Eigentlich schien es ein super Sommer zu werden, doch dann kam mal wieder alles anders als erwartet.
Die deutsche Nationalmannschaft legte einen super Start bei der WM im eigenen Land hin und erreichte in der Endabrechnung einen tollen vierten Platz. Eishockeyfans schwebten im siebenten Hockeyhimmel und jeder hatte ein wenig Hoffnung, dass nun die Zeit gekommen war, um den Fußballern zu zeigen: Hey! Da gibt es noch andere Sportarten.
Doch dieses Hochgefühl hielt nicht lange an, denn die Realität holte schnell jeden Fan wieder ein. Schon vor der WM hörte man „Pleitemeldungen“. In der ersten Liga kämpfte man in Köln, Krefeld und Kassel um jeden Sponsor. Aber auch in der zweiten Liga zog sich der SC Riessersee in die Oberliga zurück und machte damit Platz für die eigentlich abgestiegenen Freiburger. Diese durften jetzt in der 2. Bundesliga verbleiben, aber so recht wollten sie das nicht. Auch die Fans meinten: „Das haben wir nicht verdient“. Dann meldete sich Oberliga-Aufsteiger Rosenheim, dass sie ihr Aufstiegsrecht nicht in Anspruch nehmen wollen. Das gefiel den Landshut Cannibals nicht unbedingt und sie überlegten sich auch ihren Hut zu nehmen falls kein Bayer aufsteigt.
Als ob das nicht genug wäre fing das ganz große Geheule in der DEL an. Kassel insolvent, Kassel raus! Doch die Geschäftsführung der Huskies sah das mal ganz anders. Nicht nur dass sie ihren Rauswurf nicht annahmen, sie klagten auch noch dagegen.
Während man sich in der ersten Liga vor Gericht traf, hört man wenigstens erfreuliches aus der zweiten Liga. Rosenheim wagt den Schritt und damit den Aufstieg und auch die Wölfe bleiben uns treu. So sah alles relativ rosig aus. Oder doch nicht? Nein, denn München, der 2. Bundesligameister der Saison 2009/2010, hatte Probleme bei der Abgabe der Linzenzunterlagen in Richtung DEL. Sie stellten aber auch einen Antrag zum Verbleib in der zweiten Bundesliga. Und weil aller guten Dinge drei sind, überlegten sie sich auch noch aus Frust in Österreich am Ligaspielbetrieb teilzunehmen.
In der Zwischenzeit schockierte noch die Meldung aus der DEL, dass Köln und Krefeld es zwar geschafft haben, aber nun auch Frankfurt insolvent ist und keine Zulassung durch die Gesellschaft der DEL bekam. Damit gibt es das Team von Michael Bresagk nicht mehr und darf von ganz von vorn anfangen, mit den Young Lions.
Unterdessen bekam zwar München die Zusagen von der zweiten Liga und auch aus Österreich kam ein positives Feedback, aber sie erhielten schon einmal nicht die Freigabe vom DEB für das mitspielen in einem anderen Land. In der zweiten Instanz klappte es auch endlich mit der Aufnahme in die erste Bundesliga.
In der zweiten Liga konnte somit begonnen werden die Spielpläne zu erstellen und sogar das Sonderheft der Eishockey News erschien eher als gewohnt. Doch noch ist nicht aller Tage Abend. Die Kassel Huskies wurden nun doch endlich auch rechtlich auf dem richtigen Weg aus der ersten Liga geschmissen. Da sprang Krefeld der Hauptsponsor ab. Der ein oder andere Fuchs-Fan hoffte auf die Rückkehr von Marvin Tepper, aber auch mit einem kleinen Etat wollen die Pinguine in der Liga bleiben.
Jetzt sollte doch langsam Ruhe einkehren. Pustekuchen!
Während jetzt die DEL ihren schon herausgegeben Spielplan noch einmal überarbeiten durfte, musst Dank Crimmitschau in der zweiten Liga noch einmal darüber abgestimmt werden, ob die Kassel Huskies hier weiter spielen dürfen oder wie Frankfurt neu beginnen müssen. Die Mehrheit der Gesellschafter stimmte gegen die Aufnahme von Kassel. Und somit ist das Drama nun hoffentlich endlich vorüber und wir können zum Ligaalltag übergehen.
Der ein oder andere aus der Eishockeyszene erinnert sich jetzt zwar noch an den Zuschauer-Weltrekord auf Schalke, den Sieg über die USA oder die Schweiz mit der anschließenden Prügelei. Aber fragt man einen fernab, dann haben die nur etwas von dem Drama um Kassel und das allgemeine jährliche Sommerchaos im deutschen Eishockey mitbekommen.
1 | Fan | 16.09.2010 @ 07:49
Tja, hier fehlt ein Uli Hoeneß des Eishockey's ... Mit starken Leuten die was von dem Sport verstehen, besser noch, die diesen Sport leben und lieben packt man das ...
