Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Furioser Endspurt bringt Füchsen den Sieg
09.01.2010 | 10:59 Uhr von
Weißwasseraner holen in von zehn Minuten einen Drei-Tore-Rückstand auf. Sven Valenti trifft in der Verlängerung zum Auswärtssieg.
Mit viel Selbstvertrauen nach den Siegen gegen Bremerhaven und Kaufbeuren, aber ohne die erkrankten Sebastian Klenner und Carsten Gosdeck, fuhren die Füchse zum Tabellenschlusslicht nach Freiburg. Gegen die Wölfe, die zum Jahreswechsel ihren besten Torschützen Paul McIlveen nach Wolfsburg abgegeben hatten, sollte im Kampf um die Pre-Playoffs unbedingt ein Sieg her.

Doch in der Freiburger Franz-Siegel-Halle taten sich die Füchse lange schwer, zeigten Schwächen im Abwehrverhalten und lagen zehn Minuten vor Schluss mit drei Toren im Rückstand. In einer sensationellen Schlussphase mit toller Moral und etwas Glück schafften sie die Verlängerung und hatten dort das bessere Ende für sich.

Linke trifft in Überzahl

Die Auftaktphase bot eher mäßiges Zweitliganiveau, die Wölfe hatten merklich Respekt vor dem Gegner aus der Lausitz, der sich in der neuen Formation auch erst einmal finden musste. Hier und da kam ein Schuss zu Boutin im Füchse-Tor durch, Gefährliches war aber noch nicht dabei.

Die Gäste hatten ihre erste gute Gelegenheit im Überzahlspiel, als nach etwas mehr als zwölf Minuten die Wolfsburger Stas und gleich darauf Billich auf die Strafbank mussten. Wirklich druckvoll spielten die Weißwasseraner auch jetzt nicht, die erfahrenen Gosdeck und Klenner fehlten merklich. Dennoch gelang Marcel Linke das überraschende Führungstor. Kurz vor Ende der Überzahl guckte er Goalie Ronny Glaser aus.

Außer einem schwachen Power Play der Freiburger hatte das erste Drittel keine Höhepunkte mehr zu bieten. Zurecht hofften die etwa 30 mitgereisten Füchse-Fans auf Besserung im zweiten Spielabschnitt, der wegen Eisarbeiten mit einiger Verzögerung begann. Die Hoffnung sollte sich zunächst nicht erfüllen. Freiburg hatte seine Zurückhaltung endgültig abgelegt und spielte keineswegs wie ein Tabellenletzter.

Viel Auslauf für die Wölfe

Folgerichtig gelang Patrick Vozar keine drei Minuten nach dem Anstoßbully der Ausgleich. In der Folge überließen die Füchse dem Gegner viel zu viele Spielanteile. Die nutzen ihren Freiraum zum 2:1 in Überzahl, wieder war Vozar zur Stelle, der in der Vergangenheit auch für die Füchse auf dem Eis stand. 2006/07 waren ihm elf Saisontore für die Lausitzer gelungen, gestern erzielte er seine Saisontore fünf und sechs.

Als keine vier Minuten später Ivan zum 3:1 traf, schien der neunte Saisonsieg der Wölfe in greifbarer Nähe. Auch die hatten „Wochen der Wahrheit“ ausgerufen und wollen mit aller Macht das Tabellenende verlassen. Entsprechend wehrten sie sich gegen die weiterhin wenig druckvollen Angriffsbemühungen der Lausitzer, die auch in Überzahl kaum einen gefährlichen Schuss auf das Freiburger Tor brachten, als wollten sie ihrem Ex-Kollegen Ronny Glaser im Wölfe-Tor nichts böses.

Doch erneut gelang den Füchsen kurz vor Ende der Strafzeit das überraschende Tor (36.). Diesmal hatte Sven Valenti zugeschlagen und sorgte für ein äußerst spannendes Schlussdrittel.

Doppelschlag setzt Kräfte frei

Jetzt waren es die Füchse, die entschlossener aus der Kabine kamen, und mit der Schonzeit für Ronny Glaser war es vorbei. Dieser zeigte aber gegen Wiecki und Albrecht, was er in der Lausitz gelernt hat. Und während sich die Füchse vergeblich um den Ausgleich bemühten, hatte Preston Mizzi seinen Auftritt. Der Kanadier, der im Vorjahr noch für Weißwasser stürmte und dort noch viele Sympathien genießt, wechselte aus Hannover ins Breisgau. Nach 47 Spielminuten gelang ihm das 4:2 für seinen neuen Verein und schickte seinen alten damit scheinbar auf die Verliererstraße.

Die Wölfe hatten jetzt einen Lauf und spielten das bessere, vor allem aber das effektivere Eishockey. Marek Ivan ließ die Hintermannschaft der Füchse erneut alt aussehen und traf zum 5:2 (50.).

Also blieben den Füchsen, die bis dahin wenig überzeugten, zehn Minuten für den Ausgleich. Damit war nach dem bisherigen Spielverlauf aber beim besten Willen nicht zu rechnen. Doch dann gelang Heyer und Sullivan (in Unterzahl) ein Doppelschlag, der das Freiburger Publikum zum Schweigen brachte. Die Wölfe bauten ein Bollwerk um ihr Gehäuse auf, durch das zunächst kein Durchkommen war. Boutin verließ das Füchsetor, und mit sechs Feldspielern schafften die Gäste den Ausgleich. Masek war es, der den Lausitzern die Verlängerung rettete.

Dort überstanden die Füchse zunächst eine vier-gegen-drei-Situation, die von den Wölfen auch nicht gut gespielt war. Um sich kurz danach in den Armen zu liegen. Sven Valenti hatte den unglaublichen Schlussspurt mit dem 5:6 gekrönt und den Füchsen zwei Auswärtspunkte gesichert.

Ein Ergebnis, mit dem man angesichts des Spielverlaufes und des Fehlens zweier Leistungsträger hochzufrieden sein kann.

Morgen erwarten die Füchse Crimmitschau zum Derby. Die Kassen öffnen bereits 15 Uhr.

Von Marcel Pochanke

Quelle: Sächsische Zeitung vom 09.Januar 2010
865 mal gelesen
 
1 | Renegade | 09.01.2010 @ 18:50
"Die Kassen öffnen bereits 15 Uhr" - Man hat dazugelernt, soviel Erkenntnis hätte ich mir gern z.b. für die Spiele um Weihnachten gewünscht !
2 | SEFI | 09.01.2010 @ 21:28
Ja, am 26. waren die Luken noch nicht mal 15:30 Uhr offen.
3 | Coswiger | 09.01.2010 @ 22:06
@ Die Damen müssen erstmal ihren Kaffee trinken-das dauert halt.
4 | thingslikehockey | 09.01.2010 @ 22:31
Nix gegen die Muttis an den Kassen ;) Die Bonbons waren immer lecker..
5 | Coswiger | 09.01.2010 @ 22:41
@4 Da ist es aber schade das ich eine Dk habe.
6 | thingslikehockey | 10.01.2010 @ 00:14
Ja, aber vllt. kennst du ja einen, der dir welche mitbringen kann..
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