Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Lausitzer Füchse vor drastischem Sparkurs
30.03.2006 | 14:00 Uhr von
Zweitliga-Etat muss um die Hälfte gekürzt werden
Die Lausitzer Füchse kämpfen derzeit um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. Morgen steht das Heimspiel gegen die Tölzer Löwen (19.30 Uhr) auf dem Programm. Am Sonntag reist Weißwasser dann zum ESV Kaufbeuren (18 Uhr). Nach vier Siegen in sechs Spielen stehen vor den verbleibenden zwei Wochenenden die Chancen auf den Klassenerhalt sehr gut. Klar ist dagegen schon jetzt: Der Sparkurs für die kommende Saison wird noch drastischer ausfallen als bisher angenommen. "Wir werden zwar weiter um neue Partner kämpfen. Aber nach derzeitigem Stand können wir höchstens mit 800 000 Euro planen", sagt Füchse-Geschäftsführer René Reinert. Das würde eine Kürzung um die Hälfte bedeuten. Für die laufende Spielzeit wurde mit 1,6 Millionen Euro kalkuliert. Hintergrund ist die Kontroverse um den Wegfall der Sponsorengelder vom Stadtwerke-Eigentümer Veolia (die RUNDSCHAU berichtete). Sie beliefen sich bis zur Saison 2004/05 auf 200 000 Euro.
Im März des vergangenen Jahres beschloss der Stadtrat auf Antrag von Oberbürgermeister Hartwig Rauh (parteilos), dass diese Mittel nicht mehr der Profi-GmbH zugute kommen sollen. Beim Treffen zwischen dem Beirat der Lausitzer Füchse und Rauh am Dienstag wurde vereinbart, dass stattdessen der Stammverein ES Weißwasser einen Antrag auf Bezuschussung der Eishallen-Betreibung stellen kann. Damit wurde zementiert, dass die Profi-GmbH künftig leer ausgeht. "Für uns als GmbH ist dieser Kompromiss nicht optimal", meint Geschäftsführer Reinert. Er sei "sehr enttäuscht" und bezeichnete die Haltung des Weißwasseraner Oberbürgermeisters gegenüber dem Zweitliga-Eishockey als "Schlag ins Gesicht der GmbH, der Sponsoren und auch der Fans". Er verwies gleichzeitig darauf, dass das Profi-Eishockey aufgrund seiner Vorbildwirkung und die im ESW organisierten Nachwuchsteams nur als gemeinsame Einheit existieren könnten. Sollte der Eissport in Weißwasser wegbrechen, wäre dies mit dem Verlust von bis zu 35 Arbeitsplätzen verbunden.

Neben den ausbleibenden Veolia-Gelder fehlen der GmbH derzeit rund 150 000 Euro. Ein Grund für das Loch in der Kasse sind die Zuschauerzahlen, die wegen der lange Zeit enttäuschenden Leistungen unter den Erwartungen blieben. Um diese Lücken zu schließen, sollen für die kommende Saison geplante Sponsorengelder in die laufende Spielzeit vorgezogen werden. Sie stehen deshalb in der nächsten Saison nicht mehr zur Verfügung. Mit einem Etat von 800 000 Euro hätten die Füchse einen der kleinsten Etats der Liga. Die meisten Vereine haben ein Budget von über einer Million Euro zur Verfügung. "Das Ziel muss sein, möglichst viele junge Spieler einzubauen und mit einer sehr kostengünstigen Mannschaft zu arbeiten", kündigt Reinert an. "Alles andere als der Klassenerhalt ist dann natürlich Utopie." Unter diesen Gesichtspunkten dürfte es schwer werden, die Leistungsträger der aktuellen Mannschaft für ein weiteres Jahr in Weißwasser zu binden. Die beiden ausstehenden Heimspiele könnten deshalb zur Abschiedsrunde für viele Spieler werden.


Quelle: Lausitzer Rundschau
836 mal gelesen
 
1 | Stadtfuchs | 30.03.2006 @ 14:38
Dann muß es eben auch mit 800T funktionieren. Hauptsache man kalkuliert hier nicht schon wieder geschönte Zuschauerzahlen ein und Sponsorengelder, die nachhaltig eh nicht reinkommen werden. Laßt uns ein junges Team formen - spielt sicher nicht erfolgreicher aber wahrscheinlich auch nicht schlechter als unser gegenwärtig überteuertes Team.
2 | Kasatonov | 30.03.2006 @ 15:07
Cool, auch mal Kritik in Richtung GmbH: "überteuertes Team" Oder is daran auch der OB schuld?
