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Langeweile? Ein Fremdwort bei den Wölfen
19.02.2010 | 05:52 Uhr von
Wenn die Wölfe Freiburg eines garantiert nicht sind, dann dies: langweilig. Beim Tabellenletzten der zweiten Eishockey-Bundesliga passiert immer irgendetwas - und das nicht nur bei den Spielen, die an diesem Wochenende zunächst in Weißwasser und am Sonntag (18.30 Uhr, Franz-Siegel-Halle) gegen Heilbronn ausgetragen werden.

Die jüngste Entwicklung: Noah Katz, deutsch-amerikanischer Angreifer, ist mir-nicht-dir-nichts zurück in die USA geflogen - aus privaten Gründen, wie es heißt. Katz’ überraschender Weggang ruft bei der Wölfe-GmbH freilich keine Bitterkeit hervor. Denn einerseits, so betont deren Sprecher Holger Döpke, sei die Trennung völlig problemlos und fair verlaufen. Und andererseits hinterlässt Katz keine große Lücke. Der Stürmer zeigte sich zwar stets engagiert, aber ist spielerisch limitiert und wurde von Trainer Markus Berwanger nur sporadisch im vierten Block eingesetzt. „Reisende soll man nicht aufhalten“, konstatiert dieser denn auch gelassen.

Bänderschaden bei Bousquet

Schmerzlicher ist der Ausfall von Dany Bousquet: Beim frankokanadischen Routinier hat sich der Verdacht auf eine schwere Knieverletzung bestätigt - mit einem Teilabriss des Innen- und einer Dehnung des Kreuzbandes fehlt er mindestens vier Wochen, mutmaßlich aber bis Saisonende. Aktuell fallen zudem Tim Schüle (Grippe) und Rudi Gorgenländer (Rippe) aus. Trotz Schmerzen auflaufen wird dagegen wohl Jeff Corey (Berwanger: „Er ist im Training gegen die Bande gekracht“), während Nico Linsenmaier am Wochenende aller Voraussicht nicht zum Einsatz kommen wird.
Noch nicht. Doch die Wölfe haben den 16-jährigen Nachwuchsspieler für ihre erste Mannschaft lizenziert: „Vorausschauend und als weitere Option“, erklärt Berwanger und verweist mit Blick auf Abgänge und Verletzungen darauf, dass sich die Wölfe in finanzieller Hinsicht nicht mit Liga-Konkurrenten wie Schwenningen oder München vergleichen könnten. Berwanger weiter: „Deshalb müssen wir auf den eigenen Nachwuchs setzen, und dafür bin ich der richtige Mann.“

Fous: Sechs Einsätze in sieben Spielen?

Das Torhütergespann heißt bei beiden Begegnungen des Wochenendes Glaser/Fous: In seiner Heimat Weißwasser steht Ronny Glaser im Gehäuse, bei der Heimpartie gegen die Falken hütet Martin Fous das Freiburger Tor. Zu rechnen ist allerdings damit, dass Fous in Weißwasser auch zum Einsatz kommt, zumindest für ein paar Sekunden. Hintergrund: Um in den Playdowns spielberechtigt zu sein, muss der Förderlizenz-Goalie aus Hamburg mindestens zehn Punktspiele im Wölfe-Dress bestritten haben. Bisher kommt Fous aber nur auf deren vier, bei sieben noch ausstehenden Partien. Viel Spielraum bleibt also nicht - doch Berwanger gibt sich auch in dieser Situation gelassen und plant, Fous noch sechsmal aufs Eis zu schicken. Kurzeinsätze zählen, die bloße Erwähnung als Ersatztorwart auf dem Spielberichtsbogen ist dagegen nicht ausreichend.
Die taktischen Torwart-Rochaden haben den Effekt, dass Christoph Mathis nicht wie gewohnt zum Zuge kommt. Da will Berwanger allerdings partout verhindern, dass dies falsch interpretiert wird. “Das bedeutet nicht, dass Christoph Mathis keine Chance mehr bekommt. Ich bin froh, dass uns drei sehr gute Torhüter zur Verfügung stehen.”

Von Karl Heidegger

Quelle: Badische Zeitung
2455 mal gelesen
 
1 | Frank | 19.02.2010 @ 07:12
Laut Durchführungsbestimmngen darf Fous in der Olympiapause gar nicht spielen, da er noch keine 5 Spiele für Freiburg absolviert hat.
2 | SEFI | 19.02.2010 @ 11:17
Stimmt. Bis zum 31.1. hätten 5 Spiele auf dem Konto sein müssen, er hatte zu dem Zeitpunkt nur 3. Also vom 17.2.-1.3. nicht spielberechtigt wenn der Föli-Status noch besteht. Somit kann er maximal auf 7 Spiele kommen und wäre auch in den Playdowns nicht spielberechtigt.
3 | rene72 | 19.02.2010 @ 14:00
hauptsache Freiburg weiss das nicht und setzt ihn bei uns ein ;-)
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