Die Vorzeichen in diesem Big-Point-Spiel standen gut für die Füchse. Essen verlor am vergangenen Wochenende bei der 1:4 Heimpleite gegen Kaufbeuren nicht nur wichtige Punkte, sondern durch Undiszipliniertheiten Spieler wie Sheptak, David und Calce wegen Spieldauerstrafe. So konnte Coach Jari Pasanen nur einen 17-Kader aufbieten, Fred Carroll hingegen konnte weitestgehend aus dem Vollen schöpfen.
Jubel gestern Abend im Fuchsbau: In einer kampfbetonten Partie, die zwischenzeitlich zu kippen drohte, gingen die Lausitzer gegen die Moskitos am Ende als verdienter Sieger vom Eis. Foto: Gunnar Schulze
Die Füchse legten von Beginn an gut los, Sekera scheiterte nach schönem Solo an Essens Goalie Dshunussow (2.). Die Lausitzer drängten auf den Führungstreffer, Essen setzte aus der Defensive per Konter die ersten Nadelstiche.
In der 9. Minute jedoch der erste Streich von Michael Kreitl: Dshunussow konnte zwar einen Schuss von Sean Gagnon parieren, Kreitl stand jedoch richtig und schob aus kurzer Distanz flach zum Führungstreffer ein. Keine zwei Minuten später sogar der Doppelpack in Unterzahl: Bei Strafzeit gegen Mücke und nach Steilpass von Morgan Warren war Keeper Dshunussow zur Stelle, doch als die Situation schon bereinigt schien, legte er Kreitl die Scheibe noch auf den Schläger. Dieser ließ sich nicht lange bitten – 2:0 für die Lausitzer.
Viel Zeit zum Jubeln blieb den Zuschauern im Fuchsbau allerdings nicht: Eine Minute später, Mücke war immer noch in der Box, quasi im Gegenzug der Anschlusstreffer. Vozar schob aus kurzer Distanz flach ins rechte Eck ein, Nolan McDonald im Kasten der Füchse war die Sicht versperrt.
Im Anschluss kontrollierten die Füchse das Geschehen auf dem Eis, beinahe gelang es Warren (13.) die Führung wieder auszubauen. Als Mücke wegen Beinstellens wiederum für zwei Minuten in die Box musste (18.), schlugen die Moskitos kurz vor der Pausensirene zu: Yannick Dubé traf 15 Sekunden vor Schluss aus dem Gewühl zum 2:2. Nach einem verhaltenen Start beider Teams ins zweite Drittel dann in der 29. Minute erstmals die Führung für die Gäste: Torschütze war wiederum Dubé nach einer Unstimmigkeit zwischen Wartenberg und Vait.
Füchse-Coach Fred Carroll reagierte mit einer Auszeit und sprach ein kurzes Machtwort. Und sein Team kam wie verwandelt aufs Eis: Nach Vorarbeit von Sekera und Lindmark staubte Jörg Pohling zum 3:3 ab, sein Schlenzer landete im linken oberen Toreck. In Überzahl legten die Füchse gleich nach: Nach einer ähnlichen Spielsituation wie bei Pohlings Treffer kurz zuvor, stand diesmal Benjamin Wildgruber goldrichtig und staubte zum 4:3 ins linke untere Toreck ab. Die Füchse waren jetzt vor allem kämpferisch klar besser und erarbeiteten sich ein deutliches Chancenplus, die beste der daraus resultierenden Möglichkeiten vergab Martin Sekera (37). Kurz vor der Pause dann der dritte Doppelschlag gegen die immer müder werdenden Moskitos: Erst traf Wikström aus dem Gewühl nach Vorarbeit von Pohling und Sekera. Eine Minute später hielt Lars Müller die Scheibe hinter dem Gehäuse der Gäste, sein Pass fand den anstürmenden Mats Lindmark, und der erhöhte auf 6:3. Im Schlussdrittel ließen die Lausitzer trotz vieler unnötiger Strafzeiten dann nichts mehr anbrennen. Selbst Houdes Treffer bei 3 zu 5 Unterzahl der Füchse konnte den Sieg nicht mehr in Gefahr bringen.
Der verdiente 6:4-Erfolg war am Ende einer kämpferisch überzeugenden Mannschaftsleistung zu verdanken. Durch den Fuchsbau schallte nach Spielschluss der Sieges-Sirtaki und von den begeisterten Rängen war schon mal lautstark die Vorgabe für das „Re-Match“ am Sonntag zu vernehmen: „Auswärtssieg, Auswärtssieg!“
Stimmen
Frederick Carroll (Trainer Lausitzer Füchse): Ich war etwas enttäuscht, dass wir im ersten Drittel die Führung gleich wieder aus der Hand gegeben haben. In der Auszeit im zweiten Drittel nach dem 2:3 habe ich an den Stolz der Spieler appelliert. Im letzten Drittel haben wir uns zuviele Strafzeiten geleistet, das hat mich geärgert. Mit Disziplin kann man Spiele gewinnen, aber mit Undiszipliniertheiten kann man Spiele auch verlieren. Vielleicht haben noch nicht alle Spieler begriffen, was in der Abstiegsrunde wirklich auf dem Spiel steht.
