Um viel mehr als die Ehre ging es in dieser Partie von vornherein nicht. Beide Mannschaften spielen in den Playdowns gegen den Abstieg, treffen in zwei Wochen in München schon wieder aufeinander. Da sind dann die Punkte wichtig. Gestern Abend ging es eher darum, sich nicht zu verletzen, sich vielleicht noch einmal einzuspielen – und das Gesicht zu wahren.
Ein Torwart kann keinen Gang zurück schalten. Nolan McDonald versucht, einen Puck abzuwehren. Foto: SZ/Wolfgang Wittchen
Völlig verschlafen, ja förmlich geistesabwesend begannen die Füchse die Partie und wurden „erst“ nach 96 Sekunden bestraft. Bei einem Querpass vor das Tor hatte Gagnon gepennt, der Amerikaner Mike Pandolfo hatte wenig Mühe, die Scheibe hoch unter der Latte einzunetzen. In der Folgezeit musste man um das Gesicht-wahren der Füchse fürchten, so desolat wirkten sie. Der andere Abstiegskandidat München konnte das zum Glück nicht ausnutzen. Mitte des ersten Drittels wurden die Füchse endlich besser. Warren hatte die erste Chance, Müller scheiterte dann knapp mit einem Bauerntrick, bevor dem Allstar der vergangenen Woche auf Rückpass von Martin Sekera der Ausgleich gelang.
Danach verlief die Partie ausgeglichen und äußerst fair. Man merkte, dass sich niemand mehr weh tun wollte und dass es einfach um nichts mehr ging. Als die Füchse ein starkes Powerplay gespielt, aber ihre Möglichkeiten vergeben hatten, kamen die Münchener zu einer Riesenchance. Guidarelli war gerade von der Strafbank gekommen, als die Füchse den Puck verloren. Ein schneller Pass – und der Amerikaner tauchte allein vor Nolan McDonald im Tor der Füchse auf, scheiterte aber.
Im Mitteldrittel hatte Lars Müller eine ähnliche Chance, verlor jedoch beim Versuch, den EHC-Goalie Vollmer zu umspielen, die Scheibe (25.). Dann hatten die Gastgeber bei angezeigter Strafe für die Füchse zweimal die Chance, in Führung zu gehen, bekamen den Puck aber im Nachstochern nicht im Tor unter. Ab Mitte des Drittels bestimmten die Füchse so deutlich das Spiel, dass die Münchener Fans langsam unruhig wurden, begannen, ihre Spieler auszupfeifen. Belohnt wurden die Gäste aber nicht, wegen einer Dummheit. Jörg Wartenberg kassierte an der Bande, noch im Mitteldrittel, eine völlig unnötige Strafe. Die Münchener nutzten die Überzahl zum 2:1 durch den Kanadier Dave Noel-Bernier 36 Sekunden vor Ende des Schlussdrittels.
In jedem „normalen“ Eishockeyspiel hätte bei einem 2:1-Zwischenstand vor dem Schlussdrittel im letzten Abschnitt noch einmal die Luft gebrannt. Nicht so in diesem „Freundschaftsvergleich“ vor der Abstiegsrunde. Beide Mannschaften spielten gefällig ihren Stiefel herunter. Was fehlte, war der im Eishockey so wichtige Biss. Beide Mannschaften hätten durchaus gekonnt, hätten ein, zwei Gänge hoch schalten können, wollten das aber nicht – so sah es zumindest von der Tribüne aus.
Große Chancen blieben so Mangelware, letztlich schaukelten die Münchener den Sieg nach Hause. Dass McDonald in der Schlussminute den Kasten verließ, brachte nichts mehr. Die drei Zehnminutenstrafen waren völlig unnötig, entsprangen eher der Unbeholfenheit (Hiemer und Schadewaldt für München) beziehungsweise der Meckerei (Müller).
"Die drei Zehnminutenstrafen waren völlig unnötig, entsprangen eher der Unbeholfenheit (Hiemer und Schadewaldt für München) beziehungsweise der Meckerei (Müller)."
Da schlägt die Unkenntnis wieder zu. ;-)
2 | Stadtfuchs | 04.03.2006 @ 16:41
Die Leistung der Schiris war o.k. - das Spiel hatte trotz geringen Niveaus ein guten Spielfluß. Dennoch waren insbesondere die 10-er Strafen auf beiden Seiten völliger Unsinn. Die Wahl des Siegers glich der Wahl zwischen Pest un Cholera. ;)
3 | Fuchs | 04.03.2006 @ 17:41
die 10er wurde mit absicht geholt da mit die spieler nicht bei einer 10er in der abstiegsrunde gesperrt sind
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Danach verlief die Partie ausgeglichen und äußerst fair. Man merkte, dass sich niemand mehr weh tun wollte und dass es einfach um nichts mehr ging. Als die Füchse ein starkes Powerplay gespielt, aber ihre Möglichkeiten vergeben hatten, kamen die Münchener zu einer Riesenchance. Guidarelli war gerade von der Strafbank gekommen, als die Füchse den Puck verloren. Ein schneller Pass – und der Amerikaner tauchte allein vor Nolan McDonald im Tor der Füchse auf, scheiterte aber.
Im Mitteldrittel hatte Lars Müller eine ähnliche Chance, verlor jedoch beim Versuch, den EHC-Goalie Vollmer zu umspielen, die Scheibe (25.). Dann hatten die Gastgeber bei angezeigter Strafe für die Füchse zweimal die Chance, in Führung zu gehen, bekamen den Puck aber im Nachstochern nicht im Tor unter. Ab Mitte des Drittels bestimmten die Füchse so deutlich das Spiel, dass die Münchener Fans langsam unruhig wurden, begannen, ihre Spieler auszupfeifen. Belohnt wurden die Gäste aber nicht, wegen einer Dummheit. Jörg Wartenberg kassierte an der Bande, noch im Mitteldrittel, eine völlig unnötige Strafe. Die Münchener nutzten die Überzahl zum 2:1 durch den Kanadier Dave Noel-Bernier 36 Sekunden vor Ende des Schlussdrittels.
In jedem „normalen“ Eishockeyspiel hätte bei einem 2:1-Zwischenstand vor dem Schlussdrittel im letzten Abschnitt noch einmal die Luft gebrannt. Nicht so in diesem „Freundschaftsvergleich“ vor der Abstiegsrunde. Beide Mannschaften spielten gefällig ihren Stiefel herunter. Was fehlte, war der im Eishockey so wichtige Biss. Beide Mannschaften hätten durchaus gekonnt, hätten ein, zwei Gänge hoch schalten können, wollten das aber nicht – so sah es zumindest von der Tribüne aus.
Große Chancen blieben so Mangelware, letztlich schaukelten die Münchener den Sieg nach Hause. Dass McDonald in der Schlussminute den Kasten verließ, brachte nichts mehr. Die drei Zehnminutenstrafen waren völlig unnötig, entsprangen eher der Unbeholfenheit (Hiemer und Schadewaldt für München) beziehungsweise der Meckerei (Müller).
Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW vom 04.03.2006