Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Dauerfuchs Pohling soll zum Leitwolf werden
18.03.2006 | 10:57 Uhr von
Trainer Carroll sieht in dem Stürmer einen potenziellen Führungsspieler
Auf seine – mit Verlaub gesagt – alten Tage soll Jörg Pohling noch einmal in eine neue Rolle schlüpfen. «Ich wünsche mir, dass er auf dem Eis mehr das Zepter in die Hand nimmt. Die Qualitäten als Leitwolf sind vorhanden» , sagt Trainer Fred Carroll über den 30-jährigen Stürmer.In 468 Spielen für die Füchse hat der gebürtige Spremberger bisher 88 Tore geschossen.
Einen seiner wichtigsten Treffer erzielte Pohling am vergangenen Sonntag mit der 1:0-Führung gegen Kaufbeuren. «In diesem Spiel hat Jörg gezeigt, was er drauf hat.
Sein Ziel muss es sein, solche Leistungen an jedem Wochenende abzurufen» , sagt Carroll über den Angreifer mit der Nummer 80 auf dem blau-gelben Trikot, der seit über elf Jahren für seinen Heimatverein auf Torejagd geht und die lange Karriere irgendwann auch in Weißwasser beenden möchte.
Der Herausforderung als Leitwolf stellt sich der Stürmer gern. «Als erfahrener Spieler kann ich gerade den jungen Leuten bei uns im Team helfen. Zudem kenne ich den Verein in und auswendig» , betont Pohling. Denn kein Akteur im aktuellen Kader hat so viel Weißwasser-Erfahrung wie er. Seit der Saison 1994/95 spielt Pohling als Profi im Fuchsbau. Angebote von anderen Vereinen – beispielsweise aus Dresden oder Bayreuth – hat es zwar gegeben. Aber wirklich verlockend waren sie für den Stürmer nicht. «Weißwasser ist meine Stadt. Hier bin ich groß geworden. Hier habe ich meine Familie, meine Freunde und mein vertrautes Umfeld. Ich habe keine Lust, wegen ein paar Euro mehr im Monat alles aufzugeben» , sagt Pohling.
Außerdem kann man schließlich auch in Weißwasser umziehen – und das hat der Angreifer gerade gemacht. Seine Heimatstadt will er auch aus einem anderen Grund nicht verlassen. «Trotz der Eisbären in Berlin ist Weißwasser für mich nach wie vor die Eishockeystadt schlechthin im Osten. Die Menschen sind mehr mit dem Herzen dabei als anderswo» , findet Pohling. Selbst im Urlaub werde er oft auf die langjährige Puck-Tradition angesprochen: «Die Leute verbinden Weißwasser einfach mit Eishockey.»
Deshalb ist der Klassenerhalt in der 2. Liga für den Stürmer absolute Herzenssache. Denn einer wie Pohling weiß ganz genau um die sportlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen eines Abstiegs für den Eishockey- Standort Weißwasser. Um so wichtiger ist die heutige Partie gegen Freiburg. Mit einem weiteren Heimsieg können die Füchse einen ganz großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen, da die Gäste dann bereits drei Niederlagen auf ihrem Konto hätten und praktisch als erster von insgesamt zwei Absteigern feststehen würden. «Wenn wir gewinnen, dann wird es für Freiburg ganz schwer, drin zu bleiben» , prophezeit Pohling.


Quelle: Lausitzer Rundschau vom 16.3.06
537 mal gelesen
 
1 | Stadtfuchs | 19.03.2006 @ 10:09
Mich freut diese Leistungsexplosion zu der Form der vergangenen Saison und vor allem seine loyale Einstellung! Weiter so !!!
2 | Hoywoyfux | 19.03.2006 @ 13:40
... ja, aber warum erst jetzt ? Sind halt merkwürdige Wege, die ein Eishockeyschicksal einem vorschreibt. Nun denn, alle Achtung, was ich am Freitag gesehen habe. Werd mal abwarten, denn bislang hatte ich ihn schon lange auf "verkaufen" gesetzt ...
3 | loki | 21.03.2006 @ 00:55
ich freu mich für GOLLE
4 | G-Fly | 24.03.2006 @ 06:43
die Leistungssteigerung konnte man ganz klar sehen aber deswegen ihn gleich ne Führungsrolle anzitieren?? er soll so weitermachen da machter nix verkehrt
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