Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Vorerst kein Cent für die Füchse-Profis
30.03.2006 | 23:11 Uhr von
Obwohl die Weißwasseraner Eishockeyfüchse als gegenwärtig Zweiter der Abstiegsrunde der 2. Bundesliga gute Karten im Kampf um den Klassenerhalt haben, spitzt sich die Lage außerhalb der Eisfläche weiter zu. Alle Vermittlungsbemühungen im Streit mit der Stadt um eine Sponsorensumme von reichlich 116 000 Euro, die die Lausitzer Füchse GmbH dringend benötigt, verliefen ergebnislos. Beim Verkauf der Stadtwerke an die Firma veolia Environement im Jahr 2002 war vertraglich fixiert worden, dass über zehn Jahre jährlich 200 000 Euro an die Füchse-GmbH gezahlt werden. Ausnahmeklausel: Der Eissport in Weißwasser verliere seine herausragende Stellung. Weil im Zusammenhang mit der Entschuldung des ES Weißwasser, dem Stammverein der Lausitzer Füchse, veolia in Vorleistung ging, sollten jährlich ca. 84 000 Euro zur Schuldentilgung verwendet werden. "Im Januar 2006 wurden wir plötzlich vor die Tatsache gestellt, dass der Vertrag zu unseren Ungunsten so geändert wurde, als dass Geld nur noch auf Antrag fließt. Dabei seien alle Weißwasseraner Vereine gleich antragsberechtigt", klagt EHC-Geschäftsführer René Reinert. Ein Vermittlungsversuch am Dienstag, an dem Oberbürgermeister Rauh für die Stadt und neben Sachsens Sozialministerin Helma Orosz auch Dieter Krein, Chef des Füchse-Finanzbeirates, teilnahmen, ging aus wie das "Hornberger Schießen". Ergebnis: Für die Profis gibt es vorerst keinen Cent. Der ESW darf einen Antrag auf Auszahlung des Geldes stellen. "Das haben wir am Mittwoch getan", berichtet Krein. Der Stadtrat hat eine Entscheidung darüber inzwischen auf Mai vertagt. Der Fortbestand des Eishockeystandortes Weißwasser hängt mal wieder am seidenen Faden.

Für etwas Hoffnung sorgt Füchse- Coach Fred Carroll mit seinem Team: Heute 19.30 Uhr empfangen die Lausitzer den EC Bad Tölz. Mit einem Sieg käme man dem Klassenerhalt sehr nahe. "Wenn alles passt, können wir die letzten beiden Spiele vielleicht schon ohne Druck absolvieren", hofft Carroll. Voraussetzung wäre dafür auch ein Punktgewinn am Sonntag in Kaufbeuren. Während Carroll wohl auch in der kommenden Saison - falls es die Füchse dann noch gibt - an der Bande stehen wird, steht mit Kapitän Mattias Wikström der erste Abgang fest. Der Stürmer heuerte in Wolfsburg an.

Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten vom 31.03.2006
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