3 | Jörg | 30.03.2006 @ 15:07
"Im März des vergangenen Jahres beschloss der Stadtrat auf Antrag von Oberbürgermeister Hartwig Rauh (parteilos), dass diese Mittel nicht mehr der Profi-GmbH zugute kommen sollen."Das kann doch so nicht stimmen.Ich denke,der Konsortialvertrag ist geändert worden.So wurde es doch behauptet.Es wird höchste Zeit,dass da mal die Rechtslage intensiv geprüft wird.Der Erfinder des BGB ventiliert doch schon im Grab... ;-)
4 | Axel Schweiss | 30.03.2006 @ 15:09
Dann muß es eben auch mit 800T funktionieren. Wird es aber nicht.Man weiss ja wie das ausgeht.In WSW ist alles anders.Leider.Tschau Axel.
5 | Axel Schweiss | 30.03.2006 @ 15:14
Die grösste Frechheit ist ja das man mit so einen teuren Team in der Abstiegsrunde steht und um den Klassenerhalt kämpfen muss.Wo ist das Geld hin?????????????Es ist ein grosser Witz.Tschau Axel.
6 | Kasatonov | 30.03.2006 @ 15:23
Nee nee Axel, das is schon alles so in Ordnung. Das einzige was hier nicht stimmt ist der Oberbuergermeister - der is naemlich daran ganz alleine schuld. So jedenfalls die Leseart hier seit ein paar Monaten. Er war es auch, er in der schlechten Phase auf dem Eis stand und die Massen vergrault hat. Nee nee, so ein boeser Oberbuergermeister, hat doch mit Absicht immer den Puck neben das Tor... ;-) :-) :-)) :-))
7 | SEFI | 30.03.2006 @ 15:53
Jo Axel, wo ist das Geld denn in Mannheim hin?
8 | Fuchs-Blau | 30.03.2006 @ 15:54
Der OB ist nicht der der daneben haut, Du bist der der daneben haut. Als OB muß ich mich mit der Stadt in der er regieret in allen belangen identifizieren und nicht nur mit eventuellen Sahnestücken schmücken denn das gewöhnliche Leben hat nun mal 2 Seiten. Ich wollte auch OB werden aber ich kann es nicht und daher hab ich auch die Finger davon gelassen. Was bei manchen Diskusionen bei Dir auch besser wär. Denn Ihr habt doch beide nichts für den Eishockey übrig!
9 | G-Fly | 30.03.2006 @ 16:01
Wenn der Etat um die Hälfte gekürzt wird wird wohl jede Saison so wie diese verlaufen!!Und ob sich da der Eissport lange hält???
10 | Paul (ESW) | 30.03.2006 @ 16:29
@6 - Wenn Du schon anderen vorhälst, daß sie die Dinge einseitig betrachten, dann solltest Du mal in Dich gehen und nochmal über Deinen heiß und innig geliebten OB mit seiner öffentlichen Verwaltung nachdenken. Ich finde es zumindest "bewundernswert", wenn sich einer hinstellt, der seine eigenen Finanzen anscheinend nicht im Griff hat, und anderen vorwirft, daß sie nicht wirtschafteten können.
11 | Hoywoyfux | 30.03.2006 @ 16:36
@2 - Es gibt Leute, die haben Fehler eingesehen. Und wer arbeitet und Perspektiven will, er kann auch welche machen. Schon lange hat mancher gesehen, dass diese Leistung auch mit einem preiswerteren Team zu bewerkstelligen ist. Sicher ist daran kein OB schuld ! @6-Du bist albern. Und manch Verantwortlicher hat sein Lehrgeld zu zahlen (gehabt). Das berechtigt den OB aber nicht, einen weiteren Fehler (und hier in ziemlich selbstherrlicher Art) zu begehen.
12 | Hoywoyfux | 30.03.2006 @ 16:38
Was ich noch vergessen habe - es wird weitergehen !!! Dazu gibt es vielzu viel vernünftige und vorallem engagierte Menschen in und um den Eissport (von Leipzig über Boxberg und Trebendorf bis nach Krauschwitz).
13 | Kasatonov | 30.03.2006 @ 16:46
@8: Ich denke der ESW, die GmbH sind so ein Sahnestueck der Stadt, wenn er sich dan nicht so sehr drum kuemmert, dann macht der OB doch was du vorschlaegst- auch an anderer Selle wirken. Was ist denn nun richtig? die einen wollen mehr Engagement fuer den Eissport, du findest das nicht richtig. Was denn nun: Hue, Hot, Hue, Hot?
14 | Senator | 30.03.2006 @ 16:50
@6 "Geld schiesst keine Tore" - ist ne alte Floskel. Es wurde versucht ne Truppe zu stellen, die stark ist. Tja hat nicht ganz geklappt, aber das ist doch normal im Sport. Man kann doch sonst gleich die Spiele weglassen, und die Tabelle nach den Etat's errechnen lassen (Mannheim, Schalke, 1.FC Köln....sind Bsp.)
