwasser aber einen Punkt geholt und sind damit etwas näher an Spitzenreiter EHC München, der in Heilbronn mit 0:2 verloren hat, und an den Tabellenzweiten Schwenningen, der sich eine 4:5-Heimniederlage gegen Dresden erlaubte, herangerückt.

Geärgert haben sich die Bietigheimer Cracks in Weißwasser über eine ihrer Meinung nach falsche Entscheidung von Schiedsrichter Reik van Gameren. Der hatte ein Tor von Dominik Hammer in der 53. Minute, das die 3:2-Führung bedeutet hätte, nicht anerkannt. Im Powerplay war der Puck über Stephane Robitaille und Alexander Serikow bei Hammer gelandet, der die abprallende Scheibe im Tor untergebracht hatte. "Diese Entscheidung hat niemand kapiert. Das wären drei Punkte für uns gewesen", kommentierte Steelers-Trainer Christian Brittig die umstrittene Szene.

Dass die Steelers, die ohne Doug Andress (Bänderverletzung) antraten, nach dem 2:2 nach regulärer Spielzeit in die Verlängerung mussten, in der sie nach 61 Sekunden den Treffer zum 3:2-Sieg der Lausitzer Füchse durch Marcel Linke hinnehmen mussten, hatten sie sich weitgehend selbst zuzuschreiben. Denn im ersten Drittel dominierten sie das Spiel und boten im Fuchsbau vor der Rekordkulisse von 2596 Zuschauern eine Klasseleistung. Nach 20 Minuten führten sie hochverdient mit 2:0. In der fünften Minute hatte Gregory Schmidt seine Mannschaft in Führung gebracht. Das 2:0 erzielte Alexander Serikow in der 16. Minute in Überzahl.

"Meine Spieler dachten wohl, es würde im zweiten Drittel so weitergehen wie in Dresden, wo wir am Ende mit 5:0 gewonnen haben", so Steelers-Coach Christian Brittig. Nicht allein das Nachlassen der Steelers, sondern auch eine erhebliche Leistungssteigerung der Gastgeber führte zu veränderten Vorzeichen im Mitteldrittel. "Da haben wir phasenweise sehr gutes Eishockey gezeigt und Druck gemacht", sagte Füchse-Trainer Thomas Popiesch über die Wandlung seines Team. Die von Popiesch vor dem Spiel vorgenommen Umstellungen im Sturm griffen nach den Anlaufschwierigkeiten in den zweiten 20 Minuten. Der Trainer wollte vor allem die Torgefährlichkeit der zweiten Reihe erhöhen und besetzte diese mit Ervin Masek, Marvin Tepper und Danny Albrecht. Masek war an allen drei Toren der Füchse beteiligt, Tepper erzielte den 1:2-Anschlusstreffer in der 31. Minute.

Im Schlussdrittel knüpften die Gäste an ihre Leistung aus dem ersten Drittel an, trafen aber auf wesentlich mehr Widerstand. "Wir hatten das Spiel wieder im Griff, mussten aber komische Strafzeiten hinnehmen", so Brittig, der sich erneut über merkwürdige Entscheidungen des Schiedsrichters aus Berlin ärgerte. Als Pascal Schoofs für zwei Minuten vom Eis musste, gelang den Gastgebern in Überzahl durch einen abgefälschten Schuss von Mike Sullivan der Ausgleich (52.).

In der Verlängerung erspielten sich die Bietigheimer fünf, sechs gute Chancen. Ins Tor trafen aber die Füchse, die nach 61 Sekunden ihre erste Gelegenheit zum 3:2-Siegtreffer nutzten. Masek hatte den Puck Marcel Linke genau auf den Schläger gespielt. Linke überwand den starken Sinisa Martinovic im Bietigheimer Tor mit einem knallharten Schuss und machte den dritten Sieg der Füchse gegen die Steelers in der laufenden Saison perfekt. Zuvor hatten sie daheim 5:1 und in Bietigheim 2:1 gewonnen.

Weiter geht es für die Steelers am heutigen Montag mit dem Heimspiel um 20 Uhr gegen die Landshut Cannibals. Am kommenden Mittwoch steht die Partie bei den Freiburger Wölfen auf dem Spielplan.

Die Cannibals haben die letzten drei Spiele verloren und dabei 16 Gegentore kassiert. Der 6:3-Sieg des SC Riessersee vor einer Woche bei den Landshutern beendete deren Heimserie mit neun Siegen in Folge. Zuletzt waren die Cannibals, die eine starke erste Hälfte der Hauptrunde absolviert haben und diese auf Rang fünf abschlossen, personell durch Verletzungen und Abstellungen für die deutsche U 20 geschwächt. Heute sind sie bis auf Ausnahmetalent Tom Kühnhackl (Schulterverletzung) komplett. cp

Redaktion: CLAUS PFITZER

Quelle: Bietigheimer Zeitung
1146 mal gelesen
 
1 | Opi | 28.12.2009 @ 11:14
Hab ich was verpasst??? TP wieder Trainer in WSW??? Ich war der Meinung, einen Dirk Rohrbach bei der PK gesehen zu haben, oder bin ich blind?? Ironie aus.... Man man, diese schwäblischen Schreiberlinge....tz tz tz
2 | Andi | 28.12.2009 @ 12:04
Na ja, in der Eishockey-News wird TP auch noch des öfteren als Füchse-Coach geführt. Im Westen gehen die Uhren halt a bissel anders.
3 | JimPanse | 28.12.2009 @ 12:43
Die Schwaben gestehen sich ein, dass es ausreicht, gegen sie zu gewinnen, wenn man nicht vor Ort ist. Wobei ein Fehler dem Herrn Pfitzerle unterlaufen ist: nicht TP hat beide Spiele gewonnen, sondern DR war per Handy in Schwenningen an der Bande! ;)
4 | SEFI | 28.12.2009 @ 12:55
Die Verlängerung dauerte 65 Sekunden und Bietigheim hatte in der Zeit fünf, sechs gute Chancen? Brittig siegt in DD 5:0? Die Statistiken sagen aber auch etwas anderes.
5 | Opi | 28.12.2009 @ 14:44
He he, der Schreiberling hatte wohl zu viel Punsch oder Glühwein geschlürft...:-)
6 | dolphin girl | 28.12.2009 @ 14:50
Ich weiss gar nicht, was ihr habt? ;-) In Bibi ist diese Selbstdarstellung normal. Die Beweihhudeln sich halt lieber selber, als einzugestehen das das andere Team schlicht und ergreifend besser war... Wenn man in Bibi mal ein Spiel verfolgt hat und die Anzeige für Torschüsse des Gegners verfolgt, wundert einen anschliessend gar nichts mehr. ^^
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