Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Manager Ralf Hantschke:
18.01.2010 | 16:43 Uhr von
„Hinten hat der Fuchs die Eier!“
Nur noch 15 Spiele bis zum Play-Off-Einzug der Lausitzer Füchse?
WochenKurier fragte bei Manager Ralf Hantschke und Marketingchef Matthias Kliemann nach.

Die Füchse spielen wieder um den Direkteinzug in die Play-Offs mit. War dies so zu erwarten?
Ralf Hantschke: Bei den schwierigen finanziellen Bedingungen vor der Saison eher nicht. Wir haben uns aber nicht unter Druck setzen lassen und uns die Zeit genommen, eine spiel- und konkurrenzfähige Mannschaft aufzubauen. Diese hat mittlerweise bewiesen, dass auch bei verletzungsbedingten Ausfällen durch Disziplin und Taktik viel erreicht werden kann. Dies ist auch ein großer Verdienst von Trainer Dirk Rohrbach, der die Mannschaft immer optimal einstellt.

Die Füchse treten mit Ihnen und Dirk Rohrbach als sportliche Doppelspitze auf. Hat diese Konstellation Zukunft?
Ralf Hantschke: Das muss sich noch zeigen, aber bisher haben wir eine gute Zusammenarbeit. Die Rollen sind klar verteilt und wir sprechen mit einer Sprache. Mal sehen, ob dies unser Modell auch für die Zukunft bleibt.

Viele Fans befürchteten auch jetzt noch, dass mit nur drei Ausländern und einem relativ kleinen Kader den Füchsen die Puste ausgeht. Sie auch?
Ralf Hantschke: Nein. Wir hatten zwar im Oktober und November jeweils eine kleine Flaute gehabt, da sich die Gegner auf uns eingestellt hatten, aber mit einigen Veränderungen haben wir unser Spielsystem wieder flexibler gemacht. Unsere Philosophie, den Stamm der Vorsaison zu behalten, geht bisher völlig auf. Die Mannschaft ist eingespielt und wir haben den besten deutschen Block der Liga.

Mit den jungen deutschen Spielern auch zufrieden?
Ralf Hantschke: Allgemein schon – die große Leistungskonstanz ist in dem Alter noch nicht zu erwarten. Wir gehen diesen Weg aber unbeirrt weiter.

Stammtorhüter Ryan MacDonald fällt verletzungsbedingt bis Saisonende aus. Ist Jonathan Boutin als sein Ersatz ein Glücksfall?
Ralf Hantschke: natürlich. Wir hätten ihm auch einen Monat Zeit gegeben, sich zu akklimatisieren. Dass er aber so einschlägt, war nicht zu erwarten. Wir brauchen immer einen starken Torhüter, denn hinten hat der Fuchs die Eier. (lacht) Wenn er weiter so hält, wird er sicherlich auch für andere Teams interessant. Wir werden uns aber auf keinen Fall an einem Gehaltspoker beteiligen.

Schlägt sich der bisherige sportliche Erfolg auch auf die finanzielle Situation nieder?
Matthias Kliemann: Teilweise. Wir hatten bis Ende November einen unerklärlichen Zuschauerschwund und dadurch eine Differenz von 24.000 Euro zur Kalkulation. Andererseits konnten wir 23 neue Sponsoren gewinnen, die uns helfen, die durch weggefallene Sponsoren entstandenen Finanzlücken zu minimieren. Dafür allen neuen und alten Sponsoren ein ganz großes Dankeschön, dass natürlich auch unseren Fans gebührt, die uns über Jahre treu begleiten. Viele unserer Sponsoren haben mittlerweile auch realisiert, dass sie durch ihr Sponsoring die Gelegenheit haben, mit anderen Unternehmen in Kontakt zu kommen und dabei vielleicht sogar neue Geschäftspartner zu finden.

Was wünschen Sie sich persönlich für das weitere Jahr?
Ralf Hantschke: Optimal wäre der vorzeitige Klassenerhalt und damit nächste Saison wieder zweite Liga zu spielen. In der nächsten Spielzeit werden wir wieder hart kämpfen müssen, ein konkurrenzfähiges Team aufzubauen. Aber wir lernen jeden Tag bei unserer Arbeit dazu.
Matthias Kliemann: Ich wünsche mir, dass die Zusammenarbeit zwischen der SpielbetriebsGmbH und dem Verein weiterhin so gut funktioniert. Durch den starken regionalen Bezug, egal ob Spieler oder Verantwortliche, haben die Füchse eine Seele. Wir wollen unseren Unterstützern kurzfristig sportlichen Erfolg bieten, aber langfristig den Eishockeystandort Weißwasser sichern. Jeder soll darauf stolz sein, ein Unterstützer der Füchse zu sein. S. Hache

+++ Puck-Geflüster +++
+++ Unterstützung. Füchse-Sponsor Vattenfall präsentiert sich am 22. Januar, 18.30 Uhr, den Füchse-Fans mit einem bunten Programm in der Südkurve der Eishalle (hinter den Blöcken E/F). Bei einem Preisrätsel gibt es unter anderem als Hauptpreis ein Trikot der Weißwasseraner Kufencracks zu gewinnen, auf dem alle Spieler unterschrieben haben. +++ Freikarten. Jeweils 500 Freikarten stellt Vattenfall Vereinen der Region für die Heimspiele am 12. und
28. Februar zur Verfügung. Die Verteilung erfolgt über den Stadtverein Weißwasser. Kontakt: 03576/217491

Quelle: Wochenkurier
2311 mal gelesen
 
1 | stesi | 18.01.2010 @ 20:24
damit is die frage wohl beantwortet ob noch ein ausländer kommt.
2 | Vollka Racho | 18.01.2010 @ 22:35
Wozu auch?
3 | Opi | 19.01.2010 @ 10:33
"Durch den starken regionalen Bezug, egal ob Spieler oder Verantwortliche, haben die Füchse eine Seele." Ist für mich persönlich die beste Aussage, was den Verein auszeichnet. Wenn es gelingt, das mehr Fans zu den Heimspielen kommen, als nur über die Feiertage, dann unterstützt es diese Aussage um so mehr. Ansonsten schöner Artikel.
4 | Lischi | 19.01.2010 @ 12:22
@Opi: das größte Problem, nicht nur in der Lausitz, iss doch mittlerweile das viele finanzielle Einsparungen im privaten Leben machen müssen, und dadurch sich dass kostenintensive Hobby Eishockey nicht mehr leisten können. Denn über die Feiertage kommen doch jene Leute zusätzlich in die Halle welche mal wieder auf Heimatbesuch sind. Denn wenn Du mal eine Tabelle mit Auswärtsfans erstellen würdetst, dann ständen da die Füchse bestimmt mit weit oben, weil da viele exil-Lausitzer in ganz Deutschland verstreut sind und immer wieder versuchen ihr Team aus der Lausitz zu sehen wenn es da auch, wie schon oben erwähnt, der finanzielle Rahmen zulässt. Ansonsten wieder mal einer feiner Artikel, welcher vom Wochenkurier raus gekommen ist.
5 | thingslikehockey | 19.01.2010 @ 13:09
Es geht ja auch immer darum - finde ich - wie ich mir das wenige Geld einteile. Ich persönlich denk mir immer so: wenn ich morgen zum Hockey will, geh ich heute eben mal nich in die Clubs oder so.. Wenn ich trotzdem weggehen will, hab ich entweder weniger Geld am Ende, oder kann eben nich zum Hockey. Wenn man sich nich zulöten muss und Fahrgemeinschaften nutzen kann, ist man mit 20-25€ dabei - das klingt zwar viel, ist aber beim heutigen Konsumverhalten einiger schnell woanders eingespart.
6 | Opi | 19.01.2010 @ 20:48
@Lischi, geb ich Dir Recht, ich habs auch mehr auf die Aussage bezogen. Mir sind die finanziellen Probleme in der Region schon bewußt.
7 | garfield34 | 20.01.2010 @ 09:30
Es gibt Leute, bei denen mit Hin- und Rückfahrt >200km an Fahrerei hinzukommen... Aber nach WSW ziehe ich deshalb nicht ;-)
8 | -Fuchs- | 20.01.2010 @ 21:09
Wir stemmen das schon über viele Jahre und müssen die Kosten einer Saison irgend wie in der eishockeyfreien Zeit erwirtschaften, irgend wie , denn ohne Füchse geht gar nicht !!! Billig Tanken , Fahrgemeinschaften, Zehnerkarten, minimaler Imbiss und Getränkekonsum. Schön währe mal Tariflohn und das ganze Jahr Arbeit , statt neun oder zehn Monate, aber wir wollen nicht üppig werden.
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