Die EVR Tower Stars können beim heutigen Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse (20 Uhr) und am Sonntag gegen die Eispiraten Crimmitschau wieder auf Jeremy Adduono zurückgreifen. Der Kanadier kehrt nach fast vier Monaten ins Team zurück. Problematisch bleibt die Defensive, wo nun Stürmer Andreas Kruck die Personalnot lindern soll.
Das Comeback-Projekt von Jeremy Adduono steht kurz vor der Vollendung: „Stand heute ist, dass er spielen wird“, sagte Tower-Stars-Trainer Peter Draisaitl gestern im Gespräch mit der SZ und lobte die Zähigkeit des Kanadiers: „Da kann man sehen, was Motivation und Härte gegen sich selbst bewirken können.“
Adduono war seit Anfang Oktober mit einer Schulterverletzung ausgefallen, die damalige Prognose lautete Saisonaus. Aber der 31-Jährige biss sich durch eine knallharte Reha und kann nun die Früchte seiner bemerkenswerten Arbeit ernten.
Draisaitl plant mit Adduono in der dritten Reihe, er soll gemeinsam mit Neuzugang Martin Heider und Tobias Samendinger stürmen. In den vorderen Reihen bleibt es bei der Zusammensetzung wie in den vergangenen Spielen mit Ben Thomson, Ash Goldie und Shane Endicott in Reihe eins und Peter Boon, Artjom Kostyrev und Christopher Oravec in Reihe zwei. Eine Neuerung gibt es aber in der Defensive. Draisaitl zieht Stürmer Andreas Kruck in die Verteidigung zurück, er wird voraussichtlich mit Matt Kinch ein robustes Defensiv-Paar bilden. Dahinter formieren sich dann Kapitän Lukas Slavetinsky und Florian Ullmann sowie Michal Vasicek gemeinsam mit Raphael Kapzan.
„Mit fünf Verteidigern rotieren, das kann man über eine kurze Zeit machen, aber irgendwann wird es zu viel des Guten“, erklärte Draisaitl die Maßnahme. Zwar stand Bernhard Leiprecht immer als weitere Absicherung bereit, zu einem Einsatz reichte es aber nicht. „Wir sind froh, dass er uns immer zur Verfügung steht“, betont Draisaitl, in Richtung Play-offs müsse er aber eine sehr stabile Aufstellung finden.
Kruck bietet sich dafür an. Bei einem Treffen mit Fans im Dezember hatte Draisaitl den 25-Jährigen bereits als einen der besten „back-checker“ bezeichnet, also einen Stürmer, der sehr effektiv nach hinten arbeitet. Kruck selbst sagte auf Nachfrage, dass er zwar noch nie Verteidiger gespielt habe, er aber nicht mit großen Umstellungsproblemen rechne: „Jeder versucht der Mannschaft bestmöglich zu helfen, und wenn ich Verteidiger spielen soll, dann mach ich das so“, sagte Kruck.
Zwei Top-Scorer im Anmarsch
Heute Abend gegen die Lausitzer Füchse hat Kruck gleich zwei der Top-Stürmer der Liga gegen sich. Carsten Gosdeck ist mit 22 Treffern der viertbeste Torschütze, Ex-Tower-Star Marvin Tepper liegt mit insgesamt 49 Punkten (Zehn Tore, 39 Assists) in der Scorer-Liste auch auf Rang vier. Und dann gibt es da noch Füchse-Torwart Jonathan Boutin: Der erst im Dezember verpflichtete Kanadier hat sich gut eingeführt in der Liga und beim vergangenen Aufeinandertreffen mit den Tower Stars seinem Team quasi im Alleingang einen 1:0-Sieg gesichert.
„Wir müssen uns auf ein enges und hartes Spiel einstellen und Geduld beweisen“, sagt Draisaitl. Lausitz sei als Mannschaft schwer auszurechnen, ein durchgängiges Offensiv-Konzept hat der Tower-Stars-Coach zumindest noch nicht entdeckt: „Die haben drei Reihen, die alle mit einem anderen System spielen.“
Ein auffälliges Manko aus dem letzten Füchse-Spiel beschäftigt Draisaitl auch heute noch: Elfmal hat sein Team in dieser Saison nur eins oder gar kein Tor geschossen und nach vielen Analysen benennt der Coach drei Punkte, an denen es hapert: „In vielen Situationen fehlt die Durchschlagskraft, wir vergeuden zu viel Energie auf den falschen Gebieten des Eises und dann muss man die Chancen, die man bekommt, auch besser nutzen“, fasst Draisaitl zusammen. Einzelne Spieler will der Trainer dabei nicht nennen: „Das betrifft alle, wir haben fast immer vier Reihen auf dem Eis, die punkten können, aber sie müssen das auch zeigen.“
Zum Beispiel auch am Sonntag in Crimmitschau: Die Sachsen sind der „Angstgegner“ der Ravensburger, das einzige Team, gegen das die Tower Stars bisher alle drei Saisonspiele verloren haben. „Die gewinnen ja nicht nur gegen uns“, wehrt Draisaitl Fragen ab, warum man gegen den Drittletzten regelmäßig schlecht aussieht. Die Eispiraten seien ein unangenehmes, kantiges und sperriges Team, gegen das man nur gewinne, wenn „die Kleinigkeiten stimmen und man seine Chancen auch nützt“. In Crimmitschau müssen sich die Tower Stars also warm anziehen -- im wahrsten Sinne des Wortes. Das Kunsteisstadion ist nämlich ein zugiger Ort, selbst für den beinharten Trainer Peter Draisaitl: „Ich sollte jedenfalls meine Mütze und die lange Unterhose nicht vergessen.“
Das Comeback-Projekt von Jeremy Adduono steht kurz vor der Vollendung: „Stand heute ist, dass er spielen wird“, sagte Tower-Stars-Trainer Peter Draisaitl gestern im Gespräch mit der SZ und lobte die Zähigkeit des Kanadiers: „Da kann man sehen, was Motivation und Härte gegen sich selbst bewirken können.“
Adduono war seit Anfang Oktober mit einer Schulterverletzung ausgefallen, die damalige Prognose lautete Saisonaus. Aber der 31-Jährige biss sich durch eine knallharte Reha und kann nun die Früchte seiner bemerkenswerten Arbeit ernten.