2 | eagleeye | 16.09.2010 @ 08:59
Das traurige ist ja das die spannenste Zeit immer zwischen den spielzeiten stattfindet. Denn rein sportlich ist erste wie zweite liga absolut sinnlos. Nach der saison werden wieder eins zwei vereine pleite sein und noch zwei drei sich ihre liga aussuchen wo sie spielen wollen. Traurig aber wahr.
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Die deutsche Nationalmannschaft legte einen super Start bei der WM im eigenen Land hin und erreichte in der Endabrechnung einen tollen vierten Platz. Eishockeyfans schwebten im siebenten Hockeyhimmel und jeder hatte ein wenig Hoffnung, dass nun die Zeit gekommen war, um den Fußballern zu zeigen: Hey! Da gibt es noch andere Sportarten.
Doch dieses Hochgefühl hielt nicht lange an, denn die Realität holte schnell jeden Fan wieder ein. Schon vor der WM hörte man „Pleitemeldungen“. In der ersten Liga kämpfte man in Köln, Krefeld und Kassel um jeden Sponsor. Aber auch in der zweiten Liga zog sich der SC Riessersee in die Oberliga zurück und machte damit Platz für die eigentlich abgestiegenen Freiburger. Diese durften jetzt in der 2. Bundesliga verbleiben, aber so recht wollten sie das nicht. Auch die Fans meinten: „Das haben wir nicht verdient“. Dann meldete sich Oberliga-Aufsteiger Rosenheim, dass sie ihr Aufstiegsrecht nicht in Anspruch nehmen wollen. Das gefiel den Landshut Cannibals nicht unbedingt und sie überlegten sich auch ihren Hut zu nehmen falls kein Bayer aufsteigt.
Als ob das nicht genug wäre fing das ganz große Geheule in der DEL an. Kassel insolvent, Kassel raus! Doch die Geschäftsführung der Huskies sah das mal ganz anders. Nicht nur dass sie ihren Rauswurf nicht annahmen, sie klagten auch noch dagegen.
Während man sich in der ersten Liga vor Gericht traf, hört man wenigstens erfreuliches aus der zweiten Liga. Rosenheim wagt den Schritt und damit den Aufstieg und auch die Wölfe bleiben uns treu. So sah alles relativ rosig aus. Oder doch nicht? Nein, denn München, der 2. Bundesligameister der Saison 2009/2010, hatte Probleme bei der Abgabe der Linzenzunterlagen in Richtung DEL. Sie stellten aber auch einen Antrag zum Verbleib in der zweiten Bundesliga. Und weil aller guten Dinge drei sind, überlegten sie sich auch noch aus Frust in Österreich am Ligaspielbetrieb teilzunehmen.
In der Zwischenzeit schockierte noch die Meldung aus der DEL, dass Köln und Krefeld es zwar geschafft haben, aber nun auch Frankfurt insolvent ist und keine Zulassung durch die Gesellschaft der DEL bekam. Damit gibt es das Team von Michael Bresagk nicht mehr und darf von ganz von vorn anfangen, mit den Young Lions.
Unterdessen bekam zwar München die Zusagen von der zweiten Liga und auch aus Österreich kam ein positives Feedback, aber sie erhielten schon einmal nicht die Freigabe vom DEB für das mitspielen in einem anderen Land. In der zweiten Instanz klappte es auch endlich mit der Aufnahme in die erste Bundesliga.
In der zweiten Liga konnte somit begonnen werden die Spielpläne zu erstellen und sogar das Sonderheft der Eishockey News erschien eher als gewohnt. Doch noch ist nicht aller Tage Abend. Die Kassel Huskies wurden nun doch endlich auch rechtlich auf dem richtigen Weg aus der ersten Liga geschmissen. Da sprang Krefeld der Hauptsponsor ab. Der ein oder andere Fuchs-Fan hoffte auf die Rückkehr von Marvin Tepper, aber auch mit einem kleinen Etat wollen die Pinguine in der Liga bleiben.
Jetzt sollte doch langsam Ruhe einkehren. Pustekuchen!
Während jetzt die DEL ihren schon herausgegeben Spielplan noch einmal überarbeiten durfte, musst Dank Crimmitschau in der zweiten Liga noch einmal darüber abgestimmt werden, ob die Kassel Huskies hier weiter spielen dürfen oder wie Frankfurt neu beginnen müssen. Die Mehrheit der Gesellschafter stimmte gegen die Aufnahme von Kassel. Und somit ist das Drama nun hoffentlich endlich vorüber und wir können zum Ligaalltag übergehen.
Der ein oder andere aus der Eishockeyszene erinnert sich jetzt zwar noch an den Zuschauer-Weltrekord auf Schalke, den Sieg über die USA oder die Schweiz mit der anschließenden Prügelei. Aber fragt man einen fernab, dann haben die nur etwas von dem Drama um Kassel und das allgemeine jährliche Sommerchaos im deutschen Eishockey mitbekommen.