Das hat Weißwasser schon lange nicht mehr erlebt. Ein Jubelsturm und unbeschreibliche Szenen der Freude nach dem 4. Sieg in den Playdowns.
Die letzten Sekunden wurden zur Qual. Fünf, vier, drei, zwei, eins – und dann gab es kein Halten mehr. Ein gelb-blaues Meer von Fans wogte auf den Rängen des altehrwürdigen Fuchsbaus und unten auf dem Eis bildeten die geliebten Cracks eine Traube der Glückseligkeit. Wildfremde Menschen lagen sich nach dem Abpfiff in den Armen. Mit dem vierten Sieg in den Abstiegsspielen gegen die hoch dotierten Dresdner Eislöwen haben die Weißwasseraner Füchse das geschafft, was ihnen wohl kaum einer nach dieser verkorksten Saison zugetraut hätte: Weißwasser spielt auch in der nächsten Saison in der Eishockey-Bundesliga. ...weiter
Sensation perfekt!
27.03.2007 | 22:03 Uhr von
Im sechsten von sieben möglichen Playdown-Spielen gegen den Erzrivalen Dresden haben die Lausitzer Füchse mit einem 3:1 (0:0,2:1,1:0) den vierten Sieg eingefahren und haben damit sensationell den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga geschafft. Den Kontrahenten aus Dresden bleibt damit der bittere Gang zurück in die Oberliga. Im heiß umkämpften Derby-Spiel fielen im ersten Drittel keine Tore, in der 26. Spielminute war es ausgerechnet Ex-Fuchs Martin Sekera der die Dresdner in Führung schoss. Knapp vier Minuten später kamen die Füchse durch Chris Straube zum Ausgleich. In der 34. Minute erzielte Branislav Janos in Überzahl den Führungstreffer für die Füchse. Dresden drängte nun mit aller Macht auf den Ausgleich, die Füchse hielten aber mit Mann und Maus dagegen. Folglicherweise nahmen die Eislöwen 100 Sekunden vor dem Schlusspfiff ihren Torwart Lakosil zugunsten des sechsten Feldspielers vom Eis, konnten aber den Ausgleichtreffer nicht mehr erzielen, kassierten in der letzten Minute noch das dritte Tor durch die Füchse: Torschütze erneut Chris Straube.
Diese Playdowns machen die magere Saison vergessen, vielen Dank an die Spieler und die Fans und alle die mitgeholfen haben.
Auch der ETC konnte heute Abend im sechsten Spiel der Serie einen Sieg gegen die Joker aus Kaufbeuren einfahren. Mit einem 1:2 (1:0,0:1,0:0,0:1) n.V. gleichen die Eispiraten auf 3:3 aus und können am Freitag im siebenten und letzten Spiel im Sahnpark den Klassenerhalt holen. Glückwunsch nach Crimmitschau und wir drücken Freitag die Daumen.
„Hallo, hier spricht Edgar Wallace!“ Besser hätte es noch nicht einmal der englische Altmeister des Krimis inszenieren können – jedes Spiel der Abstiegsserie zwischen den Füchsen und den Dresdner Eislöwen ging bisher mit nur einem Tor Unterschied aus. Dass man dabei sogar in die Verlängerung bzw. das Penaltyschießen ging, setzte der Anspannung auf den Rängen sogar noch die Krone auf. Heute nun könnte es soweit sein. Falls die Füchse ihr Heimspiel gewinnen sollten, haben sie das schier Unmögliche – den Klassenerhalt – perfekt gemacht.
Und um bei Edgar Wallace zu bleiben, „Der Hexer“ war auch mit am Start! Was der Füchse-Torhüter Nolan McDonald in dieser Serie abliefert, ist in Worten gar nicht mehr zu beschreiben. Die Fans und das Team werden alle zu McDonalds, vergessen dabei aber nicht, dass sie als Einheit jetzt schon soweit gekommen sind, wie es sich keiner vor Beginn der Serie überhaupt erträumen konnte.
Falls heute der Klassenerhalt gelingen sollte, wird es morgen in Weißwasser und Umgebung wohl kein Bier mehr geben...
