Wölfe legen Einspruch gegen Spielwertung ein
Auf den ersten Blick scheint alles ganz klar zu sein: Die Freiburger Wölfe haben in Weißwasser Martin Fous dabei, der Förderlizenz-Goalie hat erst vier Spiele statt der vom Reglement geforderten fünf, die Lausitzer Füchse legen Protest ein, die ESBG wertet die Partie zu Gunsten der Gastgeber. Doch manchmal sind die Dinge nicht so simpel, wie sie auf den ersten Blick zu sein scheinen. Deshalb legen die Wölfe Einspruch gegen die Spielwertung ein.
Das bestätigte Holger Döpke gegenüber der Badischen Zeitung. “Wir wollen die Punkte nicht kampflos abgeben”, sagte der Wölfe-Sprecher am Montagabend, “das ist unsere Pflicht gegenüber Fans und Mannschaft. Wir verlangen von den Spielern, dass sie alles geben - also müssen auch wir alles geben.”
Zu der Strategie, mit der die Wölfe in die juristische Verlängerung vor dem DEB-Spielgericht ziehen, wollte sich Döpke freilich nicht äußern: “Das ist ein schwebendes Verfahren, weswegen ich öffentlich keine Begründung abgeben kann.” Durchblicken ließ er nur: Der Einspruch der Wölfe stützt sich auf “gewisse Widersprüche” im Reglement.
Das Reglement besteht aus zwei Säulen: zum einen aus den Durchführungsbestimmungen der Ligengesellschaft ESBG, zum anderen aus der Spielordnung des Deutschen Eishockey-Bundes DEB. Allein dies macht die Sache verzwickter, als sie beim schnellen Lesen der Durchführungsbestimmungen wirkt. In Letzterer fehlen zudem - anders als in vergleichbaren Papieren - genaue Angaben zur Zählweise von Torwart-Spielen. Ob dies eine Rolle beim Einspruch der Breisgauer spielen könnte? Darüber kann nur spekuliert werden; Döpke lässt sich jedenfalls nicht in die Karten schauen.
Klar ist nur: Die Sache ist komplizierter, als sie auf den ersten Blick erscheint. Das betont auch Holger Döpke - und sagt vorsichtig, aber kämpferisch: “Wir werden es versuchen.” In der Tat scheinen die Chancen der Wölfe nicht gerade glanzvoll zu sein. Aber das waren sie auch nicht, als ihre Profis am 29. Januar beim Tabellenführer EHC München antraten - und mit 4:3 gewannen.
Wann sich das DEB-Spielgericht mit dem Fall Fous beschäftigen wird, steht noch nicht fest.
Wenn es denn doch 2:3 gewertet wird, kann man diese Regel auch ganz abschaffen! Wozu gibts denn eine Festlegung der Spielanzahl? Unglaubliches Spektakel.....
2 | Lischi | 23.02.2010 @ 12:42
dass iss ja wie Weihnachten, jede Woche ne neue Überraschung...
3 | FilderFuchs | 23.02.2010 @ 13:05
Ab wann wird denn die Olymp
4 | FilderFuchs | 23.02.2010 @ 13:06
ia-Pause gerechnet? Am 16.02. waren ja noch DEL-Spiele. Und am 14.02. hat Fous gegen Crimme das 5. Mal auf dem Spielberichtsbogen gestanden.
5 | Coswiger | 23.02.2010 @ 13:10
@4 Stichtag ist 31.01. - bis dahin muß er fünf Spiele haben.
6 | FilderFuchs | 23.02.2010 @ 13:15
@5 Danke für die Info. Dann sollte doch hoffentlich alles klar sein.
7 | Fuchs-Blau | 23.02.2010 @ 14:42
Ihr habt doch aber nicht geglaubt das man dies so ohne weiteres hinnimt!?
