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Irritationen nach dem Eishockey-Gipfel
29.03.2006 | 22:41 Uhr von
Stadtrat. Informationen an die Stadträte legte der Oberbürgermeister in den nichtöffentlichen Teil. Dagegen gab es Protest der CDU-Fraktion.
Die gestrige Stadtratssitzung wurde mehrmals durch Auszeiten unterbrochen. Grund war die Ankündigung von Oberbürgermeister Hartwig Rauh, Informationen über den so genannten Eishockeygipfel am Dienstag im Rathaus in den nichtöffentlichen Teil zu legen.

Das rief den Protest der CDU-Fraktion hervor. Vorsitzender Bernhard Waldau sagte: „Eine Angelegenheit von öffentlichem Interesse gehört auch in den öffentlichen Teil der Stadtratssitzung.“

Stadt will Füchse unterstützen

Am Dienstag kam es zu einem Gespräch des Oberbürgermeisters mit dem neu gegründeten Beirat des Eissportvereins über die Zukunft des Eissports in Weißwasser. Bereits gestern informierte der Verein über Inhalte des Gespräches und wertete die Ergebnisse als einen Durchbruch in den seit Monaten verhärteten Fronten. Wie die SZ am Mittwoch berichtete, konnten beide Seiten einen Kompromiss finden. Oberbürgermeister Rauh erklärte die Bereitschaft der Stadt, den Eissport auch in Zukunft zu unterstützen.

Keine automatische Zahlung

Rauh machte aber auch deutlich, dass es keinen automatischen Anspruch der Profiabteilung mehr auf finanzielle Zuwendungen gibt. Diese waren in einem Konsortialvertrag zwischen Rauhs Vorgängerin im Amt und dem französischen Unternehmen Veolia beim Verkauf von Anteilen der Stadtwerke vereinbart worden.

Dieser Vertrag wurde jedoch im vergangenen Jahr zwischen der Stadt und Veolia geändert. Hintergrund waren die Verhandlungen der Stadt mit Gläubigern zur Entschuldung des ES Weißwasser. Diese Schulden erreichten mit 950 000 Euro fast die Millionengrenze.

Im Ergebnis der Verhandlungen wurde nicht nur die jährlich vereinbarte Summe von 200 000 Euro an die Profiabteilung um 84 000 Euro gekürzt, sondern auch der automatische Rechtsanspruch auf die Zahlung der Restsumme von 116 000 Euro aufgehoben. Die 84 000 Euro werden zur Tilgung der Schulden des Vereins eingesetzt. Der Eissport Weißwasser muss jetzt, wie jeder andere Verein auch, einen Antrag auf finanzielle Zuwendungen stellen. „Das haben wir getan und den Antrag gestern persönlich im Rathaus abgegeben“, sagte der Vorsitzende des Beirates Dieter Krein. Krein bezeichnete das Gespräch mit dem Oberbürgermeister als hart in der Sache und stellenweise hitzig, aber letztendlich nicht ergebnislos.

Signal an Großsponsoren

Wichtig sei für ihn, das Bekenntnis der Stadt, auch weiterhin den Eissport zu unterstützen. „Das ist ein Signal an unsere Großsponsoren, ihr Engagement in Weißwasser fortzusetzen“, so Krein weiter.

Der Krauschwitzer Unternehmer Bernd Nadebor, einer der Hauptsponsoren, bewertet das Ergebnis des Gipfelgespräches eher skeptisch. „Bekenntnisse hat es schon viele gegeben. Mir fehlt das Herzblut der Stadt, für den Eishockeysport zu brennen. Ich schätze alle Sportvereine, aber Eishockey ist das Aushängeschild von Weißwasser. Diesen Verein kann und darf man nicht mit einem Billardverein gleichsetzen.“

Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW vom 30.03.2006
750 mal gelesen
 
