Einen Tag Urlaub
Nachdem in den letzten Tagen die Internetverbindung nicht so zur Verfügung stand, wie erhofft folgen hier nun nach und nach die weiteren Berichte. Die Leistung vom Schwedenspiel musste ich erstmal verdauen und so liess ich es am Donnerstag eher ruhig angehen. Mit einem weiteren deutschen Eishockeyfan ging es in den Stanley Park, einer der vielen grünen Lungen in Vancouver, nördlich von Downtown. Da der Urlaub ja nicht nur aus passivem, sondern auch aus aktivem Sport bestehen sollte, mieteten wir zwei Fahrräder und los ging die Tour um den ganzen Park herum. Vorbei ging es am „Sachsenhaus“, in dem es jeden Abend Veranstaltungen, Sauerkraut und besseres Bier, als die kanadische Plörre, gibt, weiter zu den Totempfählen, die aus indianischen künstlerischen Elementen bestehen, zur Lions Gate Bridge, die nach North Vancouver führt. Am Strand entlang wieder Richtung Süden bis zur English Bay, um dort am Inukshuk einen Fotostop mit Füchseschal einzulegen. Der Inukshuk ist ein Steingebilde aus der Volksgruppe der Eskimos und steht für einen Gegenstand, der anstelle eines Menschen Aufgaben übernehmen kann. Gleichzeitig dient er den Organisatoren der Olympischen Spiele als Logo und dementsprechend als gute Quelle für die grossen Merchandising-Einnahmen. Ob das von den Inuit so gewollt war, wag ich einfach mal zu bezweifeln. Letztendlich sind wir gute 10 Kilometer geradelt und für mich als junges, nichtrauchendes Mädel natürlich kein Problem zu bewältigen. Ich pfiff aus dem letzten Loch, das war schon nicht mehr feierlich *hust*
Der Füchse-Schal war da
Nach der (Tor-)Tour gab es Mittagessen und weil die Olympiade ja eine Veranstaltung mit Sportlern aus aller Welt ist, hielten wir dies auch beim Essen so und versuchten mongolische Küche, was an sich sehr lecker war, nur eben etwas gewöhnungsbedürftig. Den Nachmittag wagte ich dann in einen Pub einzukehren und mit meinem schweizer Fähnchen inmitten der Kanadier die knappe 2:3 nach Penaltyschiessen-Niederlage zu feiern. Bis zum 2:0 wurde man noch „bemitleidet“, doch mit dem 1:2 und erst Recht dem Ausgleich wurde es auf einmal ganz still. Erst Sidney Crosby konnte die Kanadier aus ihrer Starre erlösen. Am Abend wurde dann das Domizil gewechselt und nach Umzug gab es noch eine kleine Konzertsession.
Die deutschen Biathlondamen gaben an diesem Tag keinen Grund zum Jubeln, die Medaillen im 15km Rennen gingen an Tora Berger aus Norwegen, die überraschende Kasachin Khrustaleva und Darya Domratscheva aus der Ukraine. Auch die Männer blieben wieder hinter ihren Erwartungen zurück und mussten einen norwegischen Doppelsieg durch Emil Hegle Svendsen und Ole Einar Björndalen hinnehmen. Dritter wurde der Weissrusse Sergey Novikov. Ebenso waren Sportlerinnen anderer Nationen besser im 1000m Eisschnelllaufrennen, die Kanadierin Christine Nesbitt feierte einen Heimsieg und verwies die Niederländerinnen Annette Gerritsen und Laurine van Riessen auf die Plätze. Lediglich Maria Riesch holte an diesem Tag die deutschen Kohlen aus dem Feuer und konnte Gold in der Super-Kombination erringen. Sie profitierte dabei von einem Sturz ihrer Freundin und Rivalin Lindsay Vonn. Julia Mancuso aus den USA und Anja Pärson aus Schweden durften sich auch über Edelmetall freuen.
Bilanz des deutschen Teams: 4xGold (Felix Loch/Rodeln, Magdalena Neuner/Biathlon Verfolgung, Tatjana Hüfner/Rodeln, Maria Riesch/Ski Alpin Superkombination), 4x Silber (Magdalena Neuner/Biathlon Sprint, Stephanie Beckert/Eisschnellauf 3000m, David Möller/Rodeln, Jenny Wolf/Eisschnelllauf 500m)), 3xBronze (Aljona Savchenko und Robin Szolkowy/Eiskunstlaufen, Natalie Geisenberger/Rodeln, Patric Leitner und Alexander Resch/Rodeln)
1 | SEFI | 23.02.2010 @ 16:43
Schön, wieder was von Dir zu lesen. Geniess die letzten Tage.
2 | Opi | 23.02.2010 @ 21:51
Mensch Alexis, haben schon gedacht, bist verschollen gegangen. Schön wieder geschrieben, hoffen auf Zugabe!!Viel Spaß Dir noch!
3 | Polly | 23.02.2010 @ 21:58
wenn man deutscher zeit erst um 9uhr ins bett get ^^ hab ihr ja auch noch einen kleinen zustzauftrag gegeben ;) und alexis: *böse zungen behaupten das selbst hannoveraner dein tagebuch mitverfolgen* viel spaß noch
4 | Icefox | 24.02.2010 @ 08:00
"hab ihr ja auch noch einen kleinen zustzauftrag gegeben ;)" kann sich ja jetzt jeder sein teil denken ^^ @alexis, bitt beim nächsten staffel biathlon der frauen mit laufen, war scho nen kleiner schock das nur bronze raus kam :(
5 | Sonne | 24.02.2010 @ 20:31
Na Gott sei Dank, da bist du ja wieder ;-)
6 | Sonne | 24.02.2010 @ 20:32
@ Polly: was heißt denn hier bitte SELBST HANNOVERANER????
