Fünf Wochen vor Saisonende hat der Beirat als erstes Ziel die Absicherung des Spielbetriebes bis Saisonende formuliert. Ist die Situation so dramatisch?
Nicht so dramatisch, wie es öffentlich manchmal dargestellt wurde. Natürlich müssen wir erst einmal das Dringlichste absichern. Ohne Vorgriffe auf die neue Saison wird das nicht gehen. Das heißt aber, dass wir dann kleinere Brötchen backen müssen. Hier kommt nun mal nicht einfach ein Millionär vorbei, der Geld aus dem Ärmel schüttelt. Es gilt, das Geld so einzuteilen, dass auch nächste Saison der Spielbetrieb gesichert ist und die Profimannschaft eine Saison auf hohem Niveau spielen kann. Daran arbeiten wir gemeinsam mit ESW und EHC schon seit einiger Zeit.
Dieter Krein (Foto: SZ)
Viel Zeit bleibt da dem Füchse-Beirat aber nicht.
Das wissen wir. Auch wenn die Tagesarbeit nicht die Aufgabe des Beirates sein kann, treffen wir uns jeden Montag mit den Beteiligten – aus meiner Sicht ein gutes Team – und überlegen gemeinsam, wie es weitergeht. Wir werden nicht zulassen, dass schon im Vorgriff Verbrauchtes noch einmal bilanziert wird, Geld also zweimal ausgegeben wird.
In den Zielen des Beirates ist nicht von der Zweitligazugehörigkeit der Füchse die Rede.
Das ist auch logisch, weil unsere Ziele nicht davon abhängen dürfen, in welcher Liga die Füchse spielen. Für uns ist der Erhalt des Eishockeysports an sich am wichtigsten.
Wäre es aus Sicht der Konsolidierung der Füchse nicht sogar besser, wenn sie ein oder zwei Jahre in der Oberliga spielen würden?
Die Erwartungshaltung in Weißwasser ist immer groß. Wir können uns auch in der 2. Liga konsolidieren. Man muss nur kritisch und offen in die Saison gehen. Dann findet man leichter Mitstreiter und trifft auf das Verständnis der Fans – auch wenn es mal eine Niederlagen-Serie gibt. Fakt ist: Was nicht bezahlbar ist, wird nicht geholt!
Sie fiebern also auf der Tribüne in den Playdowns mit den Füchsen mit?
Natürlich, ich war auch zuletzt schon immer in Weißwasser. Wenn man so etwas macht, muss man es mit dem ganzen Herzen machen. Sonst hat es keinen Sinn.
Schlauer als vorher bin ich nach diesem Interview nicht wirklich geworden. Wo finden in diesem Konzept Leute ihren Platz, die wirklich Ahnung von Eishockey haben ?
2 | Hoywoyfux | 08.03.2006 @ 08:09
@ Guerrero - Wer soll das sein ? Die Welt ist voller "Experten". Ob sie recht hatten, weiß man erst hinterher. - Sehr bemerkenswert und von kaufmännischem Verstand finde ich jedoch Hr. Kreins Antwort im 2. Abschnitt/ Frage (..nach: viel Zeit bleibt dem Füchse-Beirat nicht.)
3 | rene72 | 08.03.2006 @ 12:12
@1 der Mann soll das Geld zusammenhalten und keine Mannschaft aufstellen. Ergo braucht er auch keine Ahnung von Eishockey haben.
4 | Arni | 08.03.2006 @ 12:35
Die einigste Ahnung die KRein haben muss ist, wie man Kohle in den Fuchsbau bekommet. Im Sportlichen gibts genug Köche.
5 | Schinzi | 08.03.2006 @ 17:50
wobei ich auch glaube, er sollte schon ein Auge darauf werfen wie man Kohle ausgibt! Da scheint es doch großen Nachholebedarf geben...
6 | esw-fan | 08.03.2006 @ 21:43
Er soll ock sehn das es genug ist für die zweite Liga und nich OL. Es hört sich nicht so an. Oder?
7 | Hoywoyfux | 09.03.2006 @ 08:34
@esw-fan : Warum soll sich Hr. Krein festlegen, wenn man nicht muß ? Clever geantwortet. Im übrigen ist es egal, wo Geld fehlt bzw. rangeschafft werde muß (OL oder BL).
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Fünf Wochen vor Saisonende hat der Beirat als erstes Ziel die Absicherung des Spielbetriebes bis Saisonende formuliert. Ist die Situation so dramatisch?
Nicht so dramatisch, wie es öffentlich manchmal dargestellt wurde. Natürlich müssen wir erst einmal das Dringlichste absichern. Ohne Vorgriffe auf die neue Saison wird das nicht gehen. Das heißt aber, dass wir dann kleinere Brötchen backen müssen. Hier kommt nun mal nicht einfach ein Millionär vorbei, der Geld aus dem Ärmel schüttelt. Es gilt, das Geld so einzuteilen, dass auch nächste Saison der Spielbetrieb gesichert ist und die Profimannschaft eine Saison auf hohem Niveau spielen kann. Daran arbeiten wir gemeinsam mit ESW und EHC schon seit einiger Zeit.
Viel Zeit bleibt da dem Füchse-Beirat aber nicht.
Das wissen wir. Auch wenn die Tagesarbeit nicht die Aufgabe des Beirates sein kann, treffen wir uns jeden Montag mit den Beteiligten – aus meiner Sicht ein gutes Team – und überlegen gemeinsam, wie es weitergeht. Wir werden nicht zulassen, dass schon im Vorgriff Verbrauchtes noch einmal bilanziert wird, Geld also zweimal ausgegeben wird.
In den Zielen des Beirates ist nicht von der Zweitligazugehörigkeit der Füchse die Rede.
Das ist auch logisch, weil unsere Ziele nicht davon abhängen dürfen, in welcher Liga die Füchse spielen. Für uns ist der Erhalt des Eishockeysports an sich am wichtigsten.
Wäre es aus Sicht der Konsolidierung der Füchse nicht sogar besser, wenn sie ein oder zwei Jahre in der Oberliga spielen würden?
Die Erwartungshaltung in Weißwasser ist immer groß. Wir können uns auch in der 2. Liga konsolidieren. Man muss nur kritisch und offen in die Saison gehen. Dann findet man leichter Mitstreiter und trifft auf das Verständnis der Fans – auch wenn es mal eine Niederlagen-Serie gibt. Fakt ist: Was nicht bezahlbar ist, wird nicht geholt!
Sie fiebern also auf der Tribüne in den Playdowns mit den Füchsen mit?
Natürlich, ich war auch zuletzt schon immer in Weißwasser. Wenn man so etwas macht, muss man es mit dem ganzen Herzen machen. Sonst hat es keinen Sinn.
(Gespräch: Frank Thümmler)
Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW vom 08.03.2006