Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Füchse gegen Eislöwen:
16.03.2010 | 10:44 Uhr von
Duell der aufgestauten Emotionen/
Dieses Duell der Erzrivalen haben sich die Fans so sehr gewünscht: Wenn die Lausitzer Füchse an diesem Dienstag in der Pre-Playoff-Runde auf die Eislöwen Dresden (19.30 Uhr) treffen, dann wird es wieder emotional zur Sache gehen. Denn beide Clubs verbindet vor allem eines – eine gesunde Abneigung.

Eislöwen-Stürmer Daniel Weiß brachte das Verhältnis zwischen den beiden Erzrivalen nach dem Dresdner Heimerfolg im November mit deutlichen Worten auf den Punkt. „Auch wenn wir glücklich gewannen – solche Siege gehen runter wie Öl. Weißwasser ist für mich eine Art Hass-Gegner“, gab er damals zu Protokoll.
Solche Äußerungen werden natürlich auch im Fuchsbau genau registriert.

„Weißwasser gegen Dresden – das ist Krieg auf dem Eis“, erklärt Füchse-Stürmer Danny Albrecht nicht minder martialisch. Er schränkt jedoch ein: „Emotionen auf dem Eis gehören gerade zu diesem Derby dazu. Aber drumherum muss es natürlich friedlich bleiben.“ Die RUNDSCHAU beantwortet die wichtigsten Fragen zur Rivalität zwischen den beiden Clubs.

Viel Arbeit für die Unparteiischen: In den bisherigen Duellen zwischen Weißwasser und Dresden ging es meistens hart zur Sache. Auch in den Pre-Playoffs werden sich die Erzrivalen nichts schenken. Foto: Aswendt


Woher kommt die Rivalität?
Wirklich entspannt wie zu den Eispiraten Crimmitschau war das Verhältnis zwischen den Füchsen und den Eislöwen noch nie. Vor drei Jahren standen sich beide Clubs in der Abstiegsrunde gegenüber. Damals setzte sich das kleine Weißwasser überraschend gegen das große Dresden durch. Für die Eislöwen war der Abstieg besonders schmerzhaft, weil sie ihre neue Eishalle in der 3. Liga einweihen mussten. Seitdem haben sich viele Emotionen aufgestaut. Auch die Konstellation auf der Trainerbank verspricht eine Brisanz. Denn in der vergangenen Saison war Füchse-Coach Dirk Rohrbach noch der Assistent von Thomas Popiesch. Jetzt stehen sich beide in den Pre-Playoffs gegenüber. Für Motivation ist also sowohl bei Trainern als auch bei Spielern gesorgt. „Als Dresden am Sonntag als Gegner feststand, habe ich das Leuchten in den Augen meiner Spieler gesehen. Sie freuen sich sehr auf dieses Derby“, sagt Rohrbach.

Wie lief die bisherige Saison?
Für den kleinen Kader der Füchse ist der Einzug in die Pre-Playoffs und der damit verbundene vorzeitige Klassenerhalt bereits ein großer Erfolg. Als Tabellenachter sicherten sie sich auch noch das Heimrecht. Die Eislöwen gingen mit deutlich größeren Ambitionen an den Start, mussten dann jedoch finanzielle Probleme einräumen. Wegen Versäumnissen beim Lizenzierungsverfahren wurden ihnen acht Punkte abgezogen. Mit einer Steigerung am Ende der Hauptrunde schaffte Dresden doch noch den Sprung auf Platz neun.

Wie liefen die direkten Duelle?
Dresden hat in der Hauptrunde drei der vier Spiele gegen die Füchse gewonnen. Vor allem das jüngste Duell in Weißwasser sorgte für Gesprächsstoff. Die Eislöwen setzten sich deutlich mit 3:0 durch. Allerdings hatten die Füchse zu diesem Zeitpunkt die Pre-Playoffs bereits sicher. Und dennoch war es eine sehr bittere Heimniederlage. „Ja, das tat weh. Jetzt haben wir die Chance zur Revanche“, nimmt Füchse-Trainer Rohrbach sein Team in die Pflicht. Und auch Eislöwen-Coach Thomas Popiesch weiß, dass die Pre-Playoff-Serie viel härter umkämpft sein dürfte als dieses Spiel in der Hauptrunde. „Das wird ein Kampf auf Biegen und Brechen“, prophezeit Popiesch.

Wie laufen die Pre-Playoffs?
Zur Derby-Stimmung trägt auch der besondere Modus bei. Innerhalb von sechs Tagen könnten beide Teams gleich drei Mal aufeinander treffen. Sieger und damit Teilnehmer am Viertelfinale ist jene Mannschaft, die in der Serie „best of three“ zuerst zwei Siege auf ihrem Konto hat. Spiel Nummer zwei findet am Freitag in Dresden statt, im möglichen dritten Spiel am Sonntag hätte Weißwasser dann wieder Heimrecht.

Was wird aus dem Verlierer?
Für ihn ist die Saison entweder schon am Freitag oder spätestens dann am Sonntag beendet. So reizvoll dieses Pre-Playoff-Duell der Erzrivalen auch ist – es birgt im Falle einer Nieder lage für die Füchse die große Gefahr, dass damit der positive Eindruck der bisherigen Saison einen negativen Anstrich erhält. Aber diesen psychologischen Druck haben die Eislöwen ebenfalls. Denn Niederlagen gegen den Erzrivalen tun auch ihnen ganz besonders weh. Carsten Gosdeck steht oft im Mittelpunkt. In der Partie an diesem Dienstag gegen Dresden werden sich die Augen jedoch ganz besonders auf den 31-jährigen Stürmer richten, der mit 35 Treffern die Torschützenliste der Füchse anführt. Es ist das erste Heimspiel seit dem Bekanntwerden seines angeblichen Wechsels zu den Fishtown Pinguins Bremerhaven in der neuen Saison. Gosdeck, der den Wechsel weiterhin dementiert („Meine Zukunft ist offen“), will sich durch das Theater um seine Person nicht aus dem Rhythmus bringen lassen. „Ich habe immer alles für die Füchse gegeben und das werde ich auch in den Pre-Playoffs gegen Dresden machen“, verspricht er. „Denn die Hauptrunde war die Pflicht. Jetzt fängt der Spaß erst an. Wir wollen in die Playoffs. Dafür haben wir 52 Spiele gekämpft.“

Dass er mit dem Wechsel-Theater umgehen kann, bewies Gosdeck am Sonntag beim Auswärtssieg in Bietigheim, als er zwei Tore schoss. Sein Selbstvertrauen ist jedenfalls unerschütterlich: „Ich gehe fest davon aus, dass wir Dresden schlagen werden.“


Von Frank Noack

Quelle: Lausitzer Rundschau
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