
Zwei Wochen Zeit haben die Lausitzer Füchse, um ihre Akkus aufzuladen, damit ab dem 17. November mit frischer Kraft gegen den Abstieg gekämpft werden kann. Zwei Wochen aber auch, in denen einige Fans der Füchse sich wieder abkühlen können. Vor der Saison wurde laut „Hurra“ gerufen, als sich die Verantwortlichen im Fuchsbau zu finanzieller und sportlicher Konsolidierung bekannten. Knapp fünf Monate später scheint alles vergessen zu sein...
Anfangserfolge gegen Dresden und Regensburg, die das junge Füchse-Team gnadenlos unterschätzten, scheinen einigen den Sinn für die Realitäten genommen zu haben. Da wird im Internet von den „üblichen Verdächtigen“ der Kopf des Trainers gefordert, einzelne Spieler verdammt und die Einstellung des Teams kritisch hinterfragt.
Die Fans sollten sich aber auch einmal Gedanken machen, warum in Weißwasser keine Nachwuchsspieler der Marke „Ronny Arendt“ nachrücken. Nichts gegen die Wimmer, Geddert und wie sie alle heißen, aber die alte Nachwuchsschule Weißwasser gibt es nicht mehr. Die Füchse zahlen jetzt für Fehler im Nachwuchs, die schon vor Jahren gemacht wurden.
Am Trainer liegt es zurzeit am allerwenigsten, dass das Team erfolglos ist. Das sportliche Konzept ist da, muss nur von allen - nicht nur den Spielern! - getragen werden. Deshalb meine Stimme für Fred Carroll, dass er langfristig Weißwasser wieder zu dem machen kann, was es einmal war!
Quelle: Sächsische Zeitung Lausitzsport Printausgabe Seite 11