Gestern um 11.08 Uhr verkündeten die Lausitzer Füchse die erwartete Personalie: Chefcoach Horymir Sekera wurde beim Tabellenletzten der 2. Eishockey-Bundesliga beurlaubt. Neuer Hoffnungsträger ist der Weißwasseraner Ex-Profi Torsten Hanusch, der als Interimstrainer die Mannschaft auf die Wochenend-Spiele vorbereitet. Parallel dazu sind die Füchse auf der Suche nach einem neuen Chefcoach.
Die Gesellschafter der Spielbetriebs-GmbH zogen mit der Beurlaubung die Konsequenzen aus der Talfahrt der vergangenen Wochen. Nach sechs Niederlagen rutschte der Traditionsverein auf den letzten Tabellenplatz ab. «Trotz der intensiven Ursachenforschung gab es am vergangenen Wochenende wieder zwei Niederlagen. Deshalb mussten wir diesen Schritt jetzt gehen» , erklärte Füchse-Geschäftsführer René Reinert und nahm gleichzeitig die Mannschaft in die Pflicht: «Wir hoffen, dass die Spieler dadurch den entscheidenden Impuls bekommen.» Hier die Chronologie der Ereignisse im Fuchsbau.
Gesellschafter ziehen nach sportlicher Talfahrt KonsequenzenDie Lausitzer Füchse haben am gestrigen Abend Trainer Horymir Sekera beurlaubt. Nach zuletzt sechs Niederlagen in Folge entschieden sich die Gesellschafter des Eishockey-Zweitligisten zu diesem Schritt. Die Mannschaft ist am Vormittag über diese Entscheidung informiert worden. Bis auf weiteres wird Co-Trainer Torsten Hanusch das Team betreuen. Pressemitteilung Lausitzer Füchse
Nach der sechsten Niederlage in Folge am Sonntag mit dem 1:2 gegen die Wölfe Freiburg spitzen sich die Ereignisse bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser weiter zu. Gestern Abend gab es ein kurzfristig anberaumtes Krisengespräch zwischen Geschäftsführer René Reinert und Trainer Horymir Sekera in der Eishalle. Nach RUNDSCHAU-Informationen stehen die an das Tabellen-Ende der 2. Liga abgestürzten Füchse und der 56 Jahre alte Coach aus Tschechien kurz vor der Trennung. Heute will der Verein eine Entscheidung bekanntgeben.
«Die sportliche Bilanz ist mit nur einem Punkt aus sechs Spielen eine Katastrophe. Deshalb haben wir die Pflicht, alle Möglichkeiten in Erwägung zu ziehen, wie wir den Erfolg zurückholen können» , sagte Reinert auf Nachfrage der RUNDSCHAU. Und dazu gehöre auch die Position des Trainer. Vor einer Woche hatte der Füchse-Geschäftsführer sich noch ausdrücklich vor Sekera gestellt. Doch die beiden Niederlagen am zurückliegenden Wochenende haben die Krise im Fuchsbau dramatisch verschärft. Über das Ergebnis des gestrigen Krisengesprächs wurde von beiden Seiten Stillschweigen vereinbart. «Wir möchten noch eine Nacht darüber schlafen» , sagte Reinert gestern Abend.
6.Spiel, 6.Niederlage. Selten starteten die Lausitzer Füchse so schlecht in die Saison, wie in die Saison 2005/2006. Fans und Verantwortliche zerbrechen sich in diesen Tagen den Kopf über das „Warum“, eine allgemeingültige Antwort dürfte es aber wohl nicht geben. Blicken wir doch einmal zurück... Als Nachrücker am "Grünen Tisch" spielten die Füchse unter Coach Sekera eine Traumsaison, die mit dem vorzeitigen Klassenerhalt, sprich Play-Off Einzug gekrönt wurde. Eben dieser Coach steht nun unter dem Beschuß der Fans. Ihm werden taktische Fehler zur Last gelegt, insbesondere die Reihenrotation. Was soll ein Trainer aber machen, wenn die Leistungsträger der letzten Saison auf der Suche nach der Form derselben sind? Laut unbestätigten Berichten soll Coach Sekera sogar seinen „Schmusekurs“ gegenüber der Mannschaft aufgegeben haben, in der Kabine soll es öfters entsprechend laut geworden sein. Trauriger Höhepunkt sicherlich die Aktion, als der Coach einen Mülleimer über seinem Kopf entleerte und sinngemäß zum Team meinte, wenn es wolle, daß er sich zum Clown macht, könnte es dies schon in der Kabine haben. Es sollten sich aber auch mal die Spieler fragen, ob sie alles zum Erfolg der Füchse versuchen beizutragen... Speziell 2 Leistungsträger der letzten Saison sollten einmal überlegen, ob der Kampf um die Vormachtstellung im Team nicht dem Erfolg des selben abträglich ist. Wer heute und die letzten Spiele in der Halle war, weiß wer gemeint sein könnte...
