Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
History

 

25.Spieltag - 03.04.1998 | ES Weißwasser - Heilbronner EC 2:1 n.P.(1:0;0:0;0:1)

Torfolge: 1:0 Reddo(6.), 1:1 Rau(53.), 2:1 Eisebitt(65.)Penalty
Strafen: ESW 16, Heilbronn 10
Zuschauer: 2823

26.Spieltag - 05.04.1998 | EHC Freiburg - ES Weißwasser 3:4 n.P.(2:3;1:0;0:0)

Torfolge: 0:1 Zankovets(5.), 1:1 Grossmann(9.), 1:2 Martin(11.), 1:3 Pohling(13.), 2:3 Vozar(17.), 3:3 Precan(33.), 3:4 Kastak(65.)Penalty
Strafen: Freiburg 6, ESW 8
Zuschauer: 2275

Per Wallin erzielte 45 Punkte und spielte damit eine solide Saison.
Per Wallin erzielte 45 Punkte in der Saison.

Dem Penalty-Zittern folgte das Rechnen, doch Weißwasser-Trainer Bror Hansson verkündete nach dem 2:1-Sieg gegen Heilbronn einfach locker vom Podest: „ Damit haben wir die Play-Offs erreicht.“
Dass den Füchsen beim Finish in Freiburg, abgesehen vom erneuten Penalty-Krimi, das ganz große Zittern erspart blieb, hatten sie einem Mann zu verdanken, der im vergangenen Sommer zunächst nicht mehr im Kader erschien, dann aber doch noch mit „Amateurstatus“ ins Aufgebot rückte: Torsten Eisebitt. Der 31jährige Mittelstürmer, der sich, wie gegen Heilbronn, inzwischen auch als „Montagearbeiter“ in der Abwehr verdingte, versenkte als fünfter Schütze den entscheidenden Penalty im HEC-Gehäuse. Eisebitt, in der Meisterrunde bislang ohne Treffer, auf Nervenposition fünf – das verwunderte manchen, doch es war von Hansson so gewollt: „ Torsten gehört im Training zu unseren besten Penalty-Schützen.“ So bleibt Eisebitt die Genugtuung, dass ausgerechnet ein „Amateur“ das wichtigste Füchse-Saisontor erzielte.
Roland Herzig wiederum war in „Spendierlaune“, und so plauderte er aus dem Nähkästchen der Vertragsverhandlungen: „Bei einem Dutzend Spielern steht fest, dass sie im Fuchsbau bleiben werden.“ Dazu zählen die Ur-Weißwasseraner Bresagk, Irrgang, Peschke, Martin, Hanusch, Knobloch, Wittig, Reddo, Gebauer, Herzig, Pohling sowie die drei Ausländer Kastak, Kulabuchov und Zankovets. Wallin kehrt aus familiären Gründen nach Schweden zurück, für seinen Landsmann und Top-Fuchs Samuelsson wird noch nach einem „finanziellem Rahmen“ gesucht, und Vit zieht es an den Rhein nach Neuwied.
Hansson indes sieht für die nächsten Tage eine „Perspektive“: „In den Play-Offs ist jetzt alles möglich.“ Gegen den Viertelfinal-Kontrahenten TSV Erding feierten die Füchse in den bisherigen vier Saisonspielen drei Siege. Ein gutes Omen?

Abschlusstabelle der Meisterrunde

      1. Iserlohner EC 51
2. ESC Moskitos Essen 48
3. TSV Erding 46
4. EHC Neuwied 45
5. Grefrather EV 43
6. ES Weißwasser 42
7. EC Bad Nauheim 41
8. EHC Freiburg 41
9. SC Riessersee 40
10. EC Hannover Turtles 36
11. ERC Ingolstadt 34
12. Heilbronner EC 29
13. ERC Sonthofen 29
14. ERC Selb 21

 

Playoff - Viertelfinale 1. Spieltag

Iserlohner EC - EHC Freiburg 7:3
ESC Moskitos Essen - EC Bad Nauheim 4:1
TSV Erding - ES Weißwasser 2:3 n.P.
EHC Neuwied - Grefrather EV 1:4

1.Spiel - 09.04.1998 | TSV Erding - ES Weißwasser 2:3 n.P.(1:1;1:1;0:0)

