Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Steine fallen von Herzen
13.03.2006 | 00:17 Uhr von
Die Füchse standen vor dem Spiel unter mächtigem Druck. Nach der Niederlage in Bad Tölz wollte sich niemand auch nur vorstellen, wie es aussähe, sollte im Heimspiel gegen die Jokers aus Kaufbeuren kein Sieg gelingen. Und die Gäste kamen mit der Empfehlung eines 5:0-Heimsieges über Freiburg in die Lausitz.

Jörg Pohling empfängt die Glückwünsche seiner Mannschaftskameraden zum 1:0. Foto: Gunnar Schulze
Entsprechend vorsichtig begannen beide Mannschaften, kassierten allerdings auch gleich die ersten Strafen. Beide machten aber nichts aus dem Überzahlspiel, im Gegenteil: Den Lausitzer Füchsen gelang bei eigener Unterzahl das 1:0, allerdings unter gütiger Mithilfe des Joker-Goalies Jochen Reimer. Jörg Pohling war auf der linken Seite in das Drittel der Gäste eingedrungen und hatte einfach abgezogen, in Richtung kurze Ecke. Vom Schoner des Torwarts prallte der Puck ins Tor.

Der Treffer gab des Füchse etwas mehr Sicherheit. Sie hatten jetzt mehr vom Spiel und auch die Vielzahl der Chancen, nutzten sie aber nicht. Kaufbeuren hatte große Schwierigkeiten, geordnet in das Drittel der Füchse zu kommen. Goalie Nolan McDonald hatte relativ wenig zu tun.

Mit Beginn des Mitteldrittels schienen sich die Gäste die lange Busfahrt aus den Beinen gelaufen zu haben. Sie agierten jetzt viel bissiger und prüften einige Male den Füchse-Torwart. Auf der anderen Seite hatten Wikström (24.), Kreitl (30.) und Pohling (39.) gute Möglichkeiten, die Führung weiter auszubauen. Jochen Reimer im Tor der Gäste zeigte sich jetzt aber auf dem Posten. Die Füchse machten es ihm allerdings auch nicht allzu schwer, schossen oft zu ungenau oder auf die Fanghand des Kaufbeureners. Und gerade bei hohen Schüssen zeigte sich Riemer sicher, weshalb von Trainer Frederick Carroll und dem zweitem Torwart Sebastian Elwing der Hinweis kam, es besser mit Flachschüssen zu versuchen. Gagnon kassierte zu allem Überfluss für einen Stock-Check einen Zehn-Minuten-Strafe, wird deshalb am Freitag gegen Freiburg fehlen. Die knappe Führung vor dem Schlussdrittel für die Füchse war trotzdem verdient.

Im Schlussdrittel machten es sich die Füchse zunächst selbst schwer. Binnen gut einer Minute kassierten Sekera, Lindmark und Pohling unnötige Strafen. Die 5:3-Überzahl nutzten die Gäste zum Ausgleich. Der Amerikaner Joe Bourne zog einfach von der blauen Linie ab. McDonalds im Tor war die Sicht verdeckt, so dass der Puck im Tor einschlug.

Die Füchse waren vom Ausgleich offensichtlich geschockt, hatten erst einmal Mühe, sich wieder frei zu spielen. Die nächste Chance hatte Wikström erst acht Minuten nach dem Ausgleichstreffer. Dann aber stellten sich die Gäste genauso ungeschickt wie die Füchse an, kassierten unnötige Strafen und mussten in die 3:5-Unterzahl. Jetzt machte der „Dicke“ (Sean Gagnon) seinen Fehler mit der Strafe wieder gut. Er traf mit einem hammerharten Schuss von der blauen Linie zum 2:1. Der Puck schlug direkt neben Riemers Kopf im Tor ein.

80 Sekunden vor dem Ende nahmen die Gäste ihren Goalie vom Eis. Morgan Warren traf in den Schluss-Sekunden ins verwaiste Tor. Der verletzte Dirk Rohrbach auf der Tribüne: „Mir fallen Steine von Herzen – und nicht nur mir.“

Quelle: Sächsische Zeitung vom 13.03.2006
980 mal gelesen
 
1 | drummer | 13.03.2006 @ 08:51
... mir och ...
2 | Blacki | 13.03.2006 @ 10:20
im moment sinds noch steinchen.. aber wenns so weiter geht :-)
3 | kojoti | 13.03.2006 @ 12:15
was wir an punkten haben, haben wir. freitag gegen freiburg wird schwer genug. die stehn ja nu schwer unter zugzwang.
4 | Arni | 13.03.2006 @ 13:06
Es könnte Freiburg wie damals Heilbronn ergehen. Hoffen wir auf 3 Punkte für die Figgse;)
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