1 | Kasatonov | 29.03.2006 @ 23:04
Ach na gucke an, erst wird ein Bekenntnis der Stadt gefordert, jetzt reicht das auf einmal auch nicht mehr. Was kommt als naechstes? Im Winter wird nicht mehr gestreut, weil das Geld fuer die GmbH verbraten wird. Unterstuetzungen fuer kulturelle Einrichtungen fallen weg - das Geld kommt der GmbH zugute. Buecher - scheissegal, sind eh alle arbeitslos, Kabelfernsehen reicht da aus, solln doch alle ins Stadion gehen, wozu leben die denn sonst in Weisswasser. Dauerkartenpflicht waere meine Idee.
2 | SEFI | 29.03.2006 @ 23:15
Gacker doch nicht solch einen Blödsinn. Die Zahlungen von Veolia waren doch eindeutig auf den Eissport festgelegt. Dass die Stadt das andere nicht hin bekommt ist bezeichnend. Hat demnächst jedes Buch oder jeder Streu-Krümel das Veolia Logo? Nicht zu vergessen dann dieser Werbeeffekt.
3 | Kasatonov | 29.03.2006 @ 23:30
Was verstehst du denn dann unter Herzblut zeigen? Ich verstehe darunter, dass man in das Fass ohne Boden - auch GmbH genannt, als Stadt Geld pumpt, was fuer Bereiche, die die Stadt zu bedienen hat, gedacht ist. So sehe ich das.
4 | Stadtfuchs | 29.03.2006 @ 23:46
Das ist kein Geld der Stadt, mein Lieber! Das ist Geld von Sponsoren, die dem Sport zustehen. Und wenn die Stadt nicht bald klar Flagge bekennt und sich hinter dem Verein im Rahmen eines gesunden Finanzkonzeptes stellt, kannst du deine Bücher bald in polnischer Sprache drucken. Dann ist Ende Gelände und Weißwasser kann in Zukunft rühmen, mal einen tollen Eissport gehabt zu haben.
5 | Fuchs | 29.03.2006 @ 23:50
wenn der antrag genehmigt wird sieht es wenigstens etwas beeser.
6 | Dani | 30.03.2006 @ 03:22
Veolia und die Stadt gehören zusammen.Und keiner von uns weis was im Vertrag zwischen Veolia und dem Eissport steht.Und was da festgelegt war.Außerdem hat die stadt wsw kein gekd mehr. Es musste ja eine neue Stadtbiblitehk gebaut bzw modernisirt werde wobei die alte super in schuss war.Aber dieses ist auf dem mist von Frau orosz gewachsen und die kostet im Jahr 350000 euro.Wenn kein geld mehr da ist setzen sich die finanzplaner zusammen und sagen das was die stadt sich nicht mehr leisten kann.
7 | Dani | 30.03.2006 @ 03:30
Darunter gehört auch nunmal leider das Eishockey.Ich find es mies wie es jetzt von der stadt und nicht nur vom Rauh,da sitzen noch andere mit oben die was zu melden haben,wie sie sich jetzt herauswinden wollen.Man hätte es schon früher besprechen müssen und umeine akzeptable lösung zu finden.Und nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird.Wartet ab es wird weiter gehen mit Eishockey in WSW.
8 | Dani | 30.03.2006 @ 03:39
@3 Du kumpel mach dich ma schlau was die stadt alles bezahlt und wo sie gelder dazu gibt.Z.B die turnhallen in wsw,davon gibt es knap 10 eine kostet im jahr 35000 euro.Kannste dir zusammen Rechnen.Und sone Leute wie du machen den Eissport zusätslich kaput.Aber bei den polen ist das billig mit den Bücher drucken.Ich kann dir da eine empfehlen.
9 | Hoywoyfux | 30.03.2006 @ 08:46
@Kastonov - Ich sag es noch mal - Du willst nicht und Du kannst nicht. Ein einsamer Kämpfer für die kulturellen Werte des Ostens, Gegner des Kapitals und Verfechter des Fundamentalismus der Grünen der 80er Jahre. So hört es sich jedenfalls an. Wenn ich mich irre, nehme ich es gern zurück. Die Stadt hat zu erkennen, was sie da für eine Tradition in sich hat. Keiner kommt auch auf die Idee WSW den Namen Glasmacherstadt abzulegen. Und wenn solche Leute wie Nadebor, Reinert, Stieler, Krein, Fenske
10 | Hoywoyfux | 30.03.2006 @ 08:48
Noack, Orosz usw usf zusammen mit Vattenfall in eine Richtung ziehen, dann kann es einfach nicht sein, weshalb WSW seine wirtschaftliche Basis dahingehend vor den Kopf schlägt und in eine andere Richtung geht.
11 | Kiesi71 | 30.03.2006 @ 09:55
bin bei der diskusion immer wieder erstaunt, wie genau hier alle die verträge kennen, wer was, wieviel und wann zu zahlen hat und noch mehr verwundert mich dieses grenzenlose gottvertrauen in die worte der esw-führung
12 | rene72 | 30.03.2006 @ 10:19
Die Stadt und Veolia gehören nicht im Ansatz zusammen, sie sind nur Gesellschafter in ein und dem selben Unternehmen. Und Rauh ist einfach ein linker Hund, dem man nicht mal von der Tür bis zum Schreibtisch trauen kann.
13 | zochi | 30.03.2006 @ 10:35
@12: ...die Bezeichnung ist treffend,aber wahrscheinlich immer noch zu harmlos!!! Vielleicht hat die Stadt WSW auch noch Einsparpotential- Abschaffung des OB-Postens, macht im Jahr bestimmt auch 40.Tsd €. Lohnkosten+Sozialkosten !!!
14 | Jörg | 30.03.2006 @ 10:52
@11: 1. Es gibt durchaus Leute,die den Konsortialvertrag (in alter Fassung)gesehen, gelesen und verstanden haben.Solltest Du dazu gehören,begreife ich Deinen Kommentar nicht. 2. Was hast Du gegen die ESW- Führung, wenn es um Geld für den EHC geht???
15 | accomander | 30.03.2006 @ 11:19
Der OB ist einfach untragbar.Spielt sich wie ein Feldherr in WSW auf.Der weiß garnicht was Tradition ist.
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