Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Der Spitzenreiter beherrscht die Lausitzer Füchse
29.12.2009 | 09:56 Uhr von
Weißwasser gerät schon im ersten Drittel nach einer umstrittenen Entscheidung und einem eigenen Fehler auf die Verliererstraße.
Die Lausitzer Füchse waren gestern Abend beim Spitzenreiter in München klarer Außenseiter, auch wenn die bisherigen Saisonvergleich jeweils nur äußerst knapp (4:3 in München und 4:5 nach Verlängerung in Weißwasser) zugunsten der Bayern ausgegangen waren. Die Gastgeber hatten nach der 0:2-Niederlage am Sonnabend in Heilbronn etwas gutzumachen und erwischten die Füchse kalt. In der dritten Minute knallte ein Heatley-Schuss an den Pfosten, und im Nachschuss war Hede zur Stelle. Die Lausitzer zeigten sich aber nicht geschockt und kamen wenig später zum Ausgleich, als Masek on der blauen Linie genau traf. Danach aber erwiesen sich die Münchener als ausgesprochen quirlig, was zu mehreren Strafzeiten gegen die Füchse führte. Die überstanden sie mit einem „Turm in der Schlacht“ – Goalie Jonathan Boutin – ganz gut, auch zweimal 5:3-Unterzahlsituationen.

Strittiges Führungstor

Dann aber fiel doch das 2:1 für die Gastgeber. Jedenfalls erkannte der Schiedsrichter bei einem Schuss von Verteidiger Patrick Seifert auf Tor, obwohl wohl niemand erkannt hatte, ob das Netz gewackelt hatte, weil der Puck von der Seite oder von innen dagegen gerauscht war. Nach langen Diskussionen des Schiris mit seinen Linienrichtern ging es weiter. Mit einem dummen Fehler brachten sich die Füchse dann endgültig auf die Verliererstraße. Die Münchener kamen wegen eines Wechselfehlers der Gäste zu einer Überzahl – und diesmal nutzten sie sie. Rautert war im Nachsetzen nach einem Reid-Schuss zur Stelle.

Im Mitteldrittel suchten die Münchener die Entscheidung. Zunächst konnte Torwart Jonathan Boutin mit einem Riesensave gegen Heatley und einer weiteren Großtat gegen Dietrich noch im Spiel halten, aber dann machten der Münchener Top-Torschütze Schymainski und Hilpert mit zwei weiteren Treffern alles klar. Nach gut 30 Minuten war das Spiel praktisch entschieden. Die Gastgeber schalteten einen Gang zurück, und die Füchse waren darauf bedacht, sich kein Debakel einzufangen. Sie ließen sich jedoch nicht hängen und kamen durch Lehnigk, Götz und Straube zu einigen Chancen.



Da konnte sich Füchse-Goalie Jonathan Boutin noch so strecken, in München war er einige Male doch machtlos.Archivfoto: Peter Aswendt


Im Schlussdrittel war die Luft aus dem Spiel eindeutig raus. Christopher Straube gelang nach einem Pass von Kohl mit einem Heber aus Nahdistanz unter die Latte noch ein schöner Treffer, aber der Sieg des Spitzenreiters geriet nie auch nur annähernd in Gefahr. Die sich deutlich schonenenden Münchener prüften Boutin im Füchse-Tor noch mehrfach und erzielten auch den letzten Treffer des Spiels, als Hede erst zweimal an Boutin gescheitert war, dann aber auf Reid zurücklegte, der aus Nahdistanz einschießen konnte.

Der Sieg der Münchener war auch in dieser Höhe verdient. Punkte für die Qualifikation für die Pre-Playoffs müssen die Füchse jedenfalls in anderen Spielen holen. Morgen gibt es dafür die beste Möglichkeit. Mit Bremerhaven kommt ein direkter Konkurrent um den zehnten Tabellenplatz in die Lausitz. Und den konnten die Füchse bisher zweimal deutlich bezwingen.

(Von Titus Fischer und Frank Thümmler)

Quelle: Sächsische Zeitung vom 29.12.2009
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