Auch im siebenten Saisonspiel holten die Lausitzer Füchse keinen Punkt. Sie unterlagen vor heimischer Kulisse ggen die Cannibals aus Landshut mit 1:4 (0:1,1:2,0:1). Dabei hatten viele Fans auf eine Wende gehofft, nach den Geschehnissen der letzten Woche. Die Füchse liefen heute mit einer völlig veränderten Startformation auf. Sebastian Elwing stand heute wieder im Tor. Die erste Reihe bildeten Warren-Wikström-Kreitl-Lindmark-Bartlick. Im zweiten Block starteten Rochefort-Müller-Sekera-Andrews-Slavetinsky, im dritten Block waren es Rohrbach-Pohling-Kempf-Koalick-Wartenberg und die vierte Reihe wurde gebildet von Leyva-Mücke-Sekera-Andrews-Vait. Interims-Coach Torsten "Otto" Hanusch stand dabei erstmals hinter der Bande, sein beurlaubter Vorgänger hatte auf den Rängen gegenüber Platz genommen.
Die Füchse zeigten sich heute selbstbewußter und kämpferischer als zuletzt. Dennoch gingen die Cannibals in der 7. Spielminute durch Brandon Dietrich in Führung, was die Fans zu diesem Zeitpunkt noch nicht sonderlich beunruhigen mußte, denn die Füchse konnten in der Anfangsphase mit den Cannibals gut mithalten. Der erste Spielabschnitt gestaltete sich offen, beide Teams hatten die gleichen Spielanteile. In der 20. Minute wurde Mattias Wikström in eine kleine Meinungsverschiedenheit verwickelt, die Referee Hascher mit 2+10 Minuten ahndete, Wikkis Widersacher bekam hingegen nur 2 Strafminuten. In der ersten Drittelpause wurde Jörg Pohling ins Krankenhaus gebracht mit Verdacht auf eine Rippenfraktur. Wie lange er ausfallen wird ist derzeit nicht sicher.
Auch zu Beginn des zweiten Drittels mühten sich die Füchse redlich um endlich zum Torerfolg zu kommen, versiebten ihre Möglichkeiten aber reihenweise oder fanden in Landshuts Keeper Cinibulk ihren Meister. In der 30. Spielminute deutete sich dann aber schon eine Vorentscheidung an, als Geipel frei vor Elwing das 0:2 erzielte. Diesem Tor war ein katastrophaler Fehler der Füchse-Abwehr voraus gegangen, denn Mats Lindmark hatte seinen Kollegen Daryl Andrews mit zwei Cannibals-Stürmern mutterseelenallein gelassen. Die Spielentscheidung fiel in der 32. Minute durch Thomas Schinko zum 0:3. Die Füchse drängten weiterhin stark auf das Tor von Cinibulk und kamen in der 33. durch Sekera (Rochefort,Andrews) auch zum Torerfolg. Dabei blieb es aber. Im letzten Spielabschnitt zogen sich die Cannibals zurück und ließen die Füchse das Spiel bestimmen, die ihre Chancen wieder nicht nutzten. Die Cannibals agierten da wesentlich gescheiter und machten aus einer ihrer wenigen Möglichkeiten im letzten Drittel das 1:4.
Insgesamt hinterließen die Füchse heute bei den Zuschauern wohl einen besseren Eindruck als an den vorangegangenen Spieltagen, zufrieden sein kann man mit dem Ergebnis jedoch nicht, wie der Blick in die Tabelle zeigt. Viel Arbeit wartet auf Otto und die Jungs, denn am Sonntag in Regensburg wird die Sache nicht leichter. Dem heutigen Schiri, Herrn Hascher kann man zwar keine Spiel entscheidenen Fehler unterstellen, aber die ein oder andere seiner Entscheidungen darf man wohl heute schon mit einem Fragezeichen versehen. ...weiter
Vorbericht aus Landshuter Sicht
07.10.2005 | 10:50 Uhr von
Nach dem Schützenfest gegen Bremerhaven strotzen die Kannibalen vor Selbstvertrauen
Die Landshut Cannibals nehmen am Wochenende in der 2. Eishockey-Bundesliga ihren ersten "Sixpack" der neuen Saison ins Visier. Heute Abend (19:30 Uhr) gelten die Niederbayern beim aktuellen Schlusslicht Lausitzer Füchse ebenso als leichter Favorit wie zwei Tage später gegen die Freiburger Wölfe. Die Breisgauer geben am Sonntag um 18 Uhr ihre Visitenkarte am Gutenbergweg ab. ...weiter
Er ist der Rekordmann der Lausitzer Füchse. 590 Mal hat Torsten Hanusch als Profi das blau-gelbe Trikot des Traditionsvereins aus Weißwasser getragen. Doch sein wichtigstes Spiel bestreitet der 38-Jährige heute Abend als Interimscoach des Schlusslichts der 2.