8 | Kiesi71 | 23.02.2010 @ 16:16
unser verein würde es doch genauso probieren
9 | thingslikehockey | 23.02.2010 @ 21:49
Den Freiburgern soll es darum gehen, dass Fous auch direkt auf dem Eis gestanden haben muss, um dieses auch gewertet zu bekommen, um die nötige Anzahl Spiele zu erreichen für die Play-Downs. Um aber gegen die Durchführungsbestimmungen zu verstoßen, reicht es aus, dass ein nicht spielberechtigter Spieler auf dem Formular steht, sprich die ganze Zeit nur auf der Bank sitzt. Das wäre wohl nach Meinung Döpkes nicht gaaaanz hundertprozentig geklärt gewesen in den Bestimmungen.
10 | thingslikehockey | 23.02.2010 @ 21:53
Allerdings versteh ich dann die Aussage von Berwanger nich, dass er gespielt hätte, wenn das Spiel nich so eng gewesen wäre. Heißt für mich, dass es die Jungs da unten nich gewusst haben und jetzt auf "Dummfang" gehen..
11 | Dynamix12 | 24.02.2010 @ 10:00
Ich würde mir da keine Kopf machen. Freiburg versucht es eben. Wie heisst es so schön bei den Badensern-Schwaben, Wir können nichts, nichtmal hochdeutsch. Ich geh mal davon aus, dass es von den Durchführungsbestimmungen keine schwäbisch-badische Version gibt. ;-)
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Auf den ersten Blick scheint alles ganz klar zu sein: Die Freiburger Wölfe haben in Weißwasser Martin Fous dabei, der Förderlizenz-Goalie hat erst vier Spiele statt der vom Reglement geforderten fünf, die Lausitzer Füchse legen Protest ein, die ESBG wertet die Partie zu Gunsten der Gastgeber. Doch manchmal sind die Dinge nicht so simpel, wie sie auf den ersten Blick zu sein scheinen. Deshalb legen die Wölfe Einspruch gegen die Spielwertung ein.
Das bestätigte Holger Döpke gegenüber der Badischen Zeitung. “Wir wollen die Punkte nicht kampflos abgeben”, sagte der Wölfe-Sprecher am Montagabend, “das ist unsere Pflicht gegenüber Fans und Mannschaft. Wir verlangen von den Spielern, dass sie alles geben - also müssen auch wir alles geben.”
Zu der Strategie, mit der die Wölfe in die juristische Verlängerung vor dem DEB-Spielgericht ziehen, wollte sich Döpke freilich nicht äußern: “Das ist ein schwebendes Verfahren, weswegen ich öffentlich keine Begründung abgeben kann.” Durchblicken ließ er nur: Der Einspruch der Wölfe stützt sich auf “gewisse Widersprüche” im Reglement.
Das Reglement besteht aus zwei Säulen: zum einen aus den Durchführungsbestimmungen der Ligengesellschaft ESBG, zum anderen aus der Spielordnung des Deutschen Eishockey-Bundes DEB. Allein dies macht die Sache verzwickter, als sie beim schnellen Lesen der Durchführungsbestimmungen wirkt. In Letzterer fehlen zudem - anders als in vergleichbaren Papieren - genaue Angaben zur Zählweise von Torwart-Spielen. Ob dies eine Rolle beim Einspruch der Breisgauer spielen könnte? Darüber kann nur spekuliert werden; Döpke lässt sich jedenfalls nicht in die Karten schauen.
Klar ist nur: Die Sache ist komplizierter, als sie auf den ersten Blick erscheint. Das betont auch Holger Döpke - und sagt vorsichtig, aber kämpferisch: “Wir werden es versuchen.” In der Tat scheinen die Chancen der Wölfe nicht gerade glanzvoll zu sein. Aber das waren sie auch nicht, als ihre Profis am 29. Januar beim Tabellenführer EHC München antraten - und mit 4:3 gewannen.
Wann sich das DEB-Spielgericht mit dem Fall Fous beschäftigen wird, steht noch nicht fest.
Von Karl Heidegger
Quelle: Badische Zeitung