„Der Zinker“ war auch ein Klassiker des Herrn Wallace und wurde am vergangenen Freitag mit Martin Sekera in der Hauptrolle wieder neu aufgeführt. So wie sich der Deutsch-Tscheche nach einigen vermeintlichen Fouls am Boden wälzte, konnte man fast annehmen, dass er sich um einen Lehrstuhl an der Filmhochschule in Babelsberg bewarb. Der Schiri war aber zum Glück nicht „Der Mann mit dem Glasauge“, so dass die „Bande des Schreckens“ heute Abend hoffentlich ebenso wie „Der Frosch mit der Maske“ untergeht...
Quelle: Sächsische Zeitung Regionalsport Printausgabe Seite 11 vom 27.03.2007
Torschütze Vozar: Wir liegen in Führung
27.03.2007 | 12:28 Uhr von
Patrick Vozar, Sie haben am Sonntag beim Sieg in Dresden den entscheidenden Penalty verwandelt. Verraten Sie uns Ihr Erfolgsrezept«
Darüber möchte ich eigentlich nicht groß reden. Nur so viel: Mein ehemaliger Mitspieler Luigi Calce hat mir den entscheidenden Tipp gegeben, wie der Dresdner Torhüter zu bezwingen ist. Grundsätzlich ist es aber so, dass der Torhüter viel bessere Chancen hat als der Schütze. Ich würde sagen, beim Penalty stehen die Chancen 75:25 für den Torhüter. ...weiter
Füchse mit Psycho-Trick ins Spiel des Jahres
27.03.2007 | 12:24 Uhr von
Es ist das Spiel des Jahres: Mit einem Heimsieg heute ab 19.30 Uhr können die Lausitzer Füchse den Klassenerhalt in der 2. Eishockey-Bundesliga perfekt machen. Damit der nervliche Druck nicht ins Unermessliche steigt, schickt Trainer Thomas Popiesch seine Mannschaft mit einem Psycho-Trick in die sechste Partie gegen Dresden. «Wir werden uns auf dieses Spiel vorbereiten wir immer» , lautet die Devise von Popiesch. Doch auch er weiß: Jetzt ist das «Wunder von Weißwasser» zum Greifen nah!
Ein Wunder deshalb, weil der Etat vor der Saison drastisch reduziert werden musste. Zudem sind die Füchse nach einer mäßigen Hauptrunde als Außenseiter in die Play-downs gegen Dresden gegangen. Doch nach fünf teilweise dramatischen Partien liegt Weißwasser 3:2 vorn ...weiter
Spiel 6: Das Ende aller DEL-Träume?!
26.03.2007 | 22:53 Uhr von
Viele Fans in der Lausitz zählen seit gestern Abend schon die Stunden und Minuten herunter, bis es Dienstagabend, 19.30 Uhr endlich heißt: Vorhang auf für die Füchse, die dann hoffentlich ihr letztes Spiel der Saison bestreiten werden. Die Ausgangslage ist eindeutig: Ein Sieg der Füchse und der Klassenerhalt wäre geschafft und der selbsternannte DEL-Kandidat aus der Landeshauptstadt wäre für mindestens ein Jahr in den Niederungen der Oberliga verschwunden. Verliert man aber, muss man sich am Freitag noch einmal auf den Weg nach Dresden machen, um der altehrwürdigen Eishalle an der Pieschener Allee das letzte Mal seine Aufwartung zu machen.
Personell gibt es bei den Füchsen keinerlei Probleme, alle Mann sind mit an Bord. Ob bei den Dresdner Radek Vit mitspielen wird, werden wir wohl erst beim Warmspielen sehen. Laut seiner eigenen Aussage hat er am Freitag die dritte Zehn-Minuten-Disziplinarstrafe erhalten und müsste eigentlich pausieren. Andererseits gab es findige Internet-User auf der Dresdner Seite, die sich die Zeit nahmen und alle Spielberichte durchschauten. Nach diesen Recherchen dürfte Radek Vit morgen auflaufen.