Eishockey-Bundesliga gegen die Landshut Cannibals (19.30 Uhr). Nach dem katastrophalen Saisonstart mit sechs Niederlagen in sechs Spielen soll der Nachfolger des beurlaubten Cheftrainers Horymir Sekera endlich die Wende erzwingen. «Das Training in dieser Woche sah sehr gut aus. Jetzt müssen wir es im Spiel umsetzen» , beschreibt Hanusch die Ausgangsposition.
Nach einer aufregenden Woche in Weißwasser erwarten die Lausitzer Füchse am Freitag um 19:30 Uhr den EV Landshut zu Gast im Fuchsbau.
Nach der Beurlaubung von Horymir Sekera am Montag steht die Mannschaft nun in der unbedingten Pflicht einen Sieg einzufahren, denn sonst könnte das heimische Publikum nachhaltig vergrault werden. Interims-Coach Torsten "Otto" Hanusch, trainierte in den vergangenen Tagen besonders den Spielaufbau, sowie die Überzahl-und Unterzahlsituationen. Es wird auch eine neue Aufstellung der Reihen geben, so wird morgen auch die vierte Reihe von Beginn an Eiszeit erhalten.
Die Erwartungshaltung der Fans ist sehr hoch, schliesslich kann man mit einem mageren Pünktchen und der roten Laterne nicht zufrieden sein.
Die Gäste belegen derzeit den 7. Tabellenplatz und verbuchen 9 Punkte auf ihrem Konto. Die Cracks von Erfolgscoach Danny Naud (zuletzt Bietigheim und Straubing), schlugen am vergangen Sonntag den REV Bremerhaven mit 10:1. Thomas Daffner und Conny Strömberg entpuppen sich dabei als die besten Scorer mit bisher 8 und 7 Zählern auf dem Konto. Verletzungsbedingte Ausfälle gibt es derzeit im Team der Cannibals nicht zu verzeichnen.
Das Spiel leitet Hauptschiedsrichter Alfred Hascher (Miesbach), assistiert von Ralph Bidoul (Sonthofen) und Michael Fischer (München). ...weiter
Jersey-Entwurf ist fertig/ Familie Warren hat Zuwachs/ Feiern auf Reinert-Ranch
Wie in der vergangenen Woche angekündigt werden die Lausitzer Füchse zum Pokalspiel gegen Berlin (25.10 um 19.30 Uhr) in Retro-Trikots auflaufen. Die Wahl fiel dabei auf das Meisters-Jersey aus der Saison 1988/89. Zwei Unterschiede gibt es aber zu damals. Zum einen ist ein Sponsorenbanner auf der Vorder- und Rückseite. Und zum anderen wird es einen Schnürkragen geben, um das Trikot noch etwas nostalgischer wirken zu lassen.
Fans können das Trikot ab sofort über den Füchse- Merchandisingpartner ice-shop vorbestellen (entweder im Fanshop in der Eishalle oder unter www.go-iceshop.de). Der Verkauf beginnt aber erst unmittelbar vor dem Pokalspiel, da die Herstellung noch etwas dauert. Kosten wird das Dynamo-Trikot 70 Euro.
Eine freudige Botschaft gab es heute Vormittag, Morgan Warren ist Vater geworden. Seine Frau brachte einen gesunden Jungen zur Welt.
Für alle Füchse-Fans gibt an diesem Wochenende ein besonderes Angebot der Reinert-Ranch Trebendorf. Dort findet das große Ranchfest statt. Mit der Eintrittskarte aus dem morgigen Spiel (19.30 Uhr gegen Landshut) erhalten Füchse-Fans entweder am Freitagabend freien Eintritt oder zahlen am Samstag statt vier Euro nur drei.
Bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser läuft die Suche nach einem Nachfolger für den am Dienstag beurlaubten Chefcoach Horymir Sekera auf vollen Touren. Eine Entscheidung vor dem Wochenende ist laut René Reinert aber eher unwahrscheinlich.
«Ich gehe davon aus, dass Torsten Hanusch als Interimstrainer auf der Bank sitzen wird. Zumal er in dieser Woche ja auch das Training leitet» , sagt der Geschäftsführer der Füchse vor der Heimpartie morgen Abend gegen die Landshut Cannibals (19.30 Uhr) und dem Auswärtsspiel am Sonntag bei den Eisbären Regensburg (18.30 Uhr).
Ist Hanusch, der jahrelang als Verteidiger im blau-gelben Trikot seine Belastbarkeit unter Beweis gestellt hat, möglicherweise sogar mehr als nur eine Übergangslösung? «Ich bin grundsätzlich für alles offen. Es hängt viel davon ab, wie er und die Mannschaft sich jetzt präsentieren. Zumindest im Training ist ein deutlicher Ruck spürbar» , betont Reinert.
Nächträglich Alles Gute, Gesundheit und viel Glück für die nächsten schweren Tage wünscht das HP Team unserem neuen Interimscoach Torsten Hanusch, welcher am gestrigen Tage seinen 37.Ehrentag feierte.
Am heutigen Tage begeht unsere Chef und HP Gründungsmitglied Sven Schimanski seinen 33. Geburtstag. Das gesamte HP Team und deren Anhang wünschen im Alles Gute, Viel Glück und Gesundheit für die Zukunft.
Weißwasser. Erwartungsgemäß haben sich die Lausitzer Eishockeyfüchse nach sechs Niederlagen in Folge zum Saisonstart von Trainer Horymir Sekera getrennt. Am 21. November 2002 hatte der Tscheche den Posten in Weißwasser übernommen. Er konnte danach weder den Abstieg in die Oberliga verhindern, noch wurde der angestrebte Wiederaufstieg in Liga zwei auf sportlichem Wege geschafft. Allerdings spielten die Füchse nach der Rückkehr in die 2. Bundesliga am Grünen Tisch im letzten Jahr eine unerwartet starke Saison und erreichten sogar die Play-offs.
Dafür ging nach äußerst erfolgreicher Vorbereitung der Start in die neue Spielzeit komplett in die Hose. "Es waren sicherlich 15 bis 20 kleine Dinge, die uns in die jetzige Lage gebracht haben. Wir hatten aber das Gefühl, dass der Trainer das Ruder nicht mehr herumreißen kann", begründet EHC-Geschäftsführer René Reinert die Entscheidung, Horymir Sekera zunächst zu beurlauben. Der 56-Jährige akzeptiert die Suspendierung: "Es ist verständlich, dass durch einen Trainerwechsel der Mannschaft neue Impulse gegeben werden sollen. Die Truppe hat Potenzial, davon bin ich nach wie vor überzeugt. Was momentan fehlt, ist das Selbstvertrauen."
Der Abschied lag in der Luft. Die 1:2-Heimniederlage gegen Freiburg war für Horymir Sekera das letzte Spiel hinter der Füchse-Bande. Die Weißwasseraner stehen sind mit nur einem Punkt aus sechs Spielen Schlusslicht der 2. Eishockey-Bundesliga und haben schon sieben Punkte Rückstand auf den angestrebten achten Platz. Deshalb zogen die Gesellschafter um Geschäftsführer René Reinert jetzt die Reißleine. Nachdem sie am Montagabend noch beteuert hatten, die Situation zuerst zu beraten, wurde gestern Morgen „alles schriftlich besiegelt“, wie Reinert erklärt.
Ex-Trainer Sekera zeigte sich von der Entscheidung nicht überrascht: „So ist das nun mal im Sport. Wir hatten keinen guten Start, die Ergebnisse waren schlecht, also musste ich diese Reaktion voraussehen.“ Psychologischer Druck, Frust, Nervosität und Hektik seien immer größer geworden. „Ein Erfolgserlebnis – und das Selbstvertrauen wäre zurück“, sagt Sekera, der nach eigenem Bekunden keine Bitterkeit verspürt. Nur darüber, ob die Mannschaft hinter ihm gestanden hat, wollte er nichts sagen. Schließlich habe man sich fair getrennt und versprochen, keine schmutzige Wäsche zu waschen. ...weiter