Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Füchse gewinnen den ersten Krimi...
17.03.2010 | 00:56 Uhr von
...gegen die Eislöwen/
Nach 80 dramatischen Minuten entscheidet Marvin Tepper mit seinem Penalty das Spiel.

Der Druck in dieser Playoff-Serie lag eher bei den Dresdner, deren Ziele vor der Saison wesentlich höher waren als die der Füchse. „Ein Weiterkommen gegen Dresden wäre das Tüpfelchen auf dem I am Ende einer guten Saison“, hatte Füchse-Trainer Dirk Rohrbach vor dem Spiel gesagt – und seine Männer begannen wie die Feuerwehr. Die Dresdner hatten in den ersten zwölf Minuten alle Hände voll zu tun, die Angriffe der Weißwasseraner abzuwehren. Das gelang aber nur teilweise.

Gleich in der ersten Minuten hatte Danny Albrecht das 1:0 auf dem Schläger, als Klenner von halblinks geschossen hatte und der Stürmer den Puck abfälschen konnte – aber vorbei. Als dann binnen fünf Sekunden zwei Dresdner auf die Bank mussten, schlugen die Füchse das erste Mal zu. Tepper hatte den Puck aus der rechten Ecke vor das Tor gespielt, wo Albrecht sofort abschloss und Briggs im Eislöwen-Tor keine Chance ließ. Kruminsch (nach toller Albrecht-Vorarbeit), Albrecht im Nachsetzen nach einem Gosdeck-Schuss und Heyer hatten danach den zweiten Treffer auf dem Schläger. Mit ihrer ersten Chance glichen die Dresdner aber aus. Topscorer Kaartinen hatte vom rechten Bullypunkt ins linke Dreiangel getroffen. Das gab einen Bruch im Spiel der Füchse. Eine eigene Überzahl danach verstrich ohne Torgefahr, und als die Dresdner wieder vollzählig waren, hatten Dmitriev und Kaartinen Chancen zur Dresdner Führung. Die gelang dann in Überzahl. Verteidiger Vannelli war zum Nachsetzen weit aufgerückt und konnte einen Abpraller nach Kaartinen-Schuss ins leere Tor versenken. Das stellte den Spielverlauf bis dahin so ziemlich auf den Kopf.

Die Füchse kamen aber mit neuem Elan aus den Kabinen. Carsten Gosdeck erzielte nach nur 37 Sekunden den Ausgleich (Flachschuss aus fünf Metern aus der Mittelposition). Die Dresdner spielten im zweiten Abschnitt zwar etwas besser als im ersten, aber die Füchse waren noch einen Tick aggressiver und hatten die besseren Chancen. Nach einem katastrophalen Fehler eines Dresdener Verteidigers gingen die Füchse in Führung. Christopher Straube fing den Pass ab, lief allein auf Briggs zu und ließ diesem keine Chance. In der 39. Minute riss dann Valenti schon die Hände nach oben. Sein Schuss nach schöner Vorarbeit von Tepper ging aber nur an den Innenpfosten.

Weißwassers Christopher Straube trifft gegen Dresdens Goalie Kellen Briggs zum 3:2. Foto: Thomas Eisenhuth


Im Schlussdrittel gelang den Füchsen relativ schnell das 4:2. Ervin Masek konnte nach einer starken Vorarbeit von Robin Sochan ins leere Tor einschießen. Der Zwei-Tore-Vorsprung sollte in einem Heimspiel eigentlich reichen – wenn man nicht zu viele Fehler macht. Den ersten begingen die Füchse aber schon wenige Minuten später, als sie den Topscorer der Dresdner Sami Kaartinen aus den Augen verloren, der an der blauen Linie einen langen Pass erhielt, allein auf Boutin zulaufen konnte und diesen ausspielte. Die Dresdner spielten jetzt ihr bestes Drittel, trotzdem schienen die Füchse alles im Griff zu haben. 80 Sekunden vor Schluss nahm Eislöwen-Trainer Popiesch seinen Torwart vom Eis, und den Dresdnern gelang tatsächlich noch der Ausgleich. Brown konnte einen Pass vor das Tor spielen. Der wurde abgefälscht und landete beim freistehenden Obliger, der einnetzte. Das Unentschieden am Ende der 60 Minuten entsprach zwar nicht den Spielanteilen, aber die Dresdner hatten ihre Chancen einfach wesentlich effektiver genutzt.

IN der 20-minütigen Verlängerung wolte das entscheidende Tor dann nicht fallen. Die Füchse waren wesentlich aktiver, der Gästetorwart Kellen Briggs hatte viel zu tun. Sowohl Albrecht nach einer 2:1-Situation, Klenner, der sich schön im 1:1 durchgesetzt hatte und allein vor Briggs auftauchte, als auch Gosdeck mit einem Handgelenkschuss scheiterten an ihm. Die Gröte Chance hatten allerdings die Dresdner, für die der freigespielte Youngster Patrick Pohl die Scheibe über das leere Tor hob.

So musste das Penaltyschießen entscheiden. Da traf zuerst Tepper, dannscheiterten alle Schützen, Masek hatte mit seinem Pfostetreffer Pech, bevor der letzte Dresdner Schütze Kaartinen ausglich. IN der zweiten Runde begannen beide Penaltyschützen. Während Boutin gegen Kaartinen hielt, konnte Marvin Tepper erneut Verwandeln. Und dann war nur noch Jubel…

Von Ronny Reddo und Frank Thümmler

Quelle: Sächsische Zeitung vom 17.März 2010
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