
"Willst du die Füchse oben sehen, musst du die Tabelle drehen!" Diese Weisheit kann man sich anhören, wenn man sich zur Zeit mit Bekannten über die Lausitzer Füchse unterhält. Dass man bereits im Oktober das absolute Schlusslicht der ASSTEL-Bundesliga ist, konnte man nach dem recht gelungenem Saisonstart mit dem Derbysieg über Dresden nicht so schnell erwarten. Mangelhaftes Über- und Unterzahlspiel sowie die fehlende Routine der Mannschaft beim Torabschluss führten zu vermeidbaren Niederlagen.
Trotzdem war immerhin der von den Füchse-Verantwortlichen versprochene Kampf und Einsatz zu sehen, sodass die Fans der Füchse weiterhin zu ihrem Team stehen. Damit in nächster Zeit auch zählbare Erfolge zu verzeichnen sind, wurde noch einmal kräftig auf dem Transfermarkt zugelangt. Mit Chris Straube und Patrick Vozar wurden zwei Cracks verpflichtet, die jahrelange Erfahrung in der 1. und 2.Liga aufweisen können und dem Füchse-Team mit ihrer Routine im Kampf gegen den Abstieg behilflich sein werden.
Sogar die Fans basteln jetzt am Kader mit. Ein engagierter Anhänger der Füchse, der sich einige Monate in Kanada aufhielt, sendete eine Mail an die Geschäftsführung, in der er interessante Spieler auflistete, die eventuell sogar einen deutschen Pass bekommen könnten. Vielleicht ist ja ein absolutes Juwel darunter, welches die Füchse in naher Zukunft zum Klassenerhalt schießt und alle wahren und teilweise auch selbsternannten Eishockey-Experten überrascht, die die Füchse vor der Saison als sicheren Absteiger tippten. Andererseits: Wenn man immer auf Experten hören würde, hätten wohl alle Deutschen noch Telekom-Aktien...
Quelle: Wochenkurier (Printausgabe) vom 25.10.2006