Trotz des 1:7-Debakels in Kaufbeuren gibt Cheftrainer Carroll den Lausitzer Füchsen zwei Tage frei
In der Nacht von Sonntag zu Montag hat Fred Carroll nicht wirklich gut geschlafen. Das lag einerseits an der langen Busfahrt aus Kaufbeuren zurück nach Weißwasser: Sie endete erst kurz nach fünf Uhr morgens.
Es lag andererseits aber auch an der katastrophalen Leistung seiner Mannschaft: Sie ging in der Abstiegsrunde der 2. Bundesliga mit 1:7 im Allgäu unter, was den Cheftrainer der Lausitzer Füchse zu einer gehörigen Portion Galgenhumor inspirierte. «Wir haben kaum Zweikämpfe verloren, weil wir fast jedem Zweikampf aus dem Weg gegangen sind» , analysierte Carroll. Der Coach konnte nur ratlos die Schultern heben: «Es ist nix passiert. Von unserer Seite ist rein gar nix passiert. Das war ja das große Problem.»
Eine mögliche Erklärung für die schnell erlahmende Gegenwehr könnte der überfallartige Beginn der Gastgeber sein. Nach neun Minuten führte Kaufbeuren bereits mit 4:0. Von den ersten fünf Schüssen landeten vier im Weißwasseraner Tor. «Zu diesem Zeitpunkt war der Zug für uns natürlich schon abgefahren» , räumte der Füchse-Trainer enttäuscht ein. Seine Mannschaft betrieb anschließend lediglich noch Schadensbegrenzung, die zumindest einigermaßen gelang.
Eine andere Erklärung für den Einbruch in Kaufbeuren könnte der körperliche Zustand der Füchse sein. Die Akkus der meisten Profis sind leer, da sie durch den kleinen Kader in den zurückliegenden Wochen oftmals zusätzliche Schichten auf dem Eis absolvieren mussten. Über eine eingespielte vierte Reihe verfügen die Füchse – im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten – nicht. Die Last der Verantwortung in den entscheidenden Phasen konzentriert sich deshalb auf den Schultern einiger weniger Spieler. «Die meisten Jungs sind einfach müde» , betont Carroll.
Deshalb hat der Coach dem Team trotz des 1:7-Debakels zwei freie Tage gewährt. Gestern durften die Profis komplett ausspannen, heute ist ein freiwilliges Training angesetzt. Der Plan: Auf der Ziellinie beim Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga sollen die letzten Kraftreserven mobilisiert werden. Während sich Kaufbeuren und München bereits vor dem Abstieg gerettet haben, fehlt den Füchsen noch ein Sieg aus den verbleibenden Partien am Freitag in Freiburg und am Sonntag zu Hause gegen München. (Frank Noack)
In der Nacht von Sonntag zu Montag hat Fred Carroll nicht wirklich gut geschlafen. Das lag einerseits an der langen Busfahrt aus Kaufbeuren zurück nach Weißwasser: Sie endete erst kurz nach fünf Uhr morgens.
Es lag andererseits aber auch an der katastrophalen Leistung seiner Mannschaft: Sie ging in der Abstiegsrunde der 2. Bundesliga mit 1:7 im Allgäu unter, was den Cheftrainer der Lausitzer Füchse zu einer gehörigen Portion Galgenhumor inspirierte. «Wir haben kaum Zweikämpfe verloren, weil wir fast jedem Zweikampf aus dem Weg gegangen sind» , analysierte Carroll. Der Coach konnte nur ratlos die Schultern heben: «Es ist nix passiert. Von unserer Seite ist rein gar nix passiert. Das war ja das große Problem.»
Eine mögliche Erklärung für die schnell erlahmende Gegenwehr könnte der überfallartige Beginn der Gastgeber sein. Nach neun Minuten führte Kaufbeuren bereits mit 4:0. Von den ersten fünf Schüssen landeten vier im Weißwasseraner Tor. «Zu diesem Zeitpunkt war der Zug für uns natürlich schon abgefahren» , räumte der Füchse-Trainer enttäuscht ein. Seine Mannschaft betrieb anschließend lediglich noch Schadensbegrenzung, die zumindest einigermaßen gelang.
Eine andere Erklärung für den Einbruch in Kaufbeuren könnte der körperliche Zustand der Füchse sein. Die Akkus der meisten Profis sind leer, da sie durch den kleinen Kader in den zurückliegenden Wochen oftmals zusätzliche Schichten auf dem Eis absolvieren mussten. Über eine eingespielte vierte Reihe verfügen die Füchse – im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten – nicht. Die Last der Verantwortung in den entscheidenden Phasen konzentriert sich deshalb auf den Schultern einiger weniger Spieler. «Die meisten Jungs sind einfach müde» , betont Carroll.
Deshalb hat der Coach dem Team trotz des 1:7-Debakels zwei freie Tage gewährt. Gestern durften die Profis komplett ausspannen, heute ist ein freiwilliges Training angesetzt. Der Plan: Auf der Ziellinie beim Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga sollen die letzten Kraftreserven mobilisiert werden. Während sich Kaufbeuren und München bereits vor dem Abstieg gerettet haben, fehlt den Füchsen noch ein Sieg aus den verbleibenden Partien am Freitag in Freiburg und am Sonntag zu Hause gegen München. (Frank Noack)
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 04.04.2006