Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Füchse nicht wieder zu erkennen
18.02.2006 | 01:07 Uhr von
Die Testspielwochen für die Füchse gehen weiter. Gestern trafen die Weißwasseraner – zum letzten Mal in dieser Saison – auf den Tabellendritten aus Bietigheim. Die Steelers rechneten mit sechs Punkten aus dem Wochenende, schließlich traf man auf den Drittletzten Weißwasser und erwartet am Sonntag den Letzten Essen. Dem Saisonziel, Heimspielrecht in den Playoffs (unter die ersten Vier) wollten die Steelers einen großen Schritt näher kommen.

Füchse-Stürmer Lars Müller jubelt über das 2:0 und zeigt mit dem Finger auf den Vorbereiter Martin Sekera. Foto: Gunnar Schulze
Da hatten sie die Rechnung wohl ohne die Weißwasseraner gemacht. Die begannen überhaupt nicht so, als ginge es für sie um nichts mehr. Die Lausitzer Füchse spielten im ersten Drittel konzentriert und beherzt, profitierten allerdings auch davon, dass die Steelers zehn Minuten auf der Strafbank saßen, die Füchse nur zwei.

Die Weißwasseraner waren ständig am Drücker. Belohnt wurden sie aber erst kurz vor dem Drittelende: Lars Müller spielte auf Thomas Götz. Der junge Stürmer, inzwischen von den Jungfüchsen fest in den Kader der Profis aufgerückt, spielte zwei Steelers aus, und traf aus Nahdistanz über die Fanghand von Goalie Elliot hinweg zum 1:0. Die gesamte Füchse-Mannschaft stürmte aufs Eis und gratulierte Götz zu seinem ersten Profitreffer. Die Führung nach dem ersten Drittel hatten sich die Füchse jedenfalls redlich verdient.

Die Steelers hatten in der Kabine wohl einen deutlichen Weckruf ihres Trainers zu hören bekommen. Jedenfalls kamen sie viel engagierter aus den Kabinen, versuchten jetzt, ihr schnelles Kombinationsspiel aufzuziehen, um einen der beiden besten Torschützen der Liga, Eric Schneider oder Alexandre Jacques, in Schussposition zu bringen. In diesem Drittel kehrte sich die Situation bezüglich der Strafzeiten um: Weißwassser saß zwölf Minuten auf der Bank, Bietigheim nur in den letzten Sekunden. Zweimal – einmal 50 und dann 72 Sekunden, mussten die Füchse sogar mit zwei Spielern weniger auf dem Eis auskommen. Aber all diese brenzligen Situationen überstanden die Lausitzer gut, konnten gerade da auf einen sehr starken Morgan Warren zurückgreifen und sich auf einen wieder super haltenden Nolan McDonald verlassen. Zwischen all diesen Unterzahlsituationen gelang den Füchse sogar der zweite Treffer. Nachwuchsspieler Elia Ostwald hatte von der blauen Linie den hinter der Torlinie frei stehenden Martin Sekera mustergültig angespielt, der passte sofort vor das Tor, wo Lars Müller wenig Mühe hatte, Elliott zu überwinden. Trotzdem war die Partie noch nicht entschieden.

Im Schlussdrittel versuchten die Bietigheimer noch einmal alles. Erst gelang recht umstritten, in einer weiteren Überzahlsituation der Ausgleich. Eric Schneider hatte den Puck vor das Tor gebracht, wo er aus Sicht der Füchse vom Schlittschuh von Alexandre Jacques ins Tor sprang. Schiedsrichter Oliver Kleiner aus Bremen gab das Tor trotz wütender Proteste der Weißwasseraner.

Danach hätte Elia Ostwald seine starke Leistung krönen können, tauchte allein vor Elliott auf, scheiterte aber am erfahrenen Goalie. Wesentlich turbulenter ging es aber auf der anderen Seite zu. Die Steelers drückten mit aller Macht auf den Ausgleich, setzten in den Schlussminuten alles auf eine Karte. Nolan McDonald stand unter Dauerbeschuss, hielt aber die drei Punkte mit starken Paraden fest. Er wurde nach dem Spiel auch als bester Spieler (auf Steelers-Seite auch der Torwart) ausgezeichnet.

Die reichlich tausend Fans durften wieder einmal einen Sieg feiern und wurden für die trostlose Vorstellung von vor einer Woche entschädigt.

Stimmen:

Frederick Carroll (Trainer Lausitzer Füchse): Beim 0:3 vor einer Woche gegen Bremerhaven spielte die Mannschaft ohne Herz und ohne Willen. Eine tausendprozentige Steigerung gab es schon in Kaufbeuren, Das hat sich heute fortgesetzt. Dabei hatten wir weitere personelle Rückschläge zu verkraften. Bartlick und Pohling fehlten heute zusätzlich. Deshalb hatten wir vier Spieler der Jungfüchse in unseren Reihen. Es freut mich besonders, dass einer dieser jungen Spieler den Torreigen eröffnet hat. Ich glaube, das hatte dann auch eine Signalwirkung für eine insgesamt ordentliche Leistung. Ich glaube, wenn wir die in Freiburg wiederholen können, sind auch dort einer oder mehrere Punkte drin.

Uli Liebsch (Trainer SCBB Steelers): Wir haben die vielen Unterzahlen im ersten Drittel eigentlich ganz gut überstanden und konnten das Blatt im zweiten Drittel wenden. Da hatten wir 16:5 Torschüsse. McDonald aber hat überragend gehalten und wir mussten dann sogar den zweiten Treffer hinnehmen. Zum Schluss kamen wir zwar noch einmal heran, aber es hat nicht mehr gereicht. Der Sieg der Füchse war in Ordnung.

Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW vom 18.02.2006
601 mal gelesen
 
1 | zochi | 19.02.2006 @ 01:05
Glückwunsch!!! Gerade aus dem dem Skiurlaub heim,ließt man diese Nachrichten richtig gern ( auch gegen Kaufbeuren),weiter so !!! Bei 100% Leistung - geht auch was.
» Die News ist älter als 14 Tage. Die Kommentarfunktion wurde deshalb deaktiviert.
MATCHUP
 
SOMMERPAUSE
LETZTER SPIELTAG
So. 29.03.26
  1 2 3 F
LF 0 0 0 0
KH 0 0 0 0
KURZTABELLE
1. Krefeld Pinguine 114
2. Kassel Huskies 106
3. Star Bulls Rosen 97
4. Ravensburg Tower 91
5. SC Bietigheim St 89
6. EV Regensburg 81
7. Lausitzer Füchse 79
8. EV Landshut 76
9. Düsseldorfer EG 74
10. Eispiraten Crimm 68
11. EHC Freiburg 61
12. Blue Devils Weid 57
13. EC Bad Nauheim 55
14. ESV Kaufbeuren 44
KALENDER
LINKS
ADMINISTRATION