Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
„Es wäre toll, Ostern noch dabei zu sein“
03.03.2010 | 12:31 Uhr von
Dirk Rohrbach, der Trainer der Lausitzer Füchse, will ins Playoff-Viertelfinale.

Herr Rohrbach, der Klassenerhalt steht nach dem einen Punkt gegen Heilbronn und den gleichzeitigen Niederlagen von Bremerhaven und Dresden fest. Wie haben Sie gefeiert?

Wir haben am Sonntagabend mit dem Großteil der Mannschaft noch zusammengesessen und uns gemeinsam das Olympiafinale Kanada gegen USA angeschaut. Da ist schon das eine oder andere Bierchen geflossen. Aber die ganz große Stimmung ist nicht aufgekommen. Wir waren eher erleichtert, dass es trotz der Niederlage gereicht hat. Schade, es wäre schöner gewesen, gemeinsam mit den Fans nach einem Sieg zu feiern.

Jetzt ist das Saisonziel erreicht – also Beine hoch?

Natürlich ist erst einmal der ganz große Druck weg. Heute Abend (das Gespräch fand gestern statt) fahren wir gemeinsam nach Berlin und besuchen die DEL-Partie der Eisbären gegen Köln – auch als Belohnung für eine gute Saison. Aber Beine hoch ist nicht. Wir wollen im Rhythmus bleiben und weiter punkten, damit wir uns das Heimrecht in den Pre-Playoffs sichern. Dazu müssen wir Achter bleiben.

Das dürfte angesichts von fünf Punkten Vorsprung auf Kaufbeuren, das nur noch drei statt vier Spiele vor sich hat, aber kein großes Problem sein, oder?

Tatsächlich sollten drei Punkte aus den vier Spielen reichen. Wir haben allerdings ein schweres Restprogramm. Am Freitag sind wir beim Tabellenzweiten Schwenningen, der unbedingt noch Erster werden will. Dann kommen die Dresdner zum Sachsenderby. Da sind die Erwartungen der Fans besonders hoch, und die Eislöwen benötigen ja selbst noch jeden Punkt, um die Playdowns zu vermeiden. Und am letzten Wochenende sind die Aufgaben mit dem Tabellendritten Ravensburg zu Hause und dem Vierten Bietigheim auch nicht gerade einfach. Aber wir haben in dieser Saison schon bewiesen, das wir gegen jedes Team punkten können.

Trainer-Neuling Dirk Rohrbach hat es geschafft, eine Team zu formen, das gegen jeden Gegner punkten kann. Foto: Lutz Hentschel


Eigentlich will ich Ihnen die Aussage entlocken, dass sie am Ostersonnabend, da ist das sechste Spiel der Playoff-Viertelfinalserie, in Weißwasser Eishockey spielen.

Es wäre toll, Ostern noch dabei zu sein. Das ist aber noch Zukunftsmusik. Erstmals müssen wir die Pre-Playoffs überstehen. Und wenn Kaufbeuren der Gegner werden würde, wonach es aussieht, sind die Chancen ausgeglichen. Wir haben auswärts und zu Hause gegen die Joker je einmal gewonnen und verloren. Und dann müssten wir ja einem Spitzenteam, egal ob Schwenningen oder München, zwei Spiele abnehmen. Das wäre super.

Bringt der vorzeitige Klassenerhalt Vorteile in Bezug auf die neue Saison?

Ja, wir haben so zeitiger Planungssicherheit. Unser Manager kann schon jetzt Spieler gezielt beobachten, die für uns in der neuen Saison interessant sein könnten.

Wie weit sind die Gespräche mit den jetzigen Spielern?

Wir haben Vorgespräche geführt, wollten vor dem feststehenden Klassenerhalt aber noch nichts fix machen. Das wird ein Thema für die nächsten Wochen.

Lautet die Formel aus finanzieller Sicht eigentlich: Je mehr Spiele, je weiter in den Playoffs, desto besser?

So einfach ist das nicht. Es ist doch völlig klar, dass die Spieler nach einer erfolgreichen Saison hoffen, ein Angebot zu bekommen, mit dem sie mehr Geld verdienen. Unser Budget wird aber auf keinen Fall größer. Andererseits wissen unsere Spieler, welchen Stellenwert sie bei uns haben. Woanders müssten sie sich womöglich wieder hinten anstellen. Und wir haben immer pünktlich bezahlt.

Gespräch: Frank Thümmler

Termine Pre-Playoffs (Best-Of-Three):

16./19./21. März (Bleiben die Füchse Achter, beginnen sie mit einem Heimspiel.)

Playoff-Viertelfinale (Best-of-Seven):

23./26./28./30. März/1./3./5. April (Der Pre-Playoff-Gewinner beginnt auswärts.)

Quelle: Sächsische Zeitung vom 3.März 2010
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