Stürmer Marvin Tepper hat den entscheidenden Treffer im ersten Spiel erzielt und will zum Abschied aus Weißwasser in die Playoffs.
Die Lausitzer Füchse haben das erste Pre-Playoff-Spiel gegen die Dresdner Eislöwen am Dienstagabend nach dramatischem Spielverlauf (siehe Kasten) gewonnen. Füchse-Stürmer Marvin Tepper entschied das Spiel mit seinem zweiten Penaltytreffer. Der 23-jährige gebürtige Berliner beantwortet Fragen zu seinen Penaltys, den Aussichten der Füchse und zu seiner persönlichen Zukunft.
Herr Tepper, wie fühlt man sich, wenn man zu einem Penalty anläuft und weiß: Wenn ich den jetzt rein mache, ist dieses Spiel gewonnen?
Dadurch, dass ich den ersten Penalty schon getroffen hatte, hatte ich ein gutes Gefühl und viel Selbstvertrauen. Im Kopf hat man nur den Gedanken daran, was man jetzt machen will, um den Puck ins Tor zu bekommen. Die Freude danach war natürlich riesengroß, und auch die Erleichterung. Wir alle wollten den Sieg unbedingt haben, auch weil wir in diesem Spiel klar besser als Dresden waren.
Haben Sie sich Kellen Briggs, den Torwart der Dresdner ausgeguckt? Wissen Sie, wie er am besten zu überwinden ist?
Man muss vorher genau wissen, wo man hinschießen will und das dann durchziehen. Jeder Torwart hat seine Schwächen, auch Briggs. Er ist für einen Torwaret ziemlich klein, und für mich waren die Penaltys kein Problem.
In der regulären Spielzeit hat nur eine Minute zum Sieg gefehlt. Wie sauer waren Sie, als der Gegentreffer fiel?
Das Gegentor war Sch…, es ist doof, zwei Tore Führung zu vergeben. Das hat uns ganz schön auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Aber wir haben zusammengehalten als Mannschaft und uns den Sieg echt verdient.
Geben Sie und Ihre Mannschaftskameraden morgen in Dresden alles oder wäre es nicht viel schöner, am Sonntag vor den heimischen Fans den Playoff-Einzug zu feiern?
Nein, wir wollen schon am Freitag den Sack zumachen. Es kommen bestimmt viele Fans der Füchse nach Dresden. Das wird auch da ein halbes Heimspiel. Wir wollen die Serie unbedingt mit 2:0 gewinnen. Wenn wir das Spiel weggeben, stehen die Chancen am Sonntag 50:50.
Marvin Tepper jubelt nach seinem entscheidenden Penalty zum Sieg. Foto: Thomas Eisenhuth
Zu Ihnen Selbst: Sie haben in dieser Saison einen Riesensprung hingelegt, haben mehr als doppelt so viele Scorerpunkte als je zuvor, sind Topscorer in Weißwasser und bester Deutscher Scorer der Liga. Woher kommt dieser Sprung?
Ich habe hart an mir gearbeitet, in jedem Training und jedem Spiel. Vor allem aber habe ich hier viel Vertrauen, viel Eiszeit erhalten. In meinen Spielzeiten davor war ich nie der Führungsspieler, hier konnte ich gut da reinwachsen.
Logisch wäre als nächster Karriereschritt die DEL, die höchste deutsche Liga …
Ja, das ist mein nächstes Ziel. Es gibt auch einige konkrete Angebote, und ich werde mich in den nächsten Wochen entscheiden.
Könnten Sie sich vorstellen, irgendwann einmal wieder in Weißwasser zu spielen?
Ja, ich würde immer wieder hierherkommen. Hier hat alles gepasst, die Fans sind super und ich habe ein Menge netter Leute, auch außerhalb des Sports kennen gelernt. Die Nähe zu Berlin und meiner Freundin war natürlich auch angenehm. Ich hoffe, dass die Verantwortlichen das in den nächsten Jahren hier in Weißwasser weiter so gut hinkriegen.
Wie weit kann es mit den Füchsen in dieser Saison gehen?
Erstmal müssen wir Dresden bezwingen. Wenn uns das gelingt, haben wir auch gegen Schwenningen unsere Chance, auch wenn die die Vorrunde gewonnen haben. Aber jede Serie geht bei Null los – und was vorher war, zählt nicht mehr.
Welche Schlagzeile würden Sie gern zu Ihrem Abschied aus Weißwasser lesen?