15 | Schieri | 30.03.2006 @ 17:35
...hey ich finde man sollte die (hoffentlich) kommende saison nicht von vornherein abschreiben. sehen wir das ganze doch als chance! chance für den ehc und dessen führung, es sich selbst und den ganzen kritikern zu beweisen. warum sollte eine solide und mit sportlichen fachwissen zusammengestellte, bezahlbare mannschaft nicht auch ordentlich spielen können? die truppe hat dann doch nix zu verlieren... in diesem sinne immer optimistisch sein... ;)
16 | Matze82 | 30.03.2006 @ 18:07
genau viel schlimmer kanns nicht werden
17 | Axel Schweiss | 30.03.2006 @ 18:18
Da kann man ja gleich ein German Team aufmachen wie in Erding.Da ist das scheitern schon vorprogramiert.In der 2 liga kann man keine Experimente eingehen.Und grade nicht in der Situation in dem WSW steckt.Nur mit jungen Leuten werden mir mächtig auf den Arsch kriegen.Es tut mir leid aber ich sehe für nächste Saison keine Chance auf Besserung.Ich lasse mich auch gern positiv überraschen von einen jungen willigen Team aber der Glaube fehlt.Man hat in WSW ja schon genug erlebt.Tschau Axel.
18 | Stadtfuchs | 30.03.2006 @ 18:29
Wer sagt denn, daß wir ohne Kontingentspieler auskommen müssen? Kaufbeuren ist doch das beste Beispiel, mit jungen Leuten und leistungsstarken Ausländern bei kleinem Budget erstklassiges Eishockey zu spielen. In WSW wird es mal Zeit, den Tatsachen in die Augen zu sehen. Die Erwartungshaltung, in die Playoffs einzuziehen sollte man absofort knicken - deswegen kann trotzdem schönes Eishockey gespielt werden!
19 | Hoywoyfux | 30.03.2006 @ 21:20
Da gab es doch mal jemanden der sagte : ... vielleicht sind wir ja die Griechen der 2. Liga... - keine Euphorie, doch schwarzmalen ist nich, diese Saison muss erstmal unter Dach & Fach und die nächste erst beginnen.
20 | kojoti | 30.03.2006 @ 21:25
Vielleicht können wir uns mal beim REV ne gute Meinung einholen, die graben jedes Jahr preiswerte Ausländer aus, und die meisten davon entpuppen sich als Goldstückchen, siehe Robinson und Pinizotto.
21 | Schieri | 30.03.2006 @ 21:59
@17 / wer sagt denn dass hier ein kühnhackl-projekt kopiert werden soll? es ist durchaus möglich, mit begrenztem etat ein zweitligataugliches team aufzustellen. eine anzahl wirkliche führungsspieler (welche noch nicht ihren leistungszenit erreicht/überschritten haben) siehe z.b. müller und drumherum junge "hungrige" spieler. es gibt da ne menge deutsche spieler und natürlich auch sehr gute nordamerikanische spieler aus diversen (college)ligen, die sich auf diesem wege empfehlen wollen.
22 | Schieri | 30.03.2006 @ 22:06
ausserdem wer sagt/behauptet denn, dass diese saison tatsächlich ein etat von 1,6 mio € zur verfügung stand?!? da sind doch ne menge "kalkulatorische" faktoren drin, z.b. wesentlich höhere zuschauereinnahmen, (noch)nicht gezahlte sponsorengelder etc.. vermutlich liegt/lag der tatsächliche etat in dieser saison wahrscheinlich wesentlich unter o.g. summe. ich behaupte jedenfalls dass es durchaus absolut realistisch ist, die kommenden saison mit einem bundesligatauglichen team zu bestehen.
23 | Kasatonov | 30.03.2006 @ 22:53
@15: meine volle Zustimmung - Neuanfang
24 | TomSGD | 31.03.2006 @ 01:37
@23: Neuanfang? Prima Idee!!! Bei den Füchsen wird's den wohl geben: Mit 'ner deutlich jüngeren & billigeren Truppe und mit bescheideneren (realistischeren) sportlichen Zielen. Jetzt brauchen wir bloß noch den Neuanfang im Rathaus: Mit 'nem OB, der aufhört, die Öffentlichkeit zu belügen, der zu dem steht, was er verspricht und der endlich Kompetenz zeigt - nicht nur bzgl. der Frage "Standortpolitik Eishockey", aber eben auch bei diesem Thema. Dann dürfte der Neuanfang glücken. ;-)
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