Torfolge: 0:1 Zankovets(4.), 1:1 Abstreiter(6.), 1:2 Zankovets(22.), 2:2 Schinköthe(28.), 2:3 Kastak(65.) Penalty
Strafen: Erding 8, ESW 20
Zuschauer: 1497

„Ausgerechnet Weißwasser!“ Diesen Ausruf hörte man in Erding vor Beginn der Play-Offs immer wieder. Und diese Vorahnung sollte sich eindrucksvoll und sehr bitter bewahrheiten.
Vielleicht schwante vielen Jets-Fans schon Böses, denn zum Heimspiel waren nur rund 1500 Zuschauer gekommen - eine enttäuschende Kulisse. Die Platzherren boten von der ersten Minute an offensives Eishockey, wohl wissend, dass man unbedingt eine frühe Führung benötigte, um die Füchse aus ihrer sturen Defensive herauszulocken. Doch scheiterte man immer wieder an Bresagk, der reihenweise Glanzparaden hinlegte. Die Lausitzer verlegten sich aufs Kontern und hatten dabei auch Glück, als Ed Zankovets zwei „Gurkentore“ gelangen. Zweimal kamen die Erdinger fast postwendend zum Ausgleich, danach wurden reihenweise beste Tormöglichkeiten kläglich vergeben. Im Penaltyschießen zog Erding schließlich den Kürzeren.

 

Playoff - Viertelfinale 2. Spieltag

EHC Freiburg - Iserlohner EC 4:5 n.V.
EC Bad Nauheim - ESC Moskitos Essen 6:4
ES Weißwasser - TSV Erding 2:0
Grefrather EV - EHC Neuwied 3:4

2.Spiel - 11.04.1998 | ES Weißwasser - TSV Erding 2:0(0:0;1:0;1:0)

Torfolge: 1:0 Peschke(33.), 2:0 Samuelsson(44.)
Strafen: ESW 4, Erding 30
Zuschauer: 3000

Thomas Bresagk beförderte den ESW, mit einem Shut Out im 2.Spiel, gegen Erding in das Meisterschaftshalbfinale und wurde folgerichtig zum Spieler der Woche gekürt.
Thomas Bresagk mit einem Shut Out im 2.Spiel, gegen Erding

Haarlänge nur noch in Millimetern anzugeben – so präsentierte sich ESW-Coach Hansson. Mit dem Erreichen der Play-Offs musste sich der Schwede von seiner Haarpracht trennen – „Wett-Schuld“. Seine bessere Hälfte Kristin wurde bei ihrem Weißwasser-Besuch dann mit der österlichen Überraschung konfrontiert. Haar-Urteil: „Sieht gut aus.“ Auch in sportlicher Hinsicht würde diese Aussage im Fuchsbau 100% zutreffen, denn in der „besten Saison seit der Wende“ (Präsident Frank Lehnigk) greifen die Füchse nach den Erfolgs-Sternen. Im Schatten des zweiten Playoff-Spiels gegen Erding wurde bereits eine Meisterschale geschwenkt. Zwar nur aus Pappe, doch immerhin.
2:0-Siege hieß es am Ende einer „verkürzten“ best of three-Serie, doch die nackten Zahlen lebten von zwei Duellen, die an Spannung und Dramatik fast nicht zu überbieten waren. Der Kapitän höchstselbst wies dabei die Marschrichtung, Frank Peschke besorgte nach genau 32 Minuten die Führung. 3000 Besucher jubelten – und sahen auch in der Folgezeit eine äußerst dramatische Begegnung. Nicht unbedingt an den Torschussqualitäten der Akteure lag dabei das Schotten-Ergebnis, sondern auch an zwei überragenden Torstehern. ESW-Goalie Thomas Bresagk als auch Erdings Bernie Engelbrecht hatten einen Supertag - doch nur einer konnte am Ende strahlen.

 

Playoff - Viertelfinale 3.Spieltag

ESC Moskitos Essen - EC Bad Nauheim 0:3
EHC Neuwied - Grefrather EV 6:5

 

Playoff - Halbfinale

EHC Neuwied - ES Weißwasser 4:2
Iserlohner EC - EC Bad Nauheim 6:5 n.P.