Im Sommer haben viele Fans ihr letztes Hemd für den Erhalt des Eissportes in Weißwasser gegeben und müssen nun mit anschauen, wie das Team die Halle leer spielt. Ohne entsprechende Zuschauereinnahmen, kein Überleben der Füchse, oder wo sind die neuen Sponsoren, die das Eishockey in WSW längerfristig sichern?
Viele (Spieler, Fans, Verantwortliche) haben sich sicherlich auch von der ergebnismäßig guten Vorbereitung blenden lassen, aber seien wir doch mal ehrlich, bis auf das Krefeld-Spiel war es nur Augenwischerei. Das Köln-Spiel kann man bei dem Benefizcharakter des Spiels, nicht als ernsten Leistungstest zu Rate ziehen. Und warum man 2 Spiele gegen das ambitionierte Oberligateam der Hannover Indians ausfallen ließ, um dafür gegen die Eisbären Juniors zu testen, verschließt sich dem Auge des Betrachters.
Am nächsten Wochenende kann es passieren, daß man nach den Spielen gegen Landshut & Regensburg immer noch das Tabellenende ziert, aber will man solange warten??? Verantwortliche und Spieler sollten diese Woche noch einmal in Klausur gehen und versuchen, einen klaren Kopf zu bekommen. Ein Trainerwechsel liegt mir (noch) fern, eher sollte die Mannschaft jetzt in Vorleistung gehen, um zu versuchen, den verloren gegangenen Kredit bei IHREN Fans zurück zu gewinnen. Bei allen Emotionen sollte man nämlich nicht vergessen, daß ein Trainerwechsel auch Geld kostet und wir bekanntlich finanziell nicht auf Rosen gebettet sind. Auch die Fans sollten noch einmal der Mannschaft eine Chance geben und zahlreich erscheinen und das Letzte aus sich herausholen. Traurig ist es nämlich, daß Lars Müller (mit der einzige, dem man es leistungsmäßig zugestehen konnte) die Fans animieren mußte, das Team anzufeuern. Und der Trainer sollte auch mal über seinen Schatten springen und der "Jugend forscht"-Abteilung eine faire Chance geben und Leute die ihn enttäuschen oder offensichtlich formschwach sind, auch mal auf die Tribüne zu setzen.
Füchse gehen gegen Badenser baden
02.10.2005 | 22:42 Uhr von
Mit 1:2 (0:0,0:2,1:0) verloren die Füchse heute Abend ihr 6.Spiel in Folge. Sah man die ersten 10 Minuten des Spiels noch couragierte Füchse, so änderte sich dies im Laufe der Partie. Die sehr defensiv eingestellten Gäste konnten ein spielerisches Gleichgewicht erzielen und mit nadelstichartigen Kontern, den von Ronny Glaser gehüteten Kasten in Gefahr bringen. In der 27.Minute war es dann endlich soweit. Ein leichtfertiger Puckverlust in eigener Überzahl ermöglichte Tim Smith einen Alleingang, den er gekonnt mit einem Schuß über Glasers Schulter abschloß. Die Füchse brachen danach völlig auseinander. So wunderte es keinen, daß die Wölfe in der 30.Minute in Überzahl ihre Führung ausbauen konnten. Wiederum Tim Smith profitierte von der guten Arbeit seines Teams. 2 Stürmer zogen vors Tor, banden ihre Gegenspieler und Tim Smith konnte unbehelligt bis 1m vor Glaser laufen und ihm den Puck zwischen den Beinen durch schieben. Nach diesem Tor kam dann auch endlich die 4.Sturmreihe ins Spiel und konnte für Entlastung sorgen. Bezeichnend, daß nach dem 2.Drittel die Namen Ostwald & Mücke bei der Lausitzer Rundschau ganz oben standen, als es um die Auszeichnung der besten Spieler ging. Auch eine Art, der Mannschaft eine Watsch´n zu verpassen... Im letzten Drittel ordnete Coach Sekera seine Reihen wieder einmal neu, er ging zu den Vorbereitungsreihen zurück. Diese Umstellung tat den Füchsen zeitweise gut, denn Morgan Warren konnte in der 52.Minute einen Überzahlangriff gekonnt abschließen. Danach passierte aber leider nicht mehr viel, auch die Herausnahme des Torhüters für einen sechsten Feldspieler brachte nichts zählbares. Zur "Feier" des Tages übernahmen die Füchse noch die "Rote Laterne" vom EHC München...