Der Kartenvorverkauf für das morgige Spiel läuft sensationell, es wird mit einem ausverkauften Haus gerechnet. Zeitiges Kommen dürfte helfen, um ab 16.30 Uhr an der Abendkasse eines der letzten begehrten Tickets zu erhalten. Viel Stress also für die Mitarbeiter der EHC Lausitzer Füchse, der sich aber vollends lohnen sollte, wenn die Füchse morgen Abend den Klassenerhalt perfekt machen.
Der Druck vor dieser Partie, scheint aber auch den Verantwortlichen der Dresdner Eislöwen auf den Magen geschlagen zu sein. Trotz fester Zusage, an der heute stattgefundenen ESBG-Tagung teilzunehmen, zog man es vor im wunderschönen Dresden zu bleiben. Dabei hätte es für die Eislöwen eine absolut interessante Veranstaltung werden können. Auf der Tagesordnung standen zum Beispiel die Pläne zur Einteilung der Oberligen 2007/2008 sowie die Verschärfung der Lizenzierungsbestimmungen, mit zum Beispiel höheren Bürgschaften für Klubs mit finanziellen Einbußen.
Bei aller Vorfreude auf das morgige Spiel sollten wir eins aber nicht vergessen: It’s not over till the fat lady sings.
Vorverkauf für Spiel des Jahres beginnt
26.03.2007 | 13:07 Uhr von
Sonderverkauf in der Geschäftsstelle der Lausitzer Füchse / Stadion öffnet früher
Wegen des großen Ansturms auf die Eintrittskarten für das letzte Heimspiel der Saison, bieten die Lausitzer Füchse einen Sonderverkauf an. Die Geschäftsstelle wird heute und morgen geöffnet. Heute können Karten in der Zeit von 14 bis 18 Uhr gekauft werden. Und am Dienstag von 10 bis 12 Uhr. ...weiter
Die Füchse gewannen ein hochdramatisches Spiel in der Höhle des Löwens, als es keiner mehr erwartete. Dresden versuchte über 60 Minuten das Spiel zu dominieren, aber mehr als der Führungstreffer in der 31.Minute, nach feiner Einzelleistung von Greg Schmidt, gelang ihnen nicht. Im Schlussabschnitt war deutlich zu merken, dass die bisherige Serie stark an die Substanz ging. Aber Robert „Ede“ Bartlick biss die Zähne zusammen und konnte in der 56.Minute mit einem Hammer aus Nahdistanz ausgleichen. Nur schade, dass er es beim Torjubel nicht bis zum Füchse-Block schaffte – er wurde einfach von seinen Mannschaftskameraden umgerissen... ;-)
In der Verlängerung versuchte Dresden noch einmal alles, scheiterte aber wieder einmal am alles überragenden Nolan McDonald! Das Penaltyschiessen war keine Angelegenheit für schwache Nerven, einige Füchse-Fans blieben sogar vor der Halle... Aber Vozar erlöste alle als sechster Füchseschütze und verwandelte. Da Kreuzmann im Anschluß nicht traf, war die 3:2 Play-Down-Führung perfekt. Noch 20 Minuten später feierten die Fans ihr Team, welches in den Katakomben seine Ruhepause vor der Heimfahrt genoß.
Trainer Popiesch wollte vor lauter Freude nix weiter sagen – ihm rutschte aber als letzter Satz der aktuelle Bannerspruch hinaus. Er meinte, dass er immer bei uns gelesen hätte, aber der letzte Bannerspruch hätte Unglück gebracht. Dieser nicht Thomas... ;-)
Der Trainer der Eislöwen, Stefan Mikes, wollte nix zur Serie sagen, meinte aber auf die Frage, ob der eine Ruhetag vorm Dienstagsspiel eher den Füchse zugute kommt, dass die Eislöwen in der Play-Down-Serie weiter kämpfen werden und hoffen, dass sie die Serie für sich entscheiden können. Am Dienstag gibt es eine weitere Schwächung für die Eislöwen, Radek Vit fällt nach seiner dritten 10-Minuten-Strafe aus...
PS: Schiri Hascher war der erwartet schwere Widerpart. Zum Glück benachteiligte er beide Teams mit seiner wilden Pfeiferei... Viel Spass uns allen am Dienstag!