Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Am Ende doch noch weich gekocht
25.02.2006 | 11:01 Uhr von
Mit dem dritten Auswärtsspiel hintereinander hatten die Füchse gestern zum vorletzten Mal die Gelegenheit, die alles andere als optimale Auswärtsbilanz noch einmal aufzubessern. Mit 17 Zählern Beute brachten die Füchse in dieser Saison zu wenig heim in den Bau, nur die Löwen aus Bad Tölz waren noch weniger hungrig.

Für die Cannibals hingegen waren die drei Punkte gegen den Tabellenzwölften Pflicht. Mit einem Sieg und einem Erfolg am Sonntag gegen Freiburg hatten es die Bayern selbst in der Hand, noch unter die ersten Vier vorzurücken, und sich damit das „Viertelfinal-Heimrecht“ zu holen.

Gestern gab es in Landshut nichts zu holen, die Konzentration, wie hier bei Jörg Pohling, gilt vielmehr den Playdowns. Foto: SZ/Wolfgang Wittchen
Füchse-Coach Fred Carroll hatte nur 15 Feldspieler auf dem Mannschaftsbogen, im Tor setzte er diesmal auf Nolan McDonald, der sich im Stadion am Gutenbergweg wieder an alter Wirkungsstätte zurückmeldete.

Landshut begann offensiv und erarbeitete sich schnell ein Übergewicht an Chancen. In der fünften Minute passte Chris Belanger auf Thomas Daffner, der tauchte völlig frei vor McDonald auf, scheiterte aber am Keeper.

Doch die Lausitzer waren ihrerseits gefährlich. Sean Gagnon hatte den Führungstreffer auf dem Schläger, sein Gewaltschuss verfehlte aber das Landshuter Gehäuse knapp. Kurz darauf Glück für das Team von Fred Carroll, als Brandon Dietrich nur den Pfosten traf.

Auch auf Grund etlicher Strafzeiten für die Füchse kam Landshut nach zehn Minuten immer besser ins Spiel, doch die Defensive der Lausitzer stand sicher. Auch bei 3:5 Situationen gelang es den Gästen, den Kasten im ersten Durchgang sauber zu halten. Warren scheiterte in der 15. Minute bei einem Entlastungsangriff. Nach dem Pausentee verflachte das Niveau der Partie zusehends, die Füchse beschränkten sich auf die Abwehrarbeit. Der Gastgeber kam durch Zareba zu etlichen Chancen. In der 35. Minute dann der inzwischen verdiente Führungstreffer für die Cannibals: Chris Belanger hielt die Scheibe geschickt an der blauen Linie und versetzte die Füchseabwehr, die in der Vorwärtsbewegung war, mit einem klugen Zuspiel auf Brandon Dietrich. Dieser konnte Big Mac erfolgreich ausmanövrieren – 1:0 für den Favoriten.

Im Gegenzug dann beinahe der Ausgleich, doch Pohling und Kreitl konnten eine Überzahlsituation nicht nutzen. Als bei den Cannibals Alexander Popp wegen Haltens in die Box musste, waren die Füchse nicht imstande, ihr Überzahlspiel zu nutzen.

Stattdessen gelang Landshut mit einem Mann weniger der zweite Treffer. Ein unnötiger Puckverlust an der blauen Linie war der Auslöser, Markus Welz nutzte das Geschenk und erhöhte auf 2:0. Dietrich hätte noch vor der Pausensirene den Sack endgültig zumachen können, doch der starke McDonald lenkte den Puck noch an die Latte.

Im Schlussdrittel war die Luft aus der schwachen Partie raus. Eric Dylla sorgte aus kurzer Distanz in der 45. Minute auf Vorlage von Markus Hundhammer per Nachschuss für das 3:0. Conny Strömberg versetzte fünf Minuten die Gästedefensive und schlenzte den Puck mit der Rückhand ins obere Toreck zum 4:0.

Der Schlusspunkt war dafür den Gästen aus der Lausitz vorbehalten. Kempf und Wartenberg nutzten eine Unachtsamkeit des Gegners, Marcel Leyva belohnte sich für seine ansprechende Leitung wenigstens noch mit dem Ehrentreffer.

Das Fazit einer mäßigen Partie: Über die Hälfte der Spielzeit konnten die Füchse trotz etlicher Chancen der Cannibals die Partie offen gestalten. Dann ließen sich die Lausitzer jedoch weich kochen. Zuviele Strafzeiten bei einer wiederum dünnen Personaldecke machten ein gefährlicheres Offensivspiel kaum möglich. Die Cannibals kamen zu einem erwarteten und letztlich verdienten Sieg.

Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW vom 25.02.2006
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