Füchse unter Druck - 3 Punkte sind Pflicht
02.10.2005 | 11:51 Uhr von
Wenn heute gegen 17.00 Uhr der kurzfristig eingesetzte Hauptschiedsrichter Seckler das Spiel freigeben wird, stehen die Lausitzer Füchse unter enormen Siegzwang. Am 6.Spieltag der Saison soll endlich der erste Sieg eingefahren werden, um das Saisonziel vorzeitigen Klassenerhalt nicht schon zu Saisonbeginn aus den Augen zu verlieren. Nach der kämpferisch starken Vorstellung am Freitagabend in Bietigheim, wird Coach Horymir Sekera den umgestellten Angriffsreihen wieder das Vertrauen schenken. Nur in der Torwartfrage hält sich der tschechische Trainer des Teams bedeckt, es ist aber zu erwarten, daß Ronny Glaser nach der starken Leistung im letzten Spiel erneut das Füchsetor hüten wird.
Der heutige Gegner der Füchse, der EHC Freiburg, steht ebenso mit dem Rücken zur Wand. Am 2.Spieltag konnte im Heimspiel gegen den REV Bremerhaven der letzte und einzige 3-Punkte-Erfolg eingefahren werden. Danach gab es für die Breisgauer 3 Niederlagen am Stück, letzten Freitag gegen Regensburg sogar ohne eigenen Torefolg. Vorsicht walten lassen, sollten die Füchse besonders vor der erstklassig besetzten Offensivabteilung der Wölfe. Namen wie Aaron Fox, Rawil Khaidarow und "Sir" Ryan Smith haben einen wohlbekannten guten Klang in der 2.Bundesliga. Im Gegensatz dazu, sollte man versuchen, die nicht so stark eingeschätzte Defensive der Gäste durch Druck aus allen Mannschaftsteilen zu knacken, der Gästegoalie Christian Bronsard ist bekannt dafür, nicht der nervenstärkste zu sein.
Hoffen wir, daß die Füchse heute zahlreich unterstützt werden und endlich den ersten Dreier einfahren können.
Füchse laden zum Fanstammtisch ein
30.09.2005 | 22:34 Uhr von
Erstes Treffen der neuen Saison ist kommenden Mittwoch
Die Lausitzer Füchse laden ihre Fans zu einem Stammtisch nach Weißwasser ein. Am kommenden Mittwoch (5.10 um 20.00 Uhr in der Stadiongaststätte „Fuchsbau“) können die Anhänger mit Mannschaft und Klubleitung über den bisherigen Saisonverlauf sprechen. Angeregt wurde dieser Stammtisch vom neu gegründeten Fanrat.
Zukünftig soll es einmal pro Monat ein solches Treffen geben. Wobei der Austragungsort immer wechselt.
Pressemitteilung Lausitzer Füchse
Nach großem Kampf 2:3 verloren
30.09.2005 | 22:23 Uhr von
Auch nach dem 5.Spieltag bleiben die Füchse sieglos. Trotz sehr guter Leistung wurde heute Abend gegen die Steelers aus Bietigheim mit 2:3 (1:1,1:2,0:0) verloren. Alle Tore der Steelers fielen in Überzahl und bedeuteten eine Führung der Hausherren. Die Füchse konnten leider nur zweimal ausgleichen. Einmal durch Rohrbach zum 1:1 und das andere Mal durch Kreitl zum 2:2. Der 3:2 Treffer von Jacques, 41 Sekunden vor Ende des 2.Drittels, bedeutete gleichzeitig den Endstand. Als bester Spieler der Füchse wurde nach dem Spiel Ronny Glaser ausgezeichnet. Alles zum Spiel (Tore, Strafen, Spielverlauf) zum Nachlesen im LIVE-Ticker
Füchse-Trainer Sekera baut Topreihe um
30.09.2005 | 06:54 Uhr von
Personelle Konsequenzen sollen ersten Sieg bringen
Für die Lausitzer Füchse geht es am Wochenende um mehr als nur sechs Punkte.
In den Partien heute beim SC Bietigheim/Bissingen (20 Uhr) und am Sonntag gegen die Wölfe Freiburg (17 Uhr) soll endlich der erste Saisonsieg und damit der erhoffte Befreiungsschlag nach vier Auftaktniederlagen gelingen. Andernfalls dürfte der Druck auf die Mannschaft und auch Trainer Horymir Sekera weiter zunehmen. ...weiter
Aussprache im Fuchsbau
29.09.2005 | 23:17 Uhr von
Nach vier Niederlagen in Folge stand bei den Lausitzer Eishockeyfüchsen in dieser Woche eine Art "Krisenmanagement" auf dem Programm. Hauptinhalt: Die Köpfe sollten frei gesprochen und frei trainiert werden. Ersterem diente am Dienstag eine mehrstündige Unterredung der Cracks in einzelnen Gruppen mit und ohne Trainer bzw. Geschäftsleitung.
Stürmer Markus Kempf gestand offen ein: "Nach dem guten letzten Jahr, den Verstärkungen für die neue Saison und den erfolgreichen Tests haben manche der Jungs vielleicht gedacht, die Punktspiele würden zu einem Selbstläufer und sich deshalb zu sehr auf den Nebenmann verlassen. Das ist ausgeräumt." ...weiter