7 | Polly | 24.02.2010 @ 21:13
naja so wie es halt dort steht ;) meine sonne ^^
8 | alexis | 25.02.2010 @ 09:30
@3,5,6 und 7: aha - erwischt ;)
9 | alexis | 25.02.2010 @ 09:32
Kurzes Zwischenfazit: hab heut gesehen, dass Bobfahren definitiv kein Sport für mich wäre, in 9 Stunden geht der Flieger und nach Ankunft in Europa werd ich mal das "Tagebuch" up to date bringen
10 | Sonne | 25.02.2010 @ 21:43
@8....warum denn das?? ;-)
11 | Opi | 25.02.2010 @ 21:46
Mensch Alexis, so schnell geht die Zeit ins Land. Ich wünsch Dir einen guten und ruhigen Heimflug.Vielleicht fallen Dir ja noch paar schöne Geschichten ein.Komm gut nach Hause.
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Nachdem in den letzten Tagen die Internetverbindung nicht so zur Verfügung stand, wie erhofft folgen hier nun nach und nach die weiteren Berichte. Die Leistung vom Schwedenspiel musste ich erstmal verdauen und so liess ich es am Donnerstag eher ruhig angehen. Mit einem weiteren deutschen Eishockeyfan ging es in den Stanley Park, einer der vielen grünen Lungen in Vancouver, nördlich von Downtown. Da der Urlaub ja nicht nur aus passivem, sondern auch aus aktivem Sport bestehen sollte, mieteten wir zwei Fahrräder und los ging die Tour um den ganzen Park herum. Vorbei ging es am „Sachsenhaus“, in dem es jeden Abend Veranstaltungen, Sauerkraut und besseres Bier, als die kanadische Plörre, gibt, weiter zu den Totempfählen, die aus indianischen künstlerischen Elementen bestehen, zur Lions Gate Bridge, die nach North Vancouver führt. Am Strand entlang wieder Richtung Süden bis zur English Bay, um dort am Inukshuk einen Fotostop mit Füchseschal einzulegen. Der Inukshuk ist ein Steingebilde aus der Volksgruppe der Eskimos und steht für einen Gegenstand, der anstelle eines Menschen Aufgaben übernehmen kann. Gleichzeitig dient er den Organisatoren der Olympischen Spiele als Logo und dementsprechend als gute Quelle für die grossen Merchandising-Einnahmen. Ob das von den Inuit so gewollt war, wag ich einfach mal zu bezweifeln. Letztendlich sind wir gute 10 Kilometer geradelt und für mich als junges, nichtrauchendes Mädel natürlich kein Problem zu bewältigen. Ich pfiff aus dem letzten Loch, das war schon nicht mehr feierlich *hust*
Nach der (Tor-)Tour gab es Mittagessen und weil die Olympiade ja eine Veranstaltung mit Sportlern aus aller Welt ist, hielten wir dies auch beim Essen so und versuchten mongolische Küche, was an sich sehr lecker war, nur eben etwas gewöhnungsbedürftig. Den Nachmittag wagte ich dann in einen Pub einzukehren und mit meinem schweizer Fähnchen inmitten der Kanadier die knappe 2:3 nach Penaltyschiessen-Niederlage zu feiern. Bis zum 2:0 wurde man noch „bemitleidet“, doch mit dem 1:2 und erst Recht dem Ausgleich wurde es auf einmal ganz still. Erst Sidney Crosby konnte die Kanadier aus ihrer Starre erlösen. Am Abend wurde dann das Domizil gewechselt und nach Umzug gab es noch eine kleine Konzertsession.
Die deutschen Biathlondamen gaben an diesem Tag keinen Grund zum Jubeln, die Medaillen im 15km Rennen gingen an Tora Berger aus Norwegen, die überraschende Kasachin Khrustaleva und Darya Domratscheva aus der Ukraine. Auch die Männer blieben wieder hinter ihren Erwartungen zurück und mussten einen norwegischen Doppelsieg durch Emil Hegle Svendsen und Ole Einar Björndalen hinnehmen. Dritter wurde der Weissrusse Sergey Novikov. Ebenso waren Sportlerinnen anderer Nationen besser im 1000m Eisschnelllaufrennen, die Kanadierin Christine Nesbitt feierte einen Heimsieg und verwies die Niederländerinnen Annette Gerritsen und Laurine van Riessen auf die Plätze. Lediglich Maria Riesch holte an diesem Tag die deutschen Kohlen aus dem Feuer und konnte Gold in der Super-Kombination erringen. Sie profitierte dabei von einem Sturz ihrer Freundin und Rivalin Lindsay Vonn. Julia Mancuso aus den USA und Anja Pärson aus Schweden durften sich auch über Edelmetall freuen.
Bilanz des deutschen Teams: 4xGold (Felix Loch/Rodeln, Magdalena Neuner/Biathlon Verfolgung, Tatjana Hüfner/Rodeln, Maria Riesch/Ski Alpin Superkombination), 4x Silber (Magdalena Neuner/Biathlon Sprint, Stephanie Beckert/Eisschnellauf 3000m, David Möller/Rodeln, Jenny Wolf/Eisschnelllauf 500m)), 3xBronze (Aljona Savchenko und Robin Szolkowy/Eiskunstlaufen, Natalie Geisenberger/Rodeln, Patric Leitner und Alexander Resch/Rodeln)