ES Weißwasser - EHC Neuwied 6:3
EC Bad Nauheim - Iserlohner EC 4:1

EHC Neuwied - ES Weißwasser 6:5
Iserlohner EC - EC Bad Nauheim 2:5

 

1.Halbfinale - 17.04.1998 | EHC Neuwied - ES Weißwasser 4:2(2:1;2:1;0:0)

Torfolge: 1:0 Fedorchuk(2.), 2:0 Naster(16.), 2:1 Pohling(17.), 3:1 Beauchamp(22.), 3:2 Wallin(25.), 4:2 Fedorchuk(37.)
Strafen: Neuwied 6, ESW 4
Zuschauer: 1466

2.Halbfinale - 19.04.1998 | ES Weißwasser - EHC Neuwied 6:3(1:2;4:0;1:1)

Torfolge: 0:1 Hoffmann(3.), 0:2 Ollila(10.), 1:2 Samuelsson(13.), 2:2 Kastak(31.), 3:2 Kastak(34.), 4:2 Gebauer(35.), 5:2 Kulabuchov(38.), 6:2 Kastak(57.), 6:3 Fedorchuk (60.)
Strafen: ESW 6, Neuwied 18
Zuschauer: 3000

Kamil Kastak wurde nach seinen 3 Tore im 2.Halbfinalspiel gegen Neuwied zum Spieler der Woche gekürt.
Spieler der Woche - Kamil Kastak

Nach der 2:4 Niederlage im ersten Halbfinale und 10 Minuten im Heimspiel gegen den Vorjahresmeister sah es für die Füchse alles andere als rosig aus. Neuwied, bereits am Samstag angereist, präsentierte sich hellwach und mit eisernem Willen, die Entscheidung schon im zweiten Spiel herbeizuführen. Zunächst ging das Konzept auf, erwischten die Pokovic-Schützlinge einen Traumstart, gingen mit 2:0 in Front. Doch die Gastgeber fighteten zurück. Zunächst konnte Marius Cissewski schlimmeres verhindern, doch im Mittelabschnitt kam es dann knüppeldick: Binnen fünf Minuten bog Weißwasser die Partie um, spielte Neuwied förmlich an die Wand.
Unabhängig vom Ausgang des dritten Spiels gegen die Neuwieder Bären: Für die Füchse-Anhänger ist (vorerst) schon alles „gelaufen“. Nach der Gala in der ausverkauften Halle trugen sie eine überdimensionale blaugelbe Fahne auf das Eis, und ein Fan kniete mit Dankesworten vor Hansson. Der Schwede hätte es sich vor Wochen sicherlich nicht träumen lassen, als „Eis-Buddha“ in die Vereinsgeschichte einzugehen. So schnell kann das im deutschen Eishockey gehen.

 

3.Halbfinale - 21.04.1998 | EHC Neuwied - ES Weißwasser 6:5(2:2;1:1;3:2)

Torfolge: 0:1 Martin(5.), 1:1 Naster(14.), 1:2 Gebauer(16.), 2:2 Beauchamp(20.), 2:3 Zankovets(26.), 3:3 Naster(29.), 4:3 Hoffmann(43.), 4:4 Kulabuchov(45.), 5:4 Beauchamp(47.), 6:4 Kujala(49.), 6:5 Martin(53.)
Strafen: Neuwied 4, ESW 6
Zuschauer: 1204

 

Playoff - Finale

EHC Neuwied - EC Bad Nauheim 5:2
EC Bad Nauheim - EHC Neuwied 5:6 n.P.

Spiele um Platz 3

1.Spiel - 24.04.1998 | Iserlohner EC - ES Weißwasser 5:4(1:2;3:1;1:1)

Torfolge: 0:1 Samuelsson (4.) 0:2 Kulabuchov (9.) 1:2 Fowler (16.) 2:2 Carlsson (21.) 3:2 Seymour (23.) 3:3 Samuelsson (30.) 4:3 Danielsmeyer (34.) 4:4 Gebauer (50.) 5:4 Campbell (52.)
Strafen: IEC 4, ESW 8
Zuschauer: 3285

2.Spiel - 26.04.1998 | ES Weißwasser - Iserlohner EC 1:5(1:2;0:2;0:1)

Torfolge: 1:0 Kastak (1.) 1:1 Fowler (6.) 1:2 Gailer (15.) 1:3 Fendt (34.) 1:4 Bernhardt (35.) 1:5 Gailer (44.)
Strafen: ESW 8, IEC 10
Zuschauer: 1641

