Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Füchse hoffnungslos unterlegen
23.01.2010 | 08:45 Uhr von
Der Fuchsbau erlebte am Freitagabend eine jener Partien, in denen sich der besorgte Fan auf den Rängen fragt: Hat der Konkurrent eigentlich einen Spieler mehr auf dem Eis? Hatten die Wild Wings Schwenningen natürlich nicht, aber angesichts ihrer Überlegenheit mussten die Zuschauer zumindest diesen Eindruck gewinnen. Denn Schwenningen ließ die Lausitzer Füchse über weite Strecken kaum zur Entfaltung kommen.
Von der ersten Minute an zeigten die Wild Wings, warum sie Tabellenzweiter der 2. Bundesliga sind. Schwenningen machte mit allen vier Angriffsreihen viel Druck, ließ Scheibe sowie den Gegner laufen und riegelte das eigene Drittel mit einer aggressiven Verteidigung ab.
Vor 2162 Zuschauern hatte Schwenningen zwar die gleiche Anzahl an Spielern auf dem Eis, aber am Ende insgesamt vier Tore mehr erzielt als die Füchse. Der souveräne 4:0-Sieg der Gäste entsprach durchaus den Spielanteilen in diesem ungleichen Duell. Denn nach drei Heimsiegen in Folge hatten die Füchse diesmal nicht die Spur einer Chance. Dass die Mannschaft von Trainer Dirk Rohrbach nicht schon im ersten Drittel unterging, hatte sie wieder einmal ihrem Torhüter Jonathan Boutin zu verdanken. Nach zwei Minuten hatte Schwenningen schon zwei Großchancen zu verzeichnen. Neuzugang Marc St. Jean führte sich dann in der 16. Minute mit dem 1:0 ein. Die Füchse fanden sich nur selten zu einem konstruktiven Spiel zusammen, weil Schwenningen ihnen kaum Raum anbot. Unmittelbar nach Beginn des zweiten Drittels erhöhte Brock Hooton auf 2:0 (22.), Jason Guerriero per Penalty auf 3:0 (29.). Jason Pinizzotto sorgte in der 45. Minute für den Endstand und besiegelte den ersten echten Dämpfer der Füchse nach wochenlangem Höhenflug. „Schwenningen hat auf sehr hohem Niveau gespielt. Schade, dass uns nicht wenigstens der Ehrentreffer gelungen ist“, sagte Coach Rohrbach.


Keine Abwehrchance: Brock Hooton (r.) erzielt den zweiten Treffer für die Gäste aus Schwenningen. Foto: Aswendt


(Frank Noack)

Quelle: Lausitzer Rundschau
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