
Irgendwie scheinen die Lausitzer Eishockeyfüchse derzeit so viel Spaß an ihrem Sport zu haben, dass sie sich mit nur 60 Spielminuten nicht mehr zufrieden geben wollen. Sowohl in Hannover (4:5 n.P., wobei ein 0:3 nach 11 Minuten noch aufgeholt wurde) als auch daheim gegen Ravensburg (4:3 n.V.) ging es in die Overtime. Das Dumme nur: Rund um den Valentinstag haben die Füchse so weitere drei Zähler verschenkt. Allerdings überwiegen die positiven Aspekte. Auch, weil Eishockey- Sorgenkinder wie Daniel Bartell und Dennis Cardona zu ihrer Form gefunden haben. So schoss Daniel Bartell in den letzten vier Spielen vier Treffer, gehörte gegen Ravensburg nicht nur wegen des Siegtores zu den großen Stützen. Und Dennis Cardona wurde sogar als bester Spieler ausgezeichnet, agiert inzwischen sehr mannschaftsdienlich und kämpferisch engagiert. Frei nach dem Motto: "Schicke Dennis und zwei Gegner in die Bandenecke. Dann kommt Cardona mit der Scheibe wieder heraus.", hat sich der 23-Jährige in die Stammformation gespielt. Den ganzen Frust einer
bisher verkorksten Saison legte Cardona in seinen Schlagschuss aus 3 Metern, der zum 3:1 gegen führte. Fast glaubte man, der Stürmer wolle das Tor umschießen... "Daniel und Dennis haben offenbar begriffen, was ich von ihnen erwarte. Sie sind jetzt besser, weil sie mit Herz und Verstand für die Mannschaft rackern.", ist auch Coach Horymir Sekera froh über den Aufschwung. Schlechte Nachrichten gibt es gegenwärtig nur von Pavel Vait.
Der Abwehrrecke laboriert weiter an den Folgen einer Gehirnerschütterung. Sein Versuch, in Hannover wieder mitzuspielen, endete nach 15 Minuten mit Schwindelanfällen und Erbrechen. Nicht ausgeschlossen, dass für Vait die Saison bereits beendet ist.
(Heinz Ludwig)