Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Presseschau: DNN vom 04.04.2006
04.04.2006 | 07:43 Uhr von
Die Leidenszeit des Fred C. hält bis zum Wochenende an
Füchse-Coach Frederic Carroll ist erst 43 Jahre alt. Das Kopfhaar des Kanadiers erstrahlt allerdings schon jetzt in hellstem Grau. Wahrscheinlich würde der EHC- Trainer schon im Sommer mit schlohweißem Haar herumlaufen, wenn die aktuelle Zweitligasaison nicht in einer Woche zu Ende wäre. Nur noch ein- oder zweimal leiden, dann hat die "Tortour" ein Ende. Und der ganz große Schock, der zuweilen auch zum Verfärben der Haare führen kann, nämlich der Abstieg in die Oberliga, bleibt Carroll wahrscheinlich erspart. Obwohl: Insbesondere am Sonntag beim 1:7 in Kaufbeuren präsentierten sich die Lausitzer Eishockeycracks alles andere als zweitligawürdig. Während sich Kaufbeuren und München den Klassenerhalt vorzeitig sicherten, müssen die Weißwasseraner nun bis zum letzten Abstiegsrundenwochenende zittern.

"Ich bin völlig fertig - total erschöpft." Mit diesem "Begrüßungstext" erschien Fred Carroll nach dem hochverdienten 3:2-Heimerfolg nach Verlängerung über den EC Bad Tölz zur Pressekonferenz. Schließlich musste der Oberfuchs mit ansehen, wie seine Schützlinge trotz drückender Überlegenheit zweimal in Rückstand gerieten. Dabei fiel das 0:1 gar durch einen Billardschuss, abgegeben hinter der Torauslinie, an die Schlittschuhkufen von Nolan McDonald. Derweil hatten es sich die EHC-Cracks offenbar zum Ziel gesetzt, die Ausrüstung von ECT-Keeper Mark Cavallin zu zerstören. Aus allen Lagen und vollen Rohren wurde der Tölzer Goalie befeuert. Doch ins Tor wollte die Scheibe so gut wie nie.

"Wenn man 30 Schüsse benötigt, um einen Treffer zu erzielen, dann ist das einfach zu viel", stöhnte Fred Carroll und fügte an: "Man muss mal dahin gehen, wo es weh tut." Das taten dann Jörg Pohling und Mattias Wikström, die aus dem Slot heraus im Nachschuss doch noch den Sieg retteten. Damit hatte es mit dem Wehtun dann aber sein Bewenden. Denn in Kaufbeuren mutierten die Füchse zu Plüschtieren. Überall dort, wo Eishockeyspiele entschieden werden, waren die Lausitzer "nicht vorhanden".

Nach 8:39 Minuten räumte Nolan McDonald das Gehäuse und machte Platz für Sebastian Elwing. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Kanadier den Puck schon viermal aus dem Netz geholt. Ein gleichwertiger Gegner wurden die Gelb- Blauen im Allgäu während der gesamten Spielzeit nicht. "Ohne Willen, ohne Biss, ohne Charakter", stöhnte Fred Carroll. Als der nach der langen Busfahrt am Montag Morgen wieder in Weißwasser ankam, konnte er beim Blick in den Spiegel lediglich bilanzieren: Gäbe es für alle neuen grauen Haare jeweils einen Punkt, dann wäre der Klassenerhalt längst unter Dach und Fach.

Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten vom 04.04.2006
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