Thomas Knobloch und seine Teamkollegen verloren zwar beide Spiele um den 3.Meisterschaftsplatz, konnten aber trotzdem stolz auf das erreichte sein.
Thomas Knobloch und der ESW im Kampf um Platz 3

Als bestes „Südteam“ beendete der ESW die Saison 1997/98. Nach der bitteren, knappen Niederlage im dritten Halbfinalspiel gegen Neuwied standen noch das „Kleine Finale“ für die Füchse auf dem Programm.
Nichtschwimmer, unter den leider nur 1641 Fans, hatten im ESW-Fuchsbau ab der 50. Minute schlechte Karten, denn eine LaOla jagte die andere. Stimmung, als wenn die Füchse jeden Moment zum DEB-Champion gekürt werden würden. Die Realität sah derweil etwas anders aus – mit 1:5 lagen die Hausherren gegen den Iserlohner EC zurück. Der Traum vom Erreichen des dritten Platzes war schon lange zerplatzt. Doch die ESW-Fans störte dies überhaupt nicht. Sie bedankten sich für eine Supersaison! „Nach der 4:5-Niederlage in Iserlohn war bei uns die Luft raus“, so auch Bror Hansson nach der Heimniederlage.
Aus dem im Vorfeld von manchem Experten als Kanonenfutter bezeichneten Team, wurde ein Erfolgsbrocken der so manchem schwer im Magen lag. Und der auch richtig gefeiert wurde – mit Mannschaft und Freibier. Ein Sprechchor jagte den nächsten.
Ein erster Schritt in eine erfolgreiche Zukunft – Morgan Samuelsson, der erst in der laufenden Saison kam, trotzdem zum Fuchsbau-Topscorer aufstieg, unterschrieb einen Vertrag für die kommende Saison und geht damit weiterhin in der Lausitz auf Torejagd. Die Füchse verabschiedeten sich also in den Urlaub. In einen Urlaub mit Hausaufgaben, denn Bror Hansson hat für jeden seiner Schützlinge einen speziellen Trainingsplan aufgestellt. Leider aber nicht für Josef Reznicek – das Comeback des ehemaligen Weißwasseraner scheiterte letztlich an dessen finanziellen Forderungen. Per Wallin hat sich noch Bedenkzeit erbeten.

 

Scorerliste Saison 1997/98

        Spiele Tore Assists Punkte Strafen
Samuelsson 51 36 39 75 8
Kulabuchov 56 30 40 70 28
Kastak 61 23 40 63 28
Vit 58 28 34 62 100
Zankovets 42 24 27 51 57
Peschke 60 9 38 47 42
Wallin 63 24 21 45 82
Martin 61 14 28 42 88
Gebauer 53 17 12 29 28
Herzig 59 14 14 28 34
Pohling 60 9 14 23 28
Reddo 43 4 15 19 18
Flasar 27 4 13 17 69
Wittig 61 1 9 10 28
Knobloch 59 0 10 10 8
Hanusch 43 4 5 9 44
Berglund 30 1 7 8 8
Eisebitt 60 1 6 7 22
Blomqvist 15 0 5 5 43
Adamsky 33 0 0 0 0
Thau 16 0 0 0 0
Sikorsky 13 0 0 0 0
Steinecke 4 0 0 0 2
Heine 2 0 0 0 0
Bresagk 49 0 1 1 6
Irrgang 17 0 0 0 0

 

 

 

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Quellen: Sport Kurier, Eishockey News, Eishockey-Magazin, Eiszeit und jeweilige Sonderhefte
 
Autor: SEFI


   
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SOMMERPAUSE
LETZTER SPIELTAG
So. 29.03.26
  1 2 3 F
LF 0 0 0 0
KH 0 0 0 0
KURZTABELLE
1. Krefeld Pinguine 114
2. Kassel Huskies 106
3. Star Bulls Rosen 97
4. Ravensburg Tower 91
5. SC Bietigheim St 89
6. EV Regensburg 81
7. Lausitzer Füchse 79
8. EV Landshut 76
9. Düsseldorfer EG 74
10. Eispiraten Crimm 68
11. EHC Freiburg 61
12. Blue Devils Weid 57
13. EC Bad Nauheim 55
14. ESV Kaufbeuren 44
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