Weiß nicht. Das hat mich noch nie jemand gefragt. Das überlasse ich lieber Ihnen.
Die Lausitzer Füchse haben das erste Pre-Playoff-Spiel gegen die Dresdner Eislöwen am Dienstagabend nach dramatischem Spielverlauf (siehe Kasten) gewonnen. Füchse-Stürmer Marvin Tepper entschied das Spiel mit seinem zweiten Penaltytreffer. Der 23-jährige gebürtige Berliner beantwortet Fragen zu seinen Penaltys, den Aussichten der Füchse und zu seiner persönlichen Zukunft.
Herr Tepper, wie fühlt man sich, wenn man zu einem Penalty anläuft und weiß: Wenn ich den jetzt rein mache, ist dieses Spiel gewonnen?
Dadurch, dass ich den ersten Penalty schon getroffen hatte, hatte ich ein gutes Gefühl und viel Selbstvertrauen. Im Kopf hat man nur den Gedanken daran, was man jetzt machen will, um den Puck ins Tor zu bekommen. Die Freude danach war natürlich riesengroß, und auch die Erleichterung. Wir alle wollten den Sieg unbedingt haben, auch weil wir in diesem Spiel klar besser als Dresden waren.
Haben Sie sich Kellen Briggs, den Torwart der Dresdner ausgeguckt? Wissen Sie, wie er am besten zu überwinden ist?
Man muss vorher genau wissen, wo man hinschießen will und das dann durchziehen. Jeder Torwart hat seine Schwächen, auch Briggs. Er ist für einen Torwaret ziemlich klein, und für mich waren die Penaltys kein Problem.
In der regulären Spielzeit hat nur eine Minute zum Sieg gefehlt. Wie sauer waren Sie, als der Gegentreffer fiel?
Das Gegentor war Sch…, es ist doof, zwei Tore Führung zu vergeben. Das hat uns ganz schön auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Aber wir haben zusammengehalten als Mannschaft und uns den Sieg echt verdient.
Geben Sie und Ihre Mannschaftskameraden morgen in Dresden alles oder wäre es nicht viel schöner, am Sonntag vor den heimischen Fans den Playoff-Einzug zu feiern?
Nein, wir wollen schon am Freitag den Sack zumachen. Es kommen bestimmt viele Fans der Füchse nach Dresden. Das wird auch da ein halbes Heimspiel. Wir wollen die Serie unbedingt mit 2:0 gewinnen. Wenn wir das Spiel weggeben, stehen die Chancen am Sonntag 50:50.
Zu Ihnen Selbst: Sie haben in dieser Saison einen Riesensprung hingelegt, haben mehr als doppelt so viele Scorerpunkte als je zuvor, sind Topscorer in Weißwasser und bester Deutscher Scorer der Liga. Woher kommt dieser Sprung?
Ich habe hart an mir gearbeitet, in jedem Training und jedem Spiel. Vor allem aber habe ich hier viel Vertrauen, viel Eiszeit erhalten. In meinen Spielzeiten davor war ich nie der Führungsspieler, hier konnte ich gut da reinwachsen.
Logisch wäre als nächster Karriereschritt die DEL, die höchste deutsche Liga …
Ja, das ist mein nächstes Ziel. Es gibt auch einige konkrete Angebote, und ich werde mich in den nächsten Wochen entscheiden.
Könnten Sie sich vorstellen, irgendwann einmal wieder in Weißwasser zu spielen?
Ja, ich würde immer wieder hierherkommen. Hier hat alles gepasst, die Fans sind super und ich habe ein Menge netter Leute, auch außerhalb des Sports kennen gelernt. Die Nähe zu Berlin und meiner Freundin war natürlich auch angenehm. Ich hoffe, dass die Verantwortlichen das in den nächsten Jahren hier in Weißwasser weiter so gut hinkriegen.
Wie weit kann es mit den Füchsen in dieser Saison gehen?
Erstmal müssen wir Dresden bezwingen. Wenn uns das gelingt, haben wir auch gegen Schwenningen unsere Chance, auch wenn die die Vorrunde gewonnen haben. Aber jede Serie geht bei Null los – und was vorher war, zählt nicht mehr.
Welche Schlagzeile würden Sie gern zu Ihrem Abschied aus Weißwasser lesen?
Weiß nicht. Das hat mich noch nie jemand gefragt. Das überlasse ich lieber Ihnen.
Gespräch: Frank Thümmler
Quelle: Sächsische Zeitung vom 18.März 2010