Draisaitl plant mit Adduono in der dritten Reihe, er soll gemeinsam mit Neuzugang Martin Heider und Tobias Samendinger stürmen. In den vorderen Reihen bleibt es bei der Zusammensetzung wie in den vergangenen Spielen mit Ben Thomson, Ash Goldie und Shane Endicott in Reihe eins und Peter Boon, Artjom Kostyrev und Christopher Oravec in Reihe zwei. Eine Neuerung gibt es aber in der Defensive. Draisaitl zieht Stürmer Andreas Kruck in die Verteidigung zurück, er wird voraussichtlich mit Matt Kinch ein robustes Defensiv-Paar bilden. Dahinter formieren sich dann Kapitän Lukas Slavetinsky und Florian Ullmann sowie Michal Vasicek gemeinsam mit Raphael Kapzan.
„Mit fünf Verteidigern rotieren, das kann man über eine kurze Zeit machen, aber irgendwann wird es zu viel des Guten“, erklärte Draisaitl die Maßnahme. Zwar stand Bernhard Leiprecht immer als weitere Absicherung bereit, zu einem Einsatz reichte es aber nicht. „Wir sind froh, dass er uns immer zur Verfügung steht“, betont Draisaitl, in Richtung Play-offs müsse er aber eine sehr stabile Aufstellung finden.
Kruck bietet sich dafür an. Bei einem Treffen mit Fans im Dezember hatte Draisaitl den 25-Jährigen bereits als einen der besten „back-checker“ bezeichnet, also einen Stürmer, der sehr effektiv nach hinten arbeitet. Kruck selbst sagte auf Nachfrage, dass er zwar noch nie Verteidiger gespielt habe, er aber nicht mit großen Umstellungsproblemen rechne: „Jeder versucht der Mannschaft bestmöglich zu helfen, und wenn ich Verteidiger spielen soll, dann mach ich das so“, sagte Kruck.
Zwei Top-Scorer im Anmarsch
Heute Abend gegen die Lausitzer Füchse hat Kruck gleich zwei der Top-Stürmer der Liga gegen sich. Carsten Gosdeck ist mit 22 Treffern der viertbeste Torschütze, Ex-Tower-Star Marvin Tepper liegt mit insgesamt 49 Punkten (Zehn Tore, 39 Assists) in der Scorer-Liste auch auf Rang vier. Und dann gibt es da noch Füchse-Torwart Jonathan Boutin: Der erst im Dezember verpflichtete Kanadier hat sich gut eingeführt in der Liga und beim vergangenen Aufeinandertreffen mit den Tower Stars seinem Team quasi im Alleingang einen 1:0-Sieg gesichert.
„Wir müssen uns auf ein enges und hartes Spiel einstellen und Geduld beweisen“, sagt Draisaitl. Lausitz sei als Mannschaft schwer auszurechnen, ein durchgängiges Offensiv-Konzept hat der Tower-Stars-Coach zumindest noch nicht entdeckt: „Die haben drei Reihen, die alle mit einem anderen System spielen.“
Ein auffälliges Manko aus dem letzten Füchse-Spiel beschäftigt Draisaitl auch heute noch: Elfmal hat sein Team in dieser Saison nur eins oder gar kein Tor geschossen und nach vielen Analysen benennt der Coach drei Punkte, an denen es hapert: „In vielen Situationen fehlt die Durchschlagskraft, wir vergeuden zu viel Energie auf den falschen Gebieten des Eises und dann muss man die Chancen, die man bekommt, auch besser nutzen“, fasst Draisaitl zusammen. Einzelne Spieler will der Trainer dabei nicht nennen: „Das betrifft alle, wir haben fast immer vier Reihen auf dem Eis, die punkten können, aber sie müssen das auch zeigen.“
Zum Beispiel auch am Sonntag in Crimmitschau: Die Sachsen sind der „Angstgegner“ der Ravensburger, das einzige Team, gegen das die Tower Stars bisher alle drei Saisonspiele verloren haben. „Die gewinnen ja nicht nur gegen uns“, wehrt Draisaitl Fragen ab, warum man gegen den Drittletzten regelmäßig schlecht aussieht. Die Eispiraten seien ein unangenehmes, kantiges und sperriges Team, gegen das man nur gewinne, wenn „die Kleinigkeiten stimmen und man seine Chancen auch nützt“. In Crimmitschau müssen sich die Tower Stars also warm anziehen -- im wahrsten Sinne des Wortes. Das Kunsteisstadion ist nämlich ein zugiger Ort, selbst für den beinharten Trainer Peter Draisaitl: „Ich sollte jedenfalls meine Mütze und die lange Unterhose nicht vergessen.“
Tim Herre
Quelle: www.schwaebische.de