Jari Pasanen (Trainer Moskitos Essen): Wir haben verloren, aber uns haben heute auch insgesamt sieben Stammspieler gefehlt. Das hat man deutlich gemerkt – für mich war es heute grausames Eishockey. Ich hoffe dass wir dafür am Sonntag zuhause gegen die Füchse die richtige Antwort geben werden, wenn unsere gesperrten Spieler wieder mit dabei sind.
In der 9. Minute jedoch der erste Streich von Michael Kreitl: Dshunussow konnte zwar einen Schuss von Sean Gagnon parieren, Kreitl stand jedoch richtig und schob aus kurzer Distanz flach zum Führungstreffer ein. Keine zwei Minuten später sogar der Doppelpack in Unterzahl: Bei Strafzeit gegen Mücke und nach Steilpass von Morgan Warren war Keeper Dshunussow zur Stelle, doch als die Situation schon bereinigt schien, legte er Kreitl die Scheibe noch auf den Schläger. Dieser ließ sich nicht lange bitten – 2:0 für die Lausitzer.
Viel Zeit zum Jubeln blieb den Zuschauern im Fuchsbau allerdings nicht: Eine Minute später, Mücke war immer noch in der Box, quasi im Gegenzug der Anschlusstreffer. Vozar schob aus kurzer Distanz flach ins rechte Eck ein, Nolan McDonald im Kasten der Füchse war die Sicht versperrt.
Im Anschluss kontrollierten die Füchse das Geschehen auf dem Eis, beinahe gelang es Warren (13.) die Führung wieder auszubauen. Als Mücke wegen Beinstellens wiederum für zwei Minuten in die Box musste (18.), schlugen die Moskitos kurz vor der Pausensirene zu: Yannick Dubé traf 15 Sekunden vor Schluss aus dem Gewühl zum 2:2. Nach einem verhaltenen Start beider Teams ins zweite Drittel dann in der 29. Minute erstmals die Führung für die Gäste: Torschütze war wiederum Dubé nach einer Unstimmigkeit zwischen Wartenberg und Vait.
Füchse-Coach Fred Carroll reagierte mit einer Auszeit und sprach ein kurzes Machtwort. Und sein Team kam wie verwandelt aufs Eis: Nach Vorarbeit von Sekera und Lindmark staubte Jörg Pohling zum 3:3 ab, sein Schlenzer landete im linken oberen Toreck. In Überzahl legten die Füchse gleich nach: Nach einer ähnlichen Spielsituation wie bei Pohlings Treffer kurz zuvor, stand diesmal Benjamin Wildgruber goldrichtig und staubte zum 4:3 ins linke untere Toreck ab. Die Füchse waren jetzt vor allem kämpferisch klar besser und erarbeiteten sich ein deutliches Chancenplus, die beste der daraus resultierenden Möglichkeiten vergab Martin Sekera (37). Kurz vor der Pause dann der dritte Doppelschlag gegen die immer müder werdenden Moskitos: Erst traf Wikström aus dem Gewühl nach Vorarbeit von Pohling und Sekera. Eine Minute später hielt Lars Müller die Scheibe hinter dem Gehäuse der Gäste, sein Pass fand den anstürmenden Mats Lindmark, und der erhöhte auf 6:3. Im Schlussdrittel ließen die Lausitzer trotz vieler unnötiger Strafzeiten dann nichts mehr anbrennen. Selbst Houdes Treffer bei 3 zu 5 Unterzahl der Füchse konnte den Sieg nicht mehr in Gefahr bringen.
Der verdiente 6:4-Erfolg war am Ende einer kämpferisch überzeugenden Mannschaftsleistung zu verdanken. Durch den Fuchsbau schallte nach Spielschluss der Sieges-Sirtaki und von den begeisterten Rängen war schon mal lautstark die Vorgabe für das „Re-Match“ am Sonntag zu vernehmen: „Auswärtssieg, Auswärtssieg!“
Stimmen
Frederick Carroll (Trainer Lausitzer Füchse): Ich war etwas enttäuscht, dass wir im ersten Drittel die Führung gleich wieder aus der Hand gegeben haben. In der Auszeit im zweiten Drittel nach dem 2:3 habe ich an den Stolz der Spieler appelliert. Im letzten Drittel haben wir uns zuviele Strafzeiten geleistet, das hat mich geärgert. Mit Disziplin kann man Spiele gewinnen, aber mit Undiszipliniertheiten kann man Spiele auch verlieren. Vielleicht haben noch nicht alle Spieler begriffen, was in der Abstiegsrunde wirklich auf dem Spiel steht.
Jari Pasanen (Trainer Moskitos Essen): Wir haben verloren, aber uns haben heute auch insgesamt sieben Stammspieler gefehlt. Das hat man deutlich gemerkt – für mich war es heute grausames Eishockey. Ich hoffe dass wir dafür am Sonntag zuhause gegen die Füchse die richtige Antwort geben werden, wenn unsere gesperrten Spieler wieder mit dabei sind.
Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW vom 25.03.2006