Es war ein denkwürdiges Spiel - das 286. Aufeinandertreffen der Teams der ehemals kleinsten Liga der Welt. Obwohl die Paarung in der 2. Runde des DEB-Pokals offiziell EHC Lausitzer Füchse gegen EHC Eisbären Berlin hieß, elektrisierte ein Wort die Massen: Dynamo! Und so wurde rings um das Match in Erinnerung an alte Zeiten geschwelgt. Das Pünktchen auf dem Traditions-i waren aber die Jerseys der Weißwasseraner- gefertigt im Stile der Meisterdresse der Saison 1989/90. Am Ende sollte dieses Outfit den Füchsen kein Glück bringen, denn sie unterlagen 3:4 nach Verlängerung. Dabei war der Sieg für die Blau- Gelben zum Greifen nah! Ganze 13 Sekunden fehlten am Ende zum Einzug in das Pokal-Viertelfinale. ...weiter
Stadt-Zuschüsse für ESW sollen losgeeist werden
26.10.2005 | 23:41 Uhr von
In den Streit um die städtischen Zuschüsse für den Eissport ist Bewegung gekommen. In der gestrigen Stadtratssitzung hat Oberbürgermeister Hartwig Rauh (parteilos) beantragt, zwei Beschlüsse des Stadtrates neu zu beraten. Ziel der Anträge soll sein, so Rauh, eine neue Rechts- und Sachlage zu schaffen. Dann könnten die 110 000 Euro Stadtzuschuss an den Eissport noch dieses Jahr fließen.
Auf den Prüfstand stehen der Beschluss zur Betreibung des Eissportkomplexes und der Vertrag zur Nutzung. Ziel ist es, eine Vorbehaltsklausel zu streichen, wonach städtische Zuschüsse für den Eissport an die Genehmigung des Haushaltssicherungskonzepts von Weißwasser durch das Regierungspräsidium geknüpft sind.
Die CDU-Fraktion hatte kritisiert, dass die 110 000 Euro, die wegen der ausstehenden Genehmigung zurückgehalten werden, dem Eissport schmerzlich fehlen würden. Die beiden Anträge des OBs wurden ohne Gegenstimme zugelassen. ...weiter
Stockstiche ins Herz
26.10.2005 | 15:38 Uhr von
Was macht eigentlich ... Joachim Ziesche
Es dauerte 15 Jahre. „Dynamo, Dynamo“ schallte es aus allen Ecken. Auch aus der Gästekurve. Weißwasser gegen Berlin – die alten Rivalen endlich wieder vereint als Gegner auf dem Eis und auf den Rängen. Zumindest für zweieinhalb Stunden. Das Pokalspiel gestern im Fuchsbau erinnerte an 20 Jahre DDR-Eishockey, an Zwei-Klub-Meisterschaften. Aber ein Derby ohne den Namen Ziesche? Undenkbar! Nicht er war dabei, die Berliner Spieler- und Trainer-Legende Joachim Ziesche. Diesmal stand die dritte Generation der Eishockey-Dynastie im Aufgebot der Eisbären: Enkel Markus. „Natürlich hat er es schwer, mit der Familienbürde umzugehen. Ich bin stolz auf ihn. Und manchmal bin ich ärgerlich, weil ich sein größter Kritiker bin. Er hat das Problem, dass er mir nichts vormachen kann“, erzählt Joachim Ziesche. Der Opa feixt. ...weiter
Füchse verpassen Sensation
26.10.2005 | 15:34 Uhr von
Erst in der Verlängerung gab das Zweitliga-Schlusslicht Lausitzer Füchse das schon gewonnen geglaubte Spiel noch aus der Hand. Eisbären-Profi Richard Müller nutzte ein eigenes 5:3-Überzahlspiel und kanonierte nach zwei Minuten in der Verlängerung zum Gäste-Sieg ein. Allerdings entging der deutsche Meister bei seinem glücklichen Viertelfinal-Einzug nur knapp einer Blamage. „Schade, dass es nicht reichte. Aber wer sich in der entscheidenden Phase solche unnötigen Zeitstrafen einhandelte, braucht sich nicht zu wundern“, sagte Roland Herzig. Der Ex-Torhüter hatte als Trainer die Gastgeber zu den letzten beiden DDR-Meistertiteln geführt. Gleich zu Beginn hatten die Füchse-Fans für klare Verhältnisse gesorgt. „Der einzig wahre Rekordmeister grüßt den ewigen Zweiten“, stand auf einem riesigen Spruchband, das sich nahezu über eine gesamte Seite der Eishalle spannte. Damit spielten die Fans an auf die 25 DDR-Meistertitel der SG Dynamo Weißwasser, dem Vorgänger der Füchse. Eine Gänsehaut bekam Torsten Hanusch. „Obwohl nun schon 15 Jahre zwischen unseren letzten ...weiter
Berliner Mini-Eisbären laufen den Füchsen davon
26.10.2005 | 15:31 Uhr von
DEB-Pokal: Weißwasser verliert Ostduell gegen den Meister 3:4 n.V. Zehn Jahre nach dem letzten Sieg von Weißwasser gegen Berlin waren die Mini-Eisbären diesmal eine Nummer zu groß für die Lausitzer Füchse. In der Neuauflage des prestigeträchtigen Ostduells der früheren Dauerrivalen setzte sich der amtierende deutsche Meister auch ohne seine Stars mit 3:4 nach Verlängerung durch und zog vor 2750 Zuschauern in die dritte Runde des DEB-Pokals ein. Im 286. Pflichtspiel der früheren DDR-Oberligisten, die bis 1990 Woche für Woche in der kleinsten Liga der Welt gegeneinander gekämpft hatten, machten die in historischen Dynamo-Trikots spielenden Füchse trotz der Niederlage ihrem früheren Vereinsnamen alle Ehre. Die Mini-Eisbären waren zwar erwartungsgemäß in läuferischer Hinsicht die bessere Mannschaft. Diese Nachteile machten die Füchse aber mit unbändigem Kampfgeist wett und standen sogar kurz vor dem Sieg. Erst 13 Sekunden vor dem Ende kam Berlin zum 3:3-Ausgleich. In der Verlängerung nutzte dann Richard Mueller die Überzahl der Gäste zum entscheidenden Treffer zum 4:3-Endstand. ...weiter
Füchse mit bitterem Pokalaus
25.10.2005 | 22:15 Uhr von
Mit 3:4 n.V. (1:1,0:1,2:1,0:1) verloren die Lausitzer Füchse heute Abend die Achtelfinalbegegnung im Deutschen Eishockeypokal gegen den amtierenden deutschen Meister, EHC Eisbären Berlin. 13 Sekunden fehlten vor ausverkauftem Haus zu einer Pokalsensation, ehe man durch ein Tor von Kramer in die Verlängerung gezwungen wurde.
Richard Rochefort brachte die Hausherren nach einem Klassesolo in der 14.Minute in Führung, Rupprich konnte 5 Minuten später ausgleichen. Im 2.Drittel präsentierten die Eisbären, die eigentlich mit ihrer Juniorentruppe antraten, ein Klassespiel. Viele Spieler zeigten, daß sie regelmäßig in der DEL zum Einsatz kommen und konnten folgerichtig mit einer 2:1 Führung in die 2.Pause gehen. Torschütze war Schenkel in der 29.Minute. Im letzten Spielabschnitt gab Füchse-Coach Fred Carroll Ostwald und Leyva Eiszeit, was sich etwas später belohnt machen sollte. Beide Spieler paßten sich den Puck in gekonnter Art und Weise zu und Leyva konnte in der 46.Minute ausgleichen. Als Kapitän Wikström in der 53.Minute sogar das 3:2 erzielen konnte, als er einen Schuß von Sekera abfälschte, kochte die Halle. Leider ließ sich aber 13 Sekunden vor Schluß Ex-Eisbär Elwing durch einen Bauerntrick von Kramer überlisten, so daß es in die Overtime gehen mußte. In dieser kassierten Wikström und Warren Strafen vom insgesamt schwachen HSR Schütz. Die nachfolgende 5-3 Überzahl konnten die Gäste in Person von Mueller ausnutzen und damit verbunden, den Einzug ins Pokalviertelfinale feiern.
Not-Ticker
25.10.2005 | 19:50 Uhr von
Da der Offi-Ticker ausgefallen ist, hier paar Informationen zum Spiel:
ENDE Gellendes Pfeifkonzert der Fans gegen Schiri Schütz. Richard Mueller und Richard Rochefort als beste Spieler geehrt. Mueller nutzte die Überzahl schnellstmöglich zum Siegtreffer. 62.Minute: Warren (2+10) und Wikki (2min) mit Strafen, jetzt wird´s eng. 90 Sekunden 5-3. Gegenstände fliegen auf das Eis. 60.Minute: Elle mit Bock, 13 Sekunden vor Ende durch Kramer der Ausgleich, Bauerntrick. Eisbären in diesem Moment ohne Goalie. Elle wiedermal zu zeitig unten... Wette adé. :-( Nun 10 Minuten Verlängerung 59.Minute: Füchse unter Druck. Noch 90 Sekunden! 58.Minute: Füchse komplett! 58.Minute: Noch 30 Sekunden Unterzahl! 57.Minute: Elle in Unterzahl saustark. Noch 3 Minuten. Noch 1 Minute Unterzahl. 56.Minute: Schiri Schütz zeigt sich wieder von der blinden Seite, Strafe gegen Mats Lindmark. 56.Minute: Fred Carroll läßt auch in dieser engen Phase Ostwald und Leyva spielen. Respekt! ...weiter
Lausitzer Rundschau vom 25.10.05 zum Pokalspiel
25.10.2005 | 11:19 Uhr von
Füchse freuen sich auf ihren Lieblingsgegner
Außenseiter Weißwasser mit neuem Mut gegen den Deutschen Meister
Es ist ein Spiel zwischen Vergangenheit und Zukunft. Wenn die Lausitzer Füchse heute ab 19.30 Uhr in der zweiten Runde des DEB-Pokals auf den langjährigen Rivalen Eisbären Berlin treffen, dann werden Erinnerungen an die vielen Duelle in der DDR- Oberliga wach. Zudem wollen die Gastgeber gegen den Deutschen Meister weiteres Selbstvertrauen für die 2. Bundesliga sammeln – am liebsten natürlich mit einer handfesten Sensation in dem höchst ungleichen Duell. ...weiter
Hin und her und her und hin
25.10.2005 | 11:13 Uhr von
Zu DDR-Zeiten bildeten Dynamo Weißwasser und Dynamo Berlin die kleinste Eishockeyliga der Welt. Jetzt treffen die beiden Klubs als Lausitzer Füchse und Berliner Eisbären im Pokal aufeinander
Es ist kalt in Weißwasser. Klaus Riehle steht im ehemaligen Präsidenten-Zimmer und schaut hinab auf das Freiluftstadion. 1959 war es das größte in ganz Europa, Walter Ulbricht kam zur Einweihung. Mächtige Kiefern umrahmen die steilen Stehränge. Ein malerischer Anblick, „aber vielleicht können wir wieder hinübergehen in die Geschäftsstelle“, sagt Riehle, „da wird geheizt, das können wir uns leider nicht in allen Räumen leisten“.
Klaus Riehle ist seit ein paar Monaten Präsident des ES Weißwasser, dessen Profimannschaft unter dem Namen Lausitzer Füchse in der Zweiten Eishockey-Bundesliga spielt. Bei seiner Amtsübernahme hat er vor allem Schulden vorgefunden. Ein Vergleich hat dem mit einer Million Euro verschuldeten Verein im Sommer den Gang in die Insolvenz erspart. ...weiter
Fred Carroll fordert lautstark "Eier"
25.10.2005 | 00:59 Uhr von
Obwohl eigentlich nicht sonderlich spektakulär, so war jene Szene in der 17. Spielminute der Partie der Lausitzer Eishockeyfüchse gegen die Straubing Tigers doch symbolträchtig: Bei eigener Spielerunterzahl warf sich EHC-Verteidiger Jörg Wartenberg in einen Schlagschuss eines gegnerischen Spielers und verhinderte so zumindest eine Tormöglichkeit. Als der Abwehrmann mit Schmerzen auf der Spielerbank Platz nahm, eilte Coach Fred Carroll zu ihm und klatschte ihm anerkennend auf die Schulter. ...weiter