Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Tabellenzweiter beeindruckt im Fuchsbau
22.01.2010 | 23:03 Uhr von
Schwenningen kauft den Füchsen mit starkem Pressing und schnellen Beinen den Schneid ab.
Die Hoffnungen, gegen den Tabellenzweiten aus Schwenningen weitere Punkte im Kampf um den Playoff-Platz einzuheimsen, mussten die Füchse spätestens ab dem zweiten Drittel begraben, um stattdessen die Höhe der Niederlage in Grenzen zu halten. Die Gäste aus Baden-Württemberg präsentierten sich gestern im Fuchsbau einfach zu stark und gingen als hochverdienter Sieger vom Eis. Nach dem schnellen, gutklassigen Anfangsdrittel lagen die Füchse „nur“ mit 0:1 in Rückstand. Zwar hatte Schwenningen sich als erwartet spielstark präsentiert und mit einem eindrucksvollen Pressing – zum Teil attackierten sie mit drei Mann – die Lausitzer zu Fehlern gezwungen. Die aber wehrten sich nach Leibeskräften und hielten das Spiel offen. Dazu trug auch Goalie Jonathan Boutin bei, der mehrfach einen höheren Rückstand verhinderte. So bereits nach zwei Minuten, als Zeller es vom Bullypunkt direkt probierte. Auf der Gegenseite wurde Masek von Albrecht freigespielt, zielte aber zu ungenau.


Jason Guerriero (Schwenninger Wild Wings), Sebastian Klenner (Weißwasser), Daniel Hacker und Chris Straube (v.l.n.r.) im Kampf um die Scheibe. Den dynamischen Gästen hatten die Füchse gestern nur wenig entgegenzusetzen. Dennoch steckten die Lausitzer in keiner Phase auf.Foto: Peter Aswendt


Boutin hält lange Stand

Nach einer Viertelstunde nahm der Druck auf das Füchsetor noch einmal zu, aber Hootons Rückhandschuss aus drei Metern (14.) wurde ebenso von Boutin entschärft wie Zellers Schuss vom Bullykreis (15.). Hier war der Kanadier schon auf dem Weg in die andere Ecke, brachte aber noch spektakulär die Fanghand raus. Erst die Überzahl nach Foul von Lehnigk brachte den Schwenningern die verdiente Führung. St.Jean, die Neuverpflichtung aus Heilbronn, traf von der blauen Linie.

Noch einmal wurde es vor der Pause gefährlich. Kaufmann spielte sich durch die Füchse-Abwehr, blieb aber zweiter Sieger gegen Boutin, der ihm die Scheibe wegfischte.

Schwenningen knüpfte im Mittelabschnitt an sein überlegenes Spiel an. Nach dem schnellen 0:2 durch Hooton wirkten die Füchse oft unsicher bis überfordert mit dem Tabellenzweiten. Ohne Selbstvertrauen und Dynamik riskierten sie, eine Packung zu erhalten. Dass es dazu nicht kam, ist vor allem Jonathan Boutin zu verdanken, der einmal mehr einen herausragenden Abend hatte. Bezeichnend ist, dass er seine besten Paraden bei eigener Überzahl zeigen sollte – als Gaucher nach 23 Minuten auf die Strafbank musste, kamen seine Wild Wings zu zwei Großchancen kurz hintereinander.

Die Hausherren kamen im gesamten Abschnitt nur zweimal gefährlich vor das gegnerische Tor, Albrecht (22.) und Götz (32.) vergaben. Nach 8:18 im Drittel wurde der durchgebrochene Schröder derart behindert, dass der kurzfristig nominierte Hauptschiedsrichter Zehetleitner auf Penalty entschied. Guerriero verwandelte sicher.

Bezeichnend auch, dass die Füchse ihren Penalty, den sie im Schlussdrittel noch zugesprochen bekamen, nicht nutzen konnten. Tepper verschoss gegen Silverthorn (44.). Insgesamt war das letzte Drittel das beste der Füchse, auch weil Schwenningen weniger aggressiv zu Werke ging. Die konnten es sich nach dem entscheidenden 0:4 durch Pinizzotto (45.) auch leisten, das Tempo etwas herauszunehmen. So kamen die Hausherren noch zu guten Gelegenheiten durch Lehnigk (48.), Tepper (57.) und Gosdeck (58.), konnten Silverthorn aber nicht überwinden. Gerade Gosdeck zeigte noch einmal, warum an diesem Abend nichts zu holen war: Anstatt frei vor Silverthorn nach seiner Art hart draufzuschießen, versuchte, er den Gegner auszuspielen. Der war dafür aber eine Nummer zu groß.

(Von Ronny Reddo und Marcel Pochanke)

Quelle: Sächsische Zeitung vom 22.Januar 2010
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