Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Fünf Mal München – fünf Mal ohne Sieg
20.03.2006 | 00:13 Uhr von
Nach den starken Auftritten der Lausitzer Füchse zu Hause mit zwei Siegen aus zwei Spielen, hoffte man darauf, beim EHC München endlich den Bock umstoßen zu können, auswärts zu punkten und sich so ein wenig Luft im Abstiegskampf verschaffen zu können. Die psychologische Ausgangssituation war günstig: München musste (bisher nur drei Punkte) unbedingt gewinnen, um nicht ins Hintertreffen zu geraten. Der Druck war eindeutig bei den Bayern.

Im Sturzflug Richtung Münchner Tor, doch auch so hat Michael Kreitl dieses mal keinen Erfolg
Das Spiel begann so, wie es sich die Füchse nicht gewünscht hatten. Sie gerieten schnell in eine 3:5-Unterzahl (Warren und Pohling mussten auf die Strafbank), meisterten aber die Situation hervorragend. Die Gäste standen im ersten Drittel hervorragend in der Defensive, ließen nur wenige Chancen der Münchener zu, und die vereitelte der wieder gute Nolan McDonald. Die größte Chance für die Füchse hatte Jörg Pohling, der in eigener Unterzahl einen starken Konter fuhr und wenig später aus vollem Lauf nur knapp das Tor verfehlte. Auch Michael Kreitl und Thomas Götz hatten ihre Möglichkeiten. Was schon hier festzuhalten war: Die Füchse saßen einfach zu oft auf der Strafbank.

Das blieb auch zu Beginn des zweiten Drittels so. Ursache war, dass die Füchse oft einen Schritt zu langsam waren, sich in manchen Situationen nicht anders zu helfen wussten. Allerdings spielte auch Schiedsrichter Andreas Aumüller eine Rolle, von dem sich die Lausitzer Füchse benachteiligt fühlten. Jedenfalls saßen nach drei Minuten des Mitteldrittels Jörg Wartenberg, Mats Lindmark und Sean Gagnon (wieder einmal mit einer Zehnminutenstrafe) gemeinsam auf der Bank und mussten mit ansehen, wie die drei verbliebenen Feldspieler erst das 1:0 durch Mike Pandolfo nicht verhindern konnten und die Münchener dann gegen vier Spieler (Wartenberg war wieder zurück) gleich noch den zweiten Treffer nach legten.

Füchse-Trainer Frederick Carroll nahm sofort eine Auszeit. Das schien zu helfen. Plötzlich hatte München Spieler auf der Strafbank und Robert Bartlick nutzte das auf Vorlage von Martin Sekera zum 1:2.

Der Schlusspunkt: T. J. Guidarelli trifft gegen den chancenlosen McDonald mit der Rückhand zum 5:1. Fotos: © Sport-Press (2)
Die Füchse waren jetzt besser im Spiel, hatten durch Martin Sekera und Lars Müller gute Chancen, auszugleichen. Aber Leonhard Wild im Münchener Tor zeigte sich auf dem Posten. Dann haderten die Füchse erneut mit Schiedsrichter Aumüller, der André Mücke auf die Bank schickte. Die Münchener nutzten das, Mike Burman traf in Überzahl von der blauen Linie zum 3:1. Die Münchener hatten in diesem Spiel ganz einfach genügend Zeit, ihr Überzahlspiel unter Wettkampfbedingungen zu üben und waren jetzt im Überzahlspiel effektiv.

Füchse-Coach Frederick Carroll beschwerte sich in der Drittelpause bei Aumüller über die aus seiner Sicht ungerechte Strafenverteilung (zu diesem Zeitpunkt acht plus zehn Minuten für München und 18 plus zehn für Weißwasser) und kündigte einen Zusatzbericht an.

Das schien geholfen zu haben: Im Schlussdrittel gab Aumüller nicht eine Strafe mehr für die Weißwasseraner. Allerdings fiel nach wenigen Minuten die Entscheidung zu Gunsten der Münchener, für die erneut Mike Pandolfo zum 4:1 traf – das einzige Tor der Partie übrigens, bei dem beide Mannschaften vollzählig waren. Den fünften Gegentreffer kassierten die Füchse in eigener Überzahl, als sich Guidarelli den Puck schnappte, allein auf McDonald zu lief und die Scheibe unter die Latte lupfte.

Am Ende stand die fünfte Saisonniederlage im fünften Spiel gegen die Bayern